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Grabosch erfolgreich beim Bahnrad-Weltcup in Berlin

Pauline Grabosch (Erfurt) belegte beim Bahnrad Weltcup in Berlin (30.11.-02.12.) mit der deutschen Mannschaft im Teamsprint den zweiten Plantz. Pauline kam im Vorlauf zum Einsatz. Welte/Hinze  unterlagen in 32,922 Sekunden dann im Finale den Europameisterinnen Anastasia Voinova und Daria Shmeleva (32,639). Platz drei belegte China (33,336) vor den Niederlanden. 

Im Sprint schied Pauline als 11. der Qualifikation (10,919s) im Achtelfinale gegen die Russin Anastatsiia Voinova aus, nachdem sie im 1/16-Finale noch Robyn Stewart (IRL) besiegen konnte. Damit beendete sie das Sprintturnier als Zehnte. 

„Das ist wirklich ein Top-Feld – fast wie bei einer WM“, sagte Organisationschef Burckhard Bremer. Neben zahlreichen Welt- und Europameistern sind mit Miriam Welte (Kaiserslautern), Tianshi Zhong (China), Katie Archibald, Laura Kenny (beide Großbritannien), Elis Ligtlee (Niederlande), Lasse Norman Hansen (Dänemark), Ed Clancy, Philip Hindes, Jason Kenny (alle Großbritannien) sowie Elia Viviani (Italien) zehn Olympiasieger am Start.

Der BDR reist mit Ausnahme des Ausdauer-Bereichs bei den Frauen in seiner stärksten Besetzung an. „Lisa Brennauer, Lisa Klein und Charlotte Becker sind direkt nach der Straßen-WM Ende September in die Bahn-Saison eingestiegen und benötigen methodisch zur weiteren Leistungsentwicklung eine Pause“, sagte Sportdirektor Patrick Moster. Sorgen gab es zuletzt auch um Anna Knauer. Die EM-Zweite von Glasgow im Ausscheidungsfahren klagte über Atemprobleme und konnte nicht ihre volle Leistung abrufen. Mit Lea Lin Teutenberg gibt es einen Neuling im Frauen-Elitebereich. Im Kurzzeitbereich der Männer wollen Timo Bichler, Stefan Bötticher, Maximilian Levy und Joachim Eilers den Eindruck der eher schwächeren deutschen Teamsprint-Auftritte bei den Weltcups in St. Quentin-en-Yvelines und Milton/Kanada revidieren. Bei den Frauen sieht es dagegen trotz des Karriereendes von Kristina Vogel im Moment gut aus. Neben der erfahrenen Miriam Welte (Kaiserslautern) drängen mit Pauline Grabosch (Erfurt) und Emma Hinze (Cottbus) zwei junge Fahrerinnen nach vorn, die in Berlin ihre gute Form bestätigen wollen. „Bei den Frauen ist im Gegensatz zu den Männern alles sehr stabil, da bin ich sehr optimistisch“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel. „Hauptzielsetzung ist der Teamsprint, darüber erfolgt die Qualifikation für die Olympischen Spiele.“

Im Ausdauerbereich der Männer setzt Bundestrainer Sven Meyer im Vierer auf die bewährten Kräfte. Einerverfolgungs-Europameister Domenic Weinstein holte sich Mitte des Monats bei einer Rundfahrt in China noch die notwendige Form. „Ich freue mich sehr auf den Weltcup“, sagte der 24-Jährige. Seine Spezialdisziplin fehlt allerdings im Velodrom im Programm. „Das ist schade. Aber jetzt stecke in meine ganze Kraft in den Vierer - der ist meine Leidenschaft“, sagte Weinstein, der in dieser Saison mit dem deutschen Flaggschiff bereits den deutschen Rekord verbessern konnte und in Berlin in die Medaillenränge fahren möchte.

An den drei Tagen stehen 14 Entscheidungen (Sprint, Keirin, Teamsprint, Zeitfahren, Omnium, Madison, Mannschaftsverfolgung) im Programm. Zudem plant der fünfmalige Paralympics-Sieger Michael Teuber am Freitag einen Angriff auf den Stunden-Weltrekord in der Wettkampf-Klasse C1. Ein emotionaler Höhepunkt dürfte auch der Besuch von der seit Juni querschnittgelähmten Kristina Vogel werden.

Neben den deutschen Top-Fahrern richtet sich international der Fokus auf Großbritannien, die Niederlande und Australien. Bei den Sprintern sind die Top-6- der vergangenen WM am Start, darunter Weltmeister Matthew Glaetzer aus Australien. Der 26-Jährige ist der neue Dominator. In Apeldoorn holte sich der 26-Jährige erstmals die Krone in der Königs-Disziplin. In dieser Saison hat er bereits die ersten beiden Sprint-Weltcups gewonnen. Im Ausdauerbereich sind die vierfache Olympiasiegerin Laura Kenny (vormals Trott) - die erst im August 2017 Mutter wurde, Lasse Norman Hansen aus Dänemark oder der Italiener Elia Viviani die Top-Stars. Beide wagen ähnlich wie Madison-Weltmeister Roger Kluge aus Berlin seit Jahren den Spagat zwischen Straße und Bahn.

 

Weltcup-Aufgebot

 

Frauen Ausdauer

Franziska Brauße (1998 / Eningen / RSV Öschelbronn)

Michaela Ebert (1997 / Plauen /SC DfK Leipzig)

Tatjana Paller (1995/Starnberg/RSV Unna)

Laura Süßemilch (1997/ Aulendorf / RSC Biberach)

Gudrun Stock (1995 / München / RC Die Schwalben München)

Lea Lin Teutenberg (1999/Köln/WNT Rotor Pro Cycling Team)

 

Frauen Kurzzeit

Pauline Grabosch (1999 / Erfurt / Team Erdgas 2012)

Emma Hinze (1997 / Hildesheim / Track Team Brandenburg)

Miriam Welte (1986 / Otterbach / 1. FV Kaiserslautern)

 

Männer Ausdauer

Felix Groß (1998 / Leipzig/Heizomat-rad-net.de)

Roger Kluge (1986 /Berlin / Mitchelton-Scott)

Theo Reinhardt (1990/Berlin / Heizomat – rad-net.de)

Leon Rohde (1995 / Wedel / Heizomat – rad-net.de)

Domenic Weinstein (1994 / Villingen-Schwenningen / Heizomat – rad-net.de)

 

Männer Kurzzeit

Timo Bichler (1999 / Burghausen/RV Dudenhofen)

Stefan Bötticher (1992 / Chemnitz / Chemnitzer PSV)

Joachim Eilers (1990 / Chemnitz/Chemnitzer PSV)

Maximilian Levy (1987 / Cottbus/Team Erdgas 2012)

 

Der Zeitplan- Entscheidungen

 

Freitag, 30. November (18.30 -21.30 Uhr)

Teamsprint Männer und Frauen

Mannschaftsverfolgung Männer u. Frauen

 

Samstag, 1. Dezember (18.00 -21.30)

Sprint Frauen

Omnium Frauen

Keirin Männer

1000-m-Zeitfahren Männer

Madison Männer

 

Sonntag, 2. Dezember (15:30-19:00 Uhr)

Omnium Männer

Sprint Männer

Keirin Frauen

500-m-Zeitfahren Frauen

Madison Frauen

28.11.2018 / TRV
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