Kategorie: Allgemein

Thüringenpokale U11 und U15 ausgefahren

Am vergangenen Sonntag (02. Juni) wurden die ersten Thüringenpokale ausgespielt. Beim gastgebenden SV Langenleuba-Niederhain trugen die Sportler der Kategorien U11 und U15 die entsprechenden Turniere aus.

Im Turnier der U11 ging der Thüringenpokal an Leonie Reinicke und Carl Mehnert vom SV Langenleuba-Niederhain. Sie wurden beim Sieg der Reideburger Max Berndt und Oskar Knauth Dritte. Das Turnier der U15 gewannen Paul Seifert und John Dornberg, ebenfalls vom SV Langenleuba-Niederhain.

Ergebnisse:

http://www.radballer.info/2019/Ergebnisse/Deutschland/Cup/Thueringenpokal_U15_19.html

http://www.radballer.info/2019/Ergebnisse/Deutschland/Cup/Thueringenpokal_U13_19.html

Wieder Doppelsieg für P&S Metalltechnik

Beim zweiten Wertungsrennen zur Müller – die lila Logistik Rad-Bundesliga im Erzgebirge gab es wieder einen Doppelsieg für das Team P&S Metalltechnik. John Mandrysch siegte vor seinem Teamkollegen Dominik Röber, Zwölf Sekunden dahinter gewann Jonas Rutsch vom Lotto-Kern Haus Team den Sprint der Verfolger.

Bereits beim Bundesliga-Auftakt in Düren vor vier Wochen hatte P&S Metalltechnik einen Doppelsieg eingefahren. Damals belegte Mandrysch hinter seinem Teamkollegen Robert Jägeler Rang zwei.

Die Erzgebirgs-Rundfahrt in Einsiedel in der Nähe von Chemnitz zählt zu den topographisch anspruchsvollen Strecken im Bundesliga-Kalender. Vier Runden zu je 42,6 km waren zurückzulegen und bereits in der ersten setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe ab. Doch sie wurde wieder eingeholt, so wie auch weitere Attacken immer wieder vereitelt wurden.

Erst in der Schlussrunde gelang es einer größeren Gruppe, sich erfolgreich abzusetzen. An der letzten Steigung setzte sich Dominik Röber ab, wurde von seinem Teamkollegen Mandrysch aufgefahren. Zu zweit fuhr man dem Ziel entgegen und Mandrysch konnte Röber auf Platz zwei verweisen.

Mit seinem Sieg übernahm John Mandrysch nun auch mit 399 Punkten die Führung in der Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga vor Adrian Rips von Bike Market Team, der 228 Punkte gesammelt und und Christian Koch (LKT Team Brandenburg/225).
In der Mannschaftswertung liegt das Team P& S Metalltechnik mit 60 Punkten vor dem Team Sauerland (40) und dem Herrmann Radteam (37).

„P&S Metalltechnik hat heute wieder eine starke Mannschaftsleistung gezeigt, war stets mit mehreren Fahrern vorn,“ sagte BDR-Vize-Präsident Günter Schabel und lobte auch die Veranstaltung. „Das war heute wieder erstklassig organisiert. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr“, so Schabel.

Die nächste Station der Rad-Bundesliga der Männer ist am 16. Juni die Deutsche Bergmeisterschaft in Linden in der Pfalz. Am kommenden Wochenende treffen sich aber bereits die Frauen und die Nachwuchsklassen zum Bundesliga-Rennen in Dautphe in Hessen.

Maxx Solar-Lindig weiter Tabellenführer der Bundesliga

Franziska Koch (Mexx-Watersley) hat das Rennen der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» der Frauen und Juniorinnen in Dautphe gewonnen. Die 18-Jährige setzte sich im Sprint einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor Carolin Schiff (Maxx Solar-Lindig) und U19-Fahrerin Paula Leonhardt (Team Heuer Brandenburg/SC Berlin) durch.

Die Vorentscheidung fiel in der vorletzten von insgesamt neun Runden (84,6 km), als Franziska Koch zusammen mit Carolin Schiff attackierte. Juniorin Paula Leonhardt schaffte es, das hohe Tempo mitzugehen. Im Endspurt hatte sie keine Chance, dem Antritt Kochs zu folgen, die das Rennen mit deutlichem Vorsprung vor Schiff für sich entschied.

In der Gesamtwertung übernahm Schiff die Spitze in der Frauenklasse und führt nun mit 374 Punkten vor ihrer Teamkollegin Beate Zanner (317) und Lydia Ventker (260). In der Mannschaftswertung führen Maxx Solar Lindig (Frauen) und Heuer Brandenburg/SC Berlin (Juniorinnen). In der Einzelwertung der Juniorinnen übernahm Paula Leonhardt die Führung.

Das Rennen der Junioren (112,8 km) feierte das Team Auto Eder aus Bayern einen weiteren Sieg. Marco Brenner gewann das Duell gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Michel Heßmann (Rose Team NRW). Das Duo konnte sich aus dem Feld absetzen und über eine Minute Vorsprung herausfahren. Den Spurt der verfolger gewann der Hamburger Moritz Plambeck (Team Wipotek).

In der Gesamtwertung liegen jetzt zwei Fahrer des Team Auto Eder, die auch die Mannschaftswertung anführen, vorn: Linus Rosner führt mit 619 Punkten vor Marco Brenner (498).

Weitere Infos und Ergebnisse unter: www.rad-bundesliga.net

Dreimal donnern die Schrittmachermaschinen dieses Jahr im Andreasried

Das ist wieder ein interessantes Steherprogramm, daß das veranstaltende Team Spirit in diesem Jahr den Fans im Erfurter Andreasried anbietet. Dabei setzt der Geschäftsführer Jörg Werner wieder vor allem auf bewährtes und hat die lukrativen Rennen, wie gewohnt, immer Freitags angesetzt. Die Steher werden bei ihren jeweils drei Starts, wie schon in den letzten Jahren, zweimal 25 km und den letzten Lauf als unbekannte Distanz wo die Sportler nicht wissen ob das Rennen 125, 100 oder noch weniger Runde beträgt, um den Sieg kämpfen. Hier werden die letzten zehn Runden mit Glockenschlägen eingeläutet.

Das beginnt am 10. Mai mit der zum zehnte Male ausgetragenen „NOVASIB Stehernacht“,die wie alle Renntage um 18 Uhr beginnt und cirka 120 Minuten dauern wird. Ehrengast ist dabei die Doppel-Olympiasiegerin und vielfache Weltmeisterin Kristina Vogel(Erfurt) sein, die für Gespräche und Autogramme bereit ist. In den Steherpausen wird es um den Nachwuchscup der Thüringer Betriebskrankenkasse gehen.
Beim „Sparkassen Steher Grand Prix“ am 21. Juni werden schon ab 17 Uhr die „Fetten Reifen Rennen“ für unlizenzierte Kinder bis 12 Jahren ausgefahren, ehe ab 18 Uhr die Steher zu Wort kommen. Auch schon traditionell wird mit dem „Goldenen Rad von Erfurt“ um den Großen Preis der WBG Zukunft, einem der ältesten deutschen Steherrennen, und Nachwuchsrwettbewerben sowie musikalischer Unterhaltung am 6. September wieder ab 18 Uhr die Saison beendet. Danach erfolgt auch die Siegerehrung der Gesamtwertung aller drei Erfurter Steherrennen.
Gleich beim ersten Rennen dürfen sich die Steherfans auf die amtierenden Europameister und Lokalmatadoren Franz Schiewer mit Schrittmacher Gerd Gessler(beide Team Spirit Erfurt) freuen, die sich mit den EM-Medaillengewinner des letzten Jahres in Erfurt Reinier Honig(Niederlande) und Daniel Harnisch(Leipzig) duellieren werden. Außerdem wollen der Ex-Europameister Stefan Schäfer(Cottbus), Christian Kos(Niederlande), Robert Retschke(Chemnitz), Christoph Schweizer(Aachen) und Moritz Kaase(Bielefeld) kräftig mitmischen.


Der TRV sprach mit Team Spirit-Chef Jörg Werner über die neue Saison der Steher:

Herr Werner, Sie richten die Steherrennen in Erfurt nun schon einige Jahre aus. Haben Sie mit Ihrem Team für die diesjährigen Rennen schon alle Organisation erledigt?

Wir haben schon viel geschafft. Richtig fertig ist man ja eigentlich immer erst nach den Renntagen wenn alle Büroarbeiten abgeschlossen sind. Danach beginnen gleich die neuen Vorbereitungen.

Gibt es dieses Jahr bei den Rennen was Neues?
Eigentlich kaum. Wir setzen auf unsere lange Tradition und versuchen, einiges zu aktualisieren.

Was könnte das sein?
Es ist uns Schritt für Schritt gelungen den Altersdurchschnitt unserer Besucher zu verjüngen. Außerdem versuchen wir mit unseren Rennen und der dazugehörigen Werbung noch mehr Fans für den Stehersport zu interessieren.

Wie laufen die Renntage bei Ihnen ab?
Es haben sich drei Läufe der Steher pro Renntag seit Jahren bewährt. Da fahren wir zweimal 25 km und das dritte Rennen über die den Akteuren unbekannte Distanz.

Was heißt das?
Das Kampfgericht legt vor dem Start eine Rundenzahl, die den Stehern und Schrittmachern nicht bekannt ist, fest. Wenn das Rennen läuft werden dann die letzten zehn Runden per Glockenschlägen angezeigt und damit ist die wilde Jagd um den Sieg eröffnet. Außerdem bringt in der Mitte jedes Rennens der „Weltbeste Bratwurst-Sprint“ neue Spurtrunden auf die 250m-Piste.

Wie lange dauern Ihre Renntage ?
Wenn wir um 18 Uhr beginnen laufen die Wettbewerbe bis circa 20.00 Uhr.

Ihre Zuschauerzahlen, immer um die jeweils 2000, gehören ja zu den besten in Deutschland, warum?
Wir versuchen, die Rennen gut zu organisieren und den Zuschauern eine kurzweilige Veranstaltung zu bieten. Neben den hervorragenden sportlichen Leistungen gehört da auch mein fleißiges Team, ein gutes Catering, perfekte Ordnungskräfte, ein extra errichteter Kinderspielplatz und eine gute Infrastruktur für die Zuschauer dazu.

Haben sich die Eintrittspreise erhöht?
Nein. Der Normalpreis ist wie seit langen 10,- Euro. Ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten, Senioren ab 65 Jahren, Frührentner, Erwerbsunfähige, Schwerbehinderte und ALG II-Empfänger kosten 7 Euro. Für Kinder bis zum vollendeten 12 Lebensjahr ist der Eintritt frei.

Radsport ist die Leidenschaft von Vera Hohlfeld

Als aktive Radsportlerin gehörte die Erfurterin Vera Hohlfeld (FSV Thuringia) fast ein Jahrzehnt zu den besten Deutschen Fahrerinnen. Neben ihrem vierten Olympiaplatz 1996 beim Straßenrennen in Atlanta war sie Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren auf der Straße und dreimal Deutsche Vizemeisterin beim Straßenrennen und dem Punktefahren auf der Bahn. Dazu feierte die heute 47-Jährige den Sieg bei der zum Weltcup gehörenden Mallorca-Rundfahrt und holte Etappensiege bei den Rundfahrten durch Frankreich, Italien und der Schweiz. Ganz besonders lag ihr die Thüringen-Rundfahrt am Herzen bei der sie neben einem zweiten Gesamtplatz auch sieben Etappen gewann. Der TRV befragte Sie zu ihren aktuellen Aktivitäten als Radsport-Funktionär.

Frau Hohlfeld, seit wann sind Sie die Teamchefin von maxx solar Lindig?
Das habe ich 2012 begonnen und immer wieder das Team mit neuen Fahrerinnen, neuen Sponsoren und neuen Rennen weiter aufgebaut.

Wie kann man das verstehen?
So ein Team verändert sich ständig. Ob es bei den vielen Rennen durch Stürze, mit Überbelastungen oder um Verärgerungen geht, alles wird ausgewertet. Trotzdem kann es am Saisonende auf den einen oder anderen Personalwechsel hinauslaufen.

Warum tun Sie sich diese vielen Probleme über viele Monate im Jahr an?
Radsport ist zu meiner Leidenschaft geworden. Nach meiner eigenen Laufbahn hatte ich das dringende Bedürfnis möglichst viel für den Frauenrennsport zu tun.

Wohnen Sie jetzt wieder in Erfurt und was sagte Ihr Mann und die kleine Tochter dazu?
Ja, wir haben unser Haus in Schmerbach verkauft und wohnen jetzt hier in Marbach. Mein Mann Torsten ist auch sehr sportbegeistert, war selbst Radsportler, unterstützt mich wo er kann und läuft jetzt Halbmarathon. Unsere dreijährige Tochter Antonia Charlott wächst bei uns fast automatisch in den Sport hinein und fühlt sich in der Kinderbekleidung von maxx solar Lindig besonders wohl.

Zurück zu Ihrem Team, wie ist die Truppe besetzt?
Wir haben neun Fahrerinnen der Frauenklasse und eine Juniorin. Das sind aus mehreren Gründen weniger als in den Vorjahren.

Welche Gründe sind das?
Wir hatten im Vorjahr 14 Aktive, das war ein bisschen unübersichtlich und wir konnten nicht allen gerecht werden. Wir hatten über 20 Anfragen und haben uns davon die aktuelle Gruppe ausgesucht.

Wissen Sie schon, welche Rennen Ihr Team bestreitet?
In erster Linie setzen wir auf die Bundesliga mit zehn Rennen. Dabei haben wir aus dem Vorjahr den Einzelsieg von Beate Zanner und mit dem Team den Mannschaftstitel zu verteidigen. Absoluter Höhepunkt ist natürlich die Internationale Lotto Thüringen Ladies Tour, dabei treffen wir als eins der wenigen Amateurmannschaften auf die besten Profis der Welt.

Entschuldigung, kommt die Tour wieder über Erfurt?
In diesem Jahr leider nicht. Der nächste Etappenort aus Sicht der Landeshauptstadt ist diesmal Gotha.

Welche Rennen kommen noch?
Neben den Deutschen Meisterschaften und einigen Etappenrennen in Tschechien, Österreich, Frankreich liegen uns weiter Einladungen vor.

Welche sind Ihre hoffnungsvollsten Fahrerinnen?
Neben Beate Zanner wollen sich Anna Knauer und Gudrun Stock für die Welt- und Europameisterschaften sowie die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Tokio mit dem Bahnvierer oder dem Omnium(Mehrkampf) ins Gespräch bringen.

Wie ist Ihr Fazit jetzt?
Ich habe jetzt meinen Job für das Team erledigt, jetzt sind die Fahrerinnen mit guten Ergebnissen gefragt.

Wie lief das erste Bundesligarennen Ende März im hessischen Einhausen?
Das konnte für uns kaum besser laufen. Beate Zanner feierte im ersten großen Rennen unseren ersten Sieg der von Carolin Schiff(3.) und Anna Knauer(15.) komplettiert wurde. Damit gewannen wir auch dei Mannschaftswertung mit 30 Punkten vor der RSG Placeworkers(25) und d. Velop Ladies(21).

Radsport unter den Thüringer Sportfachverbänden die Nummer eins

Delegierte der Hauptversammlung des Thüringer Radsport-Verbandes in Bad Blankenburg ziehen erfolgreiche Bilanz.

Acht Athleten bei Weltmeisterschaften, drei bei Euro­pa­meis­ter­schaf­ten, zwei bei der U23 WM, neun bei der JWM und sechs bei der JEM – eine beeindruckende Bilanz für den Thüringer Rad­sport, auf die Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des Lan­des­sport­bun­des Thüringen, in seinem Grusswort auf der Ver­bands-Haupt­ver­samm­lung des Thüringer Radsport-Ver­ban­des in der Landessportschule des LSB in Bad Blan­ken­burg verweisen konnte.

„In der Vergangenheit hatten wir immer darauf verwiesen, dass der Radsport in Thüringen mit Abstand die Nummer eins in den Sommersportarten im Freistaat ist. Heute kann ich mit Freude sagen, der Radsport ist unter allen Sportverbänden in Thüringen in­zwi­schen die Nummer eins – zusammen mit dem Bob-& Schlittenverband“, betonte Rolf Beilschmidt.

Schon eingangs der Mitgliederversammlung konnte Knut Wes­ser, der den Bericht des Präsidiums vortrug, von einer er­folg­rei­chen Bilanz im Nachwuchsradsport berichten: 17x Gold, 16x Silber und 18x Bronze. Somit ist Thüringen im Radsport, sei es auf der Straße, der Bahn, in der Halle oder im Gelände, sehr gut aufgestellt und bietet im Leistungs- wie auch im Breitensport beste Bedingungen.

Doch es gab nicht nur Erfolge und Freude, leider auch Schatten, ja Bestürzung. „Der Thüringer Radsport insbesondere, aber auch die gesamte internationale Radsportwelt musste mit Be­stür­zung zur Kenntnis nehmen, dass bei Kristina Vogel nach ihrem verheerenden Unfall am 26. Juni 2018 auf der Rad­renn­bahn in Cottbus, wo sie im Training mit einem anderen Sportler kollidierte, eine Querschnittslähmung zur Gewissheit wurde“, so Knut Wesser.

Kristina Vogel, so der amtierende TRV-Präsident, „die er­folg­reichs­te Thüringer Radsportlerin, die maßgeblichen Einfluss auf die positive Thüringer Erfolgsbilanz hatte, wird uns im Wett­kampf­ge­sche­hen auf den Radrennbahnen dieser Welt fehlen. Gleichwohl glaube ich, glauben wir alle an Kristina, die wir mit Sicherheit irgendwann im aktiven Sport wiedersehen werden.“

Positiv fällt auch die Mitgliederentwicklung gegenüber 2017 im Verband aus. Derzeit sind 2.274 Mitglieder (höchster Wert seit 2006, seitdem +25 %) in 79 Vereinen (+1 Verein) organisiert, da­run­ter 590 Kinder und Jugendliche (+27). Die Grundlage für die Erfolge sieht der Verband unter anderem in den Bemühungen und Investitionen für Bildung. So gab es neun Bildungsveranstaltungen, mit insgesamt 116 Teilnehmern, 139 Lehreinheiten und 13 neu vergebenen Trainer- bzw. Kom­mis­särs­lizenzen!

Beeindruckend ist auch die Bilanz der Thüringer Radsport-Jugend. Vier Maßnahmen mit  155 Teilnehmer wurden dabei mit Unterstützung der Thüringer Sportjugend durchgeführt. Erwähnenswert ist hierbei das Engagement für die Inklusion im Radsport.

Ungelöst weiterhin bleibt die Besetzung der Funktion des TRV-Präsidenten nach dem Rücktritt von Uwe Jahn Ende des Jahres. Die verbleibenden Präsidiumsmitglieder arbeiten motiviert weiter, womit gesichert wurde, dass der TRV immer hand­lungs­fähig, das Präsidium immer beschlussfähig war und auch bis zur Wahl eines neuen Prä­si­den­ten hand­lungs­fähig sein wird. Das Präsidium versteht die Änderung der Personalie aber auch als Chance, Arbeitsabläufe und die Kommunikation zu verändern. Als Beitrag zur Senkung der Kosten für die allgemeine Ver­bands­arbeit werden künftig die Präsidiumssitzungen teilweise im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt.

Zum sensiblen Thema Dr. Mark Schmidt führte Knut Wesser aus: „Seit 2015 wurden unsere D-Kader sporttauglich un­ter­sucht. Es bestanden keine vertraglichen Regelungen zwi­schen dem TRV und der Praxis Frau Dr. Heidrun Schmidt. Das Angebot einer leistungsdiagnostischen Betreuung wurde sei­tens des Verbandes strikt abgelehnt. Dopingprävention heißt im TRV, dass dieses Thema ein fest verankerter Teil in der Trai­ner­aus­bil­dung ist! Dopingprävention ist permanent ein Thema in unseren Jugendbildungsmaßnahmen und dies unabhängig von der Rad­sport­disziplin. Auch die Anti-Doping-Beauftragte Melanie Lenk ist eine kompetente Ansprechpartnerin in der Prä­ven­tions­ar­beit mit Kindern bis zu hin zu den Erwachsenen, aber auch was die Durchführung von Tests angeht.

Harmonisch liefen die Abstimmungen zu den TRV-Finanzen ab. Der positive Jahresabschluss 2018 wurde genehmigt, das Präsidium entlastet und der Haushaltsplan für das Jahr 2019 mit einem Budget von knapp 750 T€ bestätigt.

Im Rahmen der Verbands-Hauptversammlung wurden mehrere Radsportler für ihr ehrenamtliches Wirken geehrt. Die bisher höchst-vergebene Auszeichnung erhielten Brigitte Benkel als Koordinatorin Kunstradfahren im TRV sowie Herbert Diedrichs für seine Arbeit im RSC Waltershausen Gotha und der Organisation der TMP-Tour. Die Ehrenplakette in Bronze erhielten BDR-Kunstradfahr-Kommissärin Anja Eckstädt und TRV-Rennsport-Kommissär Harald Fiebig. Ehrennadeln erhielten Nicole Zierenner, Johanna Seidenbecher und Björn Stiller.

Das Präsidium bedankte sich bei allen Mitgliedern, die sich um die Entwicklung und Förderung des Radsports, ob im Haupt- oder Ehrenamt, verdient gemacht haben. „Organisierter Sport kann nicht nur konsumiert werden. Wer Sport treiben will, muss sich auch mit einbringen!“, heißt es dazu im Bericht. Ein­ge­schlos­sen in den Dank sind auch alle Unterstützer des Thüringer Rad­sports.

Die vielen Erfahrungen erfolgreich weiter gegeben

Der ehemalige Thüringen-Rundfahrtsieger Steffen Uslar ist Trainer beim TRV

Der Thüringer Radsportnachwuchs profitiert von gut ausgebildeten Trainern, die teilweise selbst als Rennfahrer in jüngeren Jahren, bei diesem harten Sport auf der Straße oder der Radrennbahn reichlich Erfahrung gesammelt haben. Einer der erfolgreichen Renner früherer Jahre ist Steffen Uslar (RSC Turbine Erfurt).

Uslar, der in Radsportkreisen nur „Ussi“ gerufen wird, stammt aus Kühnhausen und begann 1977 bei ZBO Elxleben unter dem jahrzehntelangen verdienten Trainer und Funktionär Horst Lehmann mit zehn Jahren seine Radsportlaufbahn. Als mehrfacher Spartakiadesieger und Meister auf Kreis- und Bezirksebene bei Straßen- und Bahnrennen wurde er sechs Jahre später zum SC Turbine Erfurt unter dem späteren Landes- und Bundestrainer Helmut Taudte delegiert. Dort eroberte er bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft in Bulgarien mit dem DDR-Vierer auf der Straße über 70 Kilometer den Sieg vor der starken Sowjetunion und Polen seinen ersten größeren Erfolg. Bei den Junioren war Uslar Prologsieger der Dusika-Tour durch Österreich und wurde Zweiter in der Gesamtwertung. Als DDR-Meister im Punktefahren auf der Winterbahn wurde er auch DDR-Vizemeister auf der Straße beim bergigen „Rund um die Landeskrone“ in Görlitz im Spurt knapp hinter Bert Dietz(Leipzig).
Beim Wechsel in die Männerklasse 1988, dabei fuhren auch die Erfurter Turbine-Clubkameraden Olympiasieger und Weltmeister Mario Kummer und Maik Landsmann, war für „Ussi“ natürlich eine weitere Leistungssteigerung notwendig. Dabei schaffte er mit der DDR-Auswahl zwei Teilnahmen an der Kuba-Rundfahrt und gewann die schwere Erzgebirgsetappe der DDR-Rundfahrt. Nach dritten Plätzen 1993 in der Gesamtwertung der leider nicht mehr existierenden Thüringen-Rundfahrt, damals noch der Eilte, hinter Alexander Kastenhuber(Bayern) und Bert Dietz(Leipzig) und dem Klassiker „Rund um den Henninger Turm“ in Frankfurt/Main schlug ein Jahr später seine große Stunde vor dem Schloss in Gotha: Uslar gewann mit der letzten Etappe auch die Gesamtwertung der längsten Thüringen-Tour der Elite über 1000 Kilometer vor Jens Zemke(Wiesbaden) und Thomas Liese(Leipzig). Mit wiederum einen dritten Rang bei der Bergwertung der Griechenland-Rundfahrt beendete er dann 1998 seinen aktiven Laufbahn.
Nach seiner Ausbildung zum Reha- und Fitnesstrainer arbeitete „Ussi“, ohne seine Rennmaschine jemals zu vernachlässigen, fast 15 Jahre im Studio Fit-in in Elxleben, ehe er 2013 beruflich zum Radsport zurück fand. Beim Thüringer Radsport Verband(TRV) ist er für die U17 und U19, jeweils den weiblichen Bereich, als Trainer verantwortlich und dabei fährt der 49-Jährige beim Straßentraining immer mal wieder eine 40 bis 60 km-Runde auf dem Rad selber mit. Von seinen Schützlingen gehört Friederike Stern(RV Elxleben) als Gesamtsiegerin der Jugendsichtung des BDR auf Straße und Bahn 2017, Vierte der Europäischen Jugendspiele im Einzelzeitfahren in Ungarn, mehrfache Deutsche Jugendmeisterin, Sechste der Junioren-Weltmeisterschaft mit dem 4000m-Bahnvierer in Aigle(Schweiz) und den Bronzemedaillen bei der Junioren-Europameisterschaft im Vierer und dem Omnium zu den Erfolgreichsten. Auch Lena Reißner(SSV Gera) schaffte als Deutsche Meisterin mit dem Vierer und den zweiten DM-Plätzen im Einzelzeitfahren und dem Omnium den Sprung zur Junioren-Weltmeisterschaft und fuhr dort mit dem Vierer mit 4:39,831 Minuten einen neuen Deutschen Rekord auf Platz sechs. Hoffnungsvoll ist auch die aus Magdeburg stammende Dorothea Heitzmann(RSC Turbine Erfurt). Als Deutsche Meisterin mit dem Vierer und DM-Silber im Einzelzeitfahren und im Omnium schaffte sie den Sprung zur Junioren-Weltmeisterschaft auf der Straße in Innsbruck im Vorjahr.

Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga geht in die…

Am kommenden Wochenende (30./31.03.) geht die „Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ in ihre neue Saison. In vier Rennkategorien, Männer, Frauen, Juniorinnen und Junioren kämpfen Deutschlands Top-Fahrer zwischen März und September um den Gesamtsieg dieser prestigeträchtigen Rennserie, die seit Jahren große Rennfahrer hervorbringt. Ob John Degenkolb, Christian Knees oder Tony Martin, sie alle haben ihre ersten Erfolge in der Bundesliga gefeiert.

25 Mannschaften haben in der Eliteklasse der Männer für die Bundesliga 2019 gemeldet. Die Top-Teams aus dem Jahr 2018 sind weiterhin dabei und werden auch wieder die Rennen bestimmen. Das Koblenzer Team Lotto-Kern Haus will erneut nach dem Sieg in der Mannschaftswertung greifen. Aber von Jahr zu Jahr wird das schwieriger, weil Mannschaften wie das Radteam Herrmann, Dauner, Heizomat-rad-net.de oder P&S Metalltechnik stärker geworden sind. In der Einzelwertung hatte P&S im letzten Jahr schon die Nase vorn: Philipp Walsleben siegte 2018 vor dem Koblenzer Jonas Rutsch und Christopher Hatz vom Team Herrmann. Neben den deutschen Teams sorgen Mannschaften aus Luxemburg, den Niederlanden und aus Litauen für internationales Flair und stärkere Konkurrenz.

Bei den Junioren gehört das Team Auto Eder aus Bayern, 2018 souveräner Gesamtsieger der Nachwuchsliga, auch 2019 zu den Favoriten. Wipotech Rheinland-Pfalz, das Schwalbe Team Sachsen, sowie die LV Mannschaften aus Berlin und Thüringen und das Holczer-Team sind die Jäger. Als neues Team präsentiert sich u.a. das von Sky-Profi Christian Knees unterstützte Team Dr. Joseph Billigmann. Bei der Teampräsentation der Mannschaft machte Knees noch einmal deutlich, wie wichtig die Bundesliga und die BDR-Sichtungsrennen für seine persönliche Entwicklung waren. „Ohne diese Rennen wäre ich nicht so weit gekommen“, sagte der Sky-Profi.

Das freute besonders BDR-Vize-Präsident Günter Schabel. „Der Stellenwert der Bundesliga ist ungebrochen. Sie ist das Fundament, auf dem wir den Leistungssport auf der Straße aufbauen,“ sagt Schabel, der wieder ein sehr gutes Meldeergebnis verzeichnen konnte. „Die Meldungen sind nahezu überragend. In Düren (Auftakt zur Männerserie) mussten wie einigen holländischen Mannschaften absagen, weil wir sonst zu viele Fahrer am Start gehabt hätten.“

Den Aufwärtstrend speziell in der Männerklasse sieht Schabel auch in der Deutschland-Tour begründet. Weil die zwei besten Mannschaften ein Startrecht bekommen, ist der Kampf um die Punkte größer geworden. „Die Deutschland Tour hat uns noch einmal einen Schub gegeben.“
Bei den Frauen stehen sieben Mannschaften am Start. Neu hinzugekommen ist das Team Igos um Bahn-Nationalfahrerin Lisa Küllmer, die mit zwölf Fahrerinnen die stärkste Mannschaft stellen. Nur das Team Stuttgart bringt genauso viele Fahrerinnen an den Start, während Belle Stahlbau mit drei Athletinnen die kleinste Mannschaft ist.

Bei den Juniorinnen haben sechs deutsche Teams gemeldet. Das sind zwei mehr als noch vor einem Jahr.

Die Bundesliga 2019 startet am kommenden Wochenende in Einhausen mit dem Traditionsrennen Rund um den Jägersburger Wald. Dort gehen allerdings nur die Junioren, die Frauen und die Juniorinnen an den Start. Für die Männerklasse beginnt die Liga am 7. April beim Eifelklassiker Rund um Düren und endet nach neun Wettbewerben am 22. September in Neheim. Das Abschlussrennen am Bilster Berg fällt 2019 weg.

Die Frauen und Juniorinnen, die erstmals ein identisches Rennprogramm bestreiten, gehen in diesem Jahr neben einigen Traditionsrennen wie Merdingen und Karbach erstmals in Dautphe an den Start und haben wieder einige Bahnrennen in Programm. Neben Oberhausen zählen die Deutsche Bahnmeisterschaft in Berlin und ein Bahnrennen in Darmstadt zur Bundesliga 2019. Für die weiblichen Rennklassen endet die Liga am 15. September mit einem Straßenrennen in Sebnitz.

„Wir konnten überwiegend auf erfahrene und langjährige Veranstalter zurückgreifen. Das gibt uns Planungssicherheit und zeigt auch, dass die Ausrichter mit der Liga zufrieden sind und uns gern unterstützen“, sagt Schabel.

Reinhard Schulze erhält die Silberne Ehrenplakette des TRV

Reinhard Schulze (SSV Gera) erhielt am Rande des Sponsorenabends der Ostthüringen Tour die Ehrenplakette des Thüringer Radsport-Verbandes in Silber – die bisher höchste Ehrung, die im TRV bisher vergeben wurde. Die Ehrung führte Knut Wesser – amtierender Präsident des TRV – durch.

Reinhard Schulze ist seit 1993 Geschäftsführer des SSV Gera 1990 e.V. In dieser Funktion steht der den Mitgliedern, dem Präsidium des Vereins und der Trainerschaft immer fest zur Seite.

Reinhard hat einen wesentlichen Anteil an den Erfolgen des SSV Gera. Er verantwortet die Pressearbeit, koordiniert die Beratungen im Verein, kümmert sich um die Statistiken, und auch um die Lizenzbeantragungen und organisiert die Finanzverwaltung. Kurzum: Er macht das, was eigentlich keiner im Verein gerne machen will. Dazu trifft man ihn täglich auf der Radrennbahn an. Seine kommunikative Art und seine Bereitschaft, jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen aller zu haben, ist dabei Motor für seine Anerkennung und den Erfolg. Seine exakte Arbeitsweise, seine Ausdauer und seine Bereitschaft zu entscheiden, helfen dabei.

Unvergessen bleibt sein Engagement nach dem Elster-Hochwasser 2013, nachdem er in Kleinstarbeit alles überfluteten Dokumente aus der Geschäftsstelle rettete. Auch der Umzug dieser auf die Radrennbahn verlief danach größtenteils unter seiner Regie.

Reinhard Schulze ist stets an einer Zusammenarbeit mit den anderen Radsportvereinen interessiert. So unterstützt er beispielsweise auch die Radfahrer des RFK Solidarität Gera. Darüber hinaus ist Reinhard immer Teamplayer unter den Ehrenamtlern im SSV Gera, er selbst übernimmt dabei gern die Integration junger Menschen in die Sportstrukturen des Vereins.

In seiner Funktion als Geschäftsführer koordinierte er fast 17x die Austragung der OstthüringenTour. Außerdem ist er verantwortlich für die Organisation von mindestens 200 Bahnrad-Veranstaltungen auf der Geraer Piste. Zudem leitete er die Organisation bei unzähligen Landesmeisterschaften auf der Straße.