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Bahn-WM: Wichtige Prüfung auf dem Weg nach Tokio

Mit einem 24-köpfigen Kader nimmt der BDR die Bahn-Weltmeisterschaften in Pruszkow (27. Februar bis 3. März) in Angriff. Gleichzeitig sind die Titelkämpfe Abschluss der ersten Hälfte der Olympia-Qualifikation. In 16 der 20 Wettbewerbe ist die Mannschaft vertreten und will den zweiten Platz in der Nationenwertung 2018 in Apeldoorn (4/-/2) verteidigen. Die ersten Entscheidungen fallen am Mittwoch im Teamsprint.

Die deutschen Teamsprint-Männer stehen kurz vor der Hälfte der Olympia-Qualifikation an achter Stelle, ein Platz, den sie halten müssen, um das Ticket für Tokio 2020 zu lösen. „Wir müssen im Teamsprint zurzeit kleinere Brötchen backen. In Pruszkow geht es darum, den Top-8-Platz zu verteidigen“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel, der zuversichtlich ist, mit WM-Neuling Timo Bichler als Anfahrer dieses Ziel zu erreichen. Große Hoffnungen setzt er auch auf Stefan Bötticher. Nach EM-Gold im Keirin im Vorjahr will der Chemnitzer bei seinem ersten WM-Einzelstart seit 2015 auch auf der Weltbühne wieder glänzen. „Er hat ein gutes, solides Niveau und durchaus seine Möglichkeiten“, sagte Uibel.

Bei den Frauen ist der Übergang nach dem Ausfall von Kristina Vogel bei EM und in den Weltcups überraschend gut gelungen. „Allerdings sollten wir nicht die Weltcup-Ergebnisse als Maßstab nehmen“, warnte Uibel. Emma Hinze hatte hier sechsmal den zweiten Platz belegt. Neben der Cottbuserin zählen Miriam Welte, Pauline Grabosch (Erfurt) und auch erstmals Lea Sophie Friedrich zur Mannschaft. Die vierfache Junioren-Weltmeisterin hatte in den Weltcups teilweise schon gute Ergebnisse erzielt. „Die Nominierung ist schon eine kleine Überraschung. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf“, sagt die 19-Jährige, die mehrere Startmöglichkeiten hat.

Die größte Medaillenchance sieht Uibel im Teamsprint, in dem Miriam Welte in ihrer 14. WM als Anfahrerin gesetzt ist. Grabosch, im Vorjahr Teamsprint-Weltmeisterin und Dritte im Sprint, scheint nach längeren mentalen Problemen nach dem Vogel-Unfall rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt wieder ihre Top-Form zu finden.

m Ausdauerbereich der Frauen will die Mannschaft von André Korff ihren gezeigten Aufwärtstrend (Platz 6 in der Olympia-Qualifikation-Rangliste) fortsetzen. Bei der EM 2018 in Glasgow gelang schon der Sprung auf den Bronze-Rang – die letzte und bisher einzige WM-Medaille in der Mannschaftsverfolgung gab es 2008. In Manchester wurde damals noch mit drei Frauen und 3000 Meter gefahren. „Lisa Brennauer hat mit ihrer Rückkehr auf die Bahn im Herbst 2017 zur EM in Berlin für eine echte Initialzündung gesorgt“, sagt Korff. In ihrem Windschatten hat sich eine inzwischen schlagkräftige Mannschaft entwickelt. „Ich denke, um eine Medaille zu holen, muss man in Pruszkow eine Zeit von 4:16 Minuten fahren - mal sehen, ob wir diesen Sprung schon hinkriegen“, sagt Korff. Die Bestzeit seines Quartetts steht bei 4:19,668. Kleiner Wehrmutstropfen: In den olympischen Disziplinen Madison und Omnium verpasste der BDR einen Startplatz. Dafür könnte die Europameisterin und deutsche Rekordhalterin Lisa Brennauer in der Einerverfolgung eine WM-Medaille holen, zumal Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Chloe Dygert (USA) fehlt.

25.02.2019 / BDR
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