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Auf den Spuren des Vaters

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Foto: Volker Brix

Wie so oft in anderen Familien und auch in anderen Sportarten, wurde Lara-Sophie Jäger der Bahnradsprint wohl mit in die Wiege gelegt. Bereits ihr Vater Sascha Jäger, der unter seinem Trainer, dem „Sprintprofessor“ Jochen Wilhelm, bereits 1992 auf der Bahn in Dudenhofen neuer Deutscher Juniorenmeister auf dem Tandem wurde und ein Jahr danach in Solingen „Tandem-Silber“ kassierte, war später ein Spitzenfahrer und heute ein erfolgreicher Sprinttrainer beim Thüringer Radsport-Verband.

Keine Frage deshalb, dass Lara-Sophie bereits mit sechs Jahren mit Straßenrennen begann. Auch ein Sturz, der ihr erstes Rennen in Elxleben vorzeitig beendete, konnte ihre Begeisterung nicht bremsen. „Obwohl ich anfangs meist hinterher fuhr, gelang mir bei „Rund um das Schwanseebad in Weimar“ mit dem zweiten Platz in der Klasse U11 ein erster kleiner Erfolg“, erinnerte sich die heute 17-Jährige. Dazu kamen ein Dutzend Thüringer Landesmeistertitel in den verschiedensten Disziplinen auf Bahn und Straße. In die U13 aufgestiegen, triumphierte sie zweimal mit dem Gesamtsieg beim Etappenrennen Ostthüringen-Tour rund um Gera und belegte bei der Internationalen Kids-Tour, einem Etappenrennen im Berliner Raum, im Mannschaftszeitfahren einen bemerkenswerten dritten Platz.

Mit 14 Jahren wechselte Lara-Sophie dann zum Bahnradsprint und gehört seitdem zum Bundeskader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). In die U17 gewechselt, glänzte sie bei der Deutschen Meisterschaft im Berliner Velodrom mit der Silbermedaille im Sprint und eroberte im Keirin und 500m jeweils einen bemerkenswerten dritten Rang. Auf der Hallenbahn in Frankfurt/Oder holte die Erfurterin bei einer BDR-Überprüfung über 200m und 500m jeweils Medaillen und freute sich beim Sprintertag in Augsburg über die Siege im Sprint und Keirin. In diesem Jahr war sie beim internationalen Cottbuser Sprintertag, nun in der U19, mit guten Plätzen im Sprint (2.) und Keirin (3.) auch gegen ausländische Konkurrenz erfolgreich. Beim letzten BDR-Überprüfungsrennen in Dudenhofen bewies Lara-Sophie mit Platz drei im Sprint hinter der Doppel-Weltmeisterin Alessa Pröpster (Kaiserslautern) erneut ihre Klasse.

Was hat die Schülerin der 11. Klasse im Sportgymnasium nun dieses Jahr für Ziele? Zuerst möchte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Köln vom 7. bis 10. Juli möglichst die Meistertrikots im Sprint, Teamsprint, Keirin und 500m erobern „und damit möchte ich mich für die Junioren-Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn (17.-22.8.) und die Junioren-Welttitelkämpfe in Kairo qualifizieren“.

06.07.2021 / Volker Brix
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