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Thüringerin Nina Hoffman fährt bei Downhill-WM in die Top Ten

Lenzerheide (rad-net/TRV) - Nina Hoffmann belegt bei ihrer WM-Premiere vor 20.000 Zuschauern gleich den neunten Platz (+26,086). Weltmeisterin wurde zum fünften Mal die Britin Rachel mit einem souveränen Lauf. Sie ließ der Konkurrenz keine Chance und gewinnt in 3:15,738 Minuten mit 9,983 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Thanee Seagrave und 10,676 Sekunden gegenüber Myriam Nicole aus Frankreich.

Nach zwei sechsten Plätzen im Weltcup waren die Erwartungen bei Nina Hoffmann schon etwas gestiegen, doch nach zwei Stürzen, einer davon auf den Kopf, am Tag zuvor, war Hoffmann nicht ganz so auf der Höhe wie noch vor zwei Wochen in La Bresse. «Ich hatte viele kleine Fehler», bekannte Hoffmann, «und konditionell hatte ich auch Schwierigkeiten.» Dabei verwies die Saalfelderin auf die lange Saison und den Umstand, dass die WM ihr viertes Rennen in Folge war. «Ich bin froh, dass ich es heute runter gebracht habe. Rang neun ist übel gut und ich kann auf eine tolle Saison zurückblicken.»
Die zweite Thüringer Starterin Sandra Rübesam stürzte und belegte dadurch einen für sie enttäuschenden Platz 23 (+42,806).

Bei den Herren gewann Loic Bruni aus Frankreich zum dritten Mal den Weltmeister-Titel. Er kam ohne erkennbare Fehler durch, während sein Landsmann, Weltcup-Gesamtsieger Amaury Pierron, als letzter Fahrer stürzte und nur 72. wurde. Silber ging an den Belgier Martin Maes (+0,213), der als etatmäßiger Enduro-Spezialist zwei Wochen zuvor in La Bresse völlig überraschend das Weltcup-Finale gewonnen hatte. Bronze ging an Danny Hart (Großbritannien) mit 0,305 Sekunden Differenz. Bester Deutscher bei den Herren ist Max Hartenstein, der sein Ziel Top 30 knapp verfehlte. Der Geringswalder fand einen gravierenderen Fehler in seiner Fahrt, doch das war nicht das Entscheidende für sein Gefühl, nicht bei hundert Prozent gewesen zu sein. «Ich habe versucht zu pushen, manchmal ging es, einige Male auch nicht.» Ein «Top 30-Ergebnis wäre geil», so Hartenstern zuvor. Dazu reichte es nicht ganz, doch mit seinem 37. Platz fehlten ihm letztlich nur 1,6 Sekunden dazu.
Der Unterwellenborner Lucas Rham hat mit einer bemerkenswerten Leistung in der Qualifikation den Rang 94 eingefahren. Da sich aber nur die ersten 80 Platzierten für das Finale qualifizieren, war für ihn leider hier bereits die Weltmeisterschaft zu Ende.

10.09.2018 / rad-net/TRV
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