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Bahnrad-EM: Olympiasiegerin Vogel will erstes Team-Gold

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Maurizio Gambarini

Berlin (dpa/rad-net) - Für die Gastgeber ist die Bahnrad-EM mehr als ein Härtetest auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften im März 2018 in Apeldoorn.

«Alle sind hoch motiviert. Das ist unser erster Saisonhöhepunkt», sagte Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel zwei Tage vor dem Start der viertägigen Europameisterschaften im Berliner Velodrom. Mehr als 300 Teilnehmer - darunter acht Olympiasieger - gehen an den Start.

Der Berliner Organisations-Chef, Ex-Sportdirektor Burckhard Bremer, rechnet optimistisch mit «rund 8000 Zuschauern an vier Wettkampftagen». Verbands-Sportdirektor Patrick Moster ist ebenfalls zuversichtlich, er kalkuliert mit «vier bis sieben Medaillen» für das deutsche Team.

Der Star der EM ist die zweimalige Olympiasiegerin Kristina Vogel, die trotz ihrer imposanten Titelsammlung Nachholbedarf hat. «Eine Goldmedaille im Teamsprint fehlt mir noch - die will ich», sagte die 26 Jahre alte Erfurterin am Dienstag in Berlin. Zusammen mit ihrer Stamm-Partnerin Miriam Welte (Vogel: «Die ist in der Form ihres Lebens») wird sie sich vornehmlich gegen die starken Russinnen erwehren müssen. In den Vorkämpfen soll neben Vogel Nachwuchshoffnung Paulina Grabosch (19) eine Chance bekommen, wofür die Olympiasiegerin nicht unbedingt Verständnis hatte.

Für den Bahnvierer hat sich der zuständige Bundestrainer Sven Meyer zumindest «das kleine Finale» als Ziel gesetzt. Das Team bei den Frauen, in dem nach vierjähriger Bahnpause auch die Zeitfahr-Ex-Weltmeisterin auf der Straße, Lisa Brennauer, starten wird, strebt eine Medaille an.

Selbstbewusst zeigten sich die Steher: «Wir wollen gewinnen, ganz klar», sagte Mario Vonhof, Beauftragter für Steher- und Dernysport im BDR. Mit Stefan Schäfer und Schrittmacher Peter Bäuerlein stellt der BDR auch die einzigen Titelverteidiger in diesem Jahr. Mit Franz Schiewer und Gerd Gessler, Vizeeuropameister 2016, haben die Deutschen noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer.

Das Velodrom an der Landsberger Allee wurde extra für die kontinentalen Titelkämpfe aufwendig umgebaut. Die neue Holzpiste und weitere Renovierungen verschlangen rund zwei Millionen Euro. Dazu zeigte sich der Berliner Senat weiter spendabel und unterstützt die Veranstaltung laut Staatssekretär Christian Gaebler mit 750 000 Euro. Das Velodrom wird ausgelastet bleiben: 2018 folgt ein Weltcup, 2020 die Weltmeisterschaften.

«Das Holz der Bahn ist noch ein bisschen weich. Aber sie ist schnell - das kann man jetzt schon sagen», erklärte Ausdauer-Bundestrainer Sven Meyer.

18.10.2017 / dpa/ rad-net
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