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Viele Thüringer Spitzen-Platzierungen zur Bahn-WM in Apeldoorn

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Peter Dejong/AP

Am vergangenen Sonntag ging die Bahn-WM in Apeldoorn zu Ende. Am Donnerstag gewannen Kristina Vogel, Pauline Grabosch und Miriam Welte mit einer sehr Starken Leistung den Weltmeistertitel im Teamsprint. Schon am nächsten Tag konnte Kristina Vogel an diesen Erfolg anknüpfen.

Mit dem Einzug ins Sprint-Finale stand fest Silber ist sicher. Im Finale setzte sich  dann die 27-Jährige gegen die Australierin Stephanie Morton in drei Läufen durch und feierte damit ihren insgesamt elften Titelgewinn. Im kleinen Finale um Bronze startete  Pauline Grabosch (Erfurt), die im  deutschen Halbfinale sich nicht gegen die Zehnfache Weltmeisterin Vogel  durchsetzten konnte,  gegen Wai Sze Lee (Hongkong). Am Ende gewann Pauline Grabosch Bronze.

Vogel verneigte sich mit deutscher Fahne in der Hand vor dem Publikum auf der Zielgerade.

Mit dem Titel im Sprint schloss sie zu Anna Meares, die Ende 2016 ihre Karriere beendete, auf. Mit dem Sieg im Sprint erhöhte die Erfurterin ihre Medaillenbilanz auf elf gewonnene WM-Titel und zog mit Maeres gleich. Vogel berichtete: «Es hat heute alles gekostet, diese Goldmedaille zu gewinnen. Es war sehr sehr hart. [...] Diese Medaille widme ich Jochen Wilhelm, unserem Thüringer Trainer, der im letzten Jahr gestorben ist.»

Auch wenn Pauline Grabosch im Halbfinale an Vogel scheiterte, hatte die erst 20 Jahre alte Magdeburgerin Grund zum Jubeln:  Es ist ihre erste WM-Einzelmedaille in der Eliteklasse, nachdem sie zum Auftakt der Titelkämpfe schon mit Kristina Vogel und Miriam Welte Gold im Teamsprint gewonnen hatte. «Ich hätte niemals mit Bronze gerechnet, aber ich bin über mich hinausgewachsen, habe mich von Lauf zu Lauf gesteigert. Ich hatte nichts zu verlieren, aber ich wollte auf keinen Fall wieder einen vierten Platz belegen wie letztes Jahr in Berlin. Und es ist eine Medaille geworden, eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft», freute sich Grabosch.

In der Einerverfolgung der Männer wurde Kersten Thiele  in einer Zeit von 4:17,281 Minuten Sechster und stellt damit seine persönliche Bestzeit auf. Thiele zeigt sich sehr zufrieden: «Es lief noch einmal deutlich besser wie bei der EM, wo die 18 auch schon für mich überraschend kam. Im Vorlauf der Mannschaftsverfolgung habe ich schon gemerkt, dass ich gut drauf bin und ich eine Top-Leistung fahren kann.»

Samstag:  Im 500-Meter-Zeitfahren erreichten sowohl Pauline Grabosch als auch die Europameisterin Miriam Welte  das Finale der besten Acht. In der Qualifikation fuhren sie hinter der Russin Daria Shmeleva (33,239) in 33,416 beziehungsweise 33,523 Sekunden auf die Plätze zwei und drei. Am Ende  gewann Miriam Welte mit einer Fahrzeit von 33,150 Sekunden vor Daria Shmeleva (33,237/Russland) und Elis Ligtlee (33,484/Niederlande). Pauline Grabosch verpasste als Vierte in 33,487 Sekunden um nur drei Tausendstelsekunden die Bronzemedaille, dennoch ist diese Zeit ihre persönliche Bestleisung.

Nachdem am Sonntagvormittag  Vogel souverän  bis ins Finale  vorgestoßen ist, musste sie dort aber von einer hinteren Position ins Rennen gehen und hatte es schwer nach vorne zu kommen. So sicherte sich die Belgierin Nicky Degrendele den Titel vor Wai Sze Lee (Hongkong) und Simona Krupeckaite (Litauen). «Ich hatte eine schwierige Position gezogen und dazu fuhren die beiden Holländerinnen von vorne. Es war klar, dass es ein langes, schnelles Rennen wird. Dann habe ich den richtigen Moment verpasst, um mitzugehen und bin nicht mehr vorbeigekommen», beschrieb Vogel ihr Rennen. «Verlieren gehört dazu. Natürlich hätte ich heute gerne auf dem Podest gestanden, aber ich habe zwei Goldmedaillen und den insgesamt elften WM-Titel», zeigte sich Vogel nicht allzu enttäuscht.

05.03.2018 / BDR/TRV
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