Aktuelles
Schwer gestürzter Fabian Käßmann kämpft sich ins Leben zurück
Am 1. Juni 2019 hat sich das Leben von Fabian Käßmann, unserem jungen 20-jährigen Thüringer Radsportler auf tragische Weise verändert. Auf der Schlussetappe einer Rad-Etappenfahrt in Luxembourg stürzte Fabian bei rund 60 Stundenkilometern und zog sich gravierende Kopfverletzungen zu. Dass er diesen schlimmen Unfall überlebte, grenzt an ein Wunder. Nach unzähligen Operationen und 4 Wochen im künstlichen Koma, befindet sich Fabian nun auf einem sehr langen und beschwerlichen Weg mit einer speziellen Reha. Dieser Weg ist jetzt natürlich sehr lang und die Schritte sind zunächst vergleichsweise winzig. Sprechen, Konzentrieren, Bewegen und all dies wieder gleichzeitig zu koordinieren ist das große Fernziel! Der Thüringer Radsportverband wünscht Fabian viel Kraft auf seinem schweren Weg und drückt ihm ganz fest die Daumen, dass es ihm baldmöglichst wieder besser geht.
Das Team von Fabian Käßmann, P&S Metalltechnik, hat für ihn zur Unterstützung eine Spendenaktion ins Leben gerufen.
Klein wird Fünfte im WM – Zeitfahren
Lisa Klein und Lisa Brennauer haben bei den Weltmeisterschaften in Yorkshire ein glänzendes Zeitfahren hingelegt. Klein beendete den 30,3 km langen Kampf gegen die Uhr, der von viel Regen begleitet war, auf Platz fünf, Lisa Brennauer wurde Zehnte. Am überlegenen Sieg der US-Amerikanerin Chloe Dygart konnten Beide nicht kratzen. Silber und Bronze gingen an die Niederländerinnen Anna Van der Breggen und Titelverteidigerin Annemiek van Vleuten.
„Ich habe erwartet, dass sie um den Titel mitfährt,“ sagte Brennauer im Ziel in Harrogate. „Das war schon eine andere Liga, aber ich bin total glücklich mit meinem zehnten Platz. Ich wollte in die Top-Ten und das habe ich geschafft“, strahlte die Allgäuerin, die keinen Respekt vor der technisch anspruchsvollen Strecke hatte. „Wegen des Regens bin ich nicht langsamer gefahren“, lachte Brennauer, „aber zum Schluss ging mir die Puste aus. Ich musste unterwegs viel gucken, den Kopf öfter heben, da war ich wohl nicht so aerodynamisch unterwegs.“
Lisa Klein beschrieb den Beginn ihres Rennens als „Blindflug.“ „Ich bin erst gar nicht ins Rennen gekommen, mein Visier war beschlagen, ich habe nichts gesehen, es war, als würde ich auf einer Wolke fahren. Nach sieben Kilometern habe ich das Visier einfach weggeworfen“, erzählt sie.
Und danach lief es: „Ich bin vielleicht zu langsam gestartet, weil ich großen Respekt vor dem Finale hatte. In der letzten Abfahrt konnte ich mich fürs Finale noch mal ein wenig erholen. Nur zwei Sekunden fehlten zum vierten Platz, aber das hätte sie auch nicht glücklicher gemacht. „Dann hättest du dich geärgert, dass es nicht zur Medaille gereicht hat“, meinte Ronny Lauke ihr Coach beim Team Canyon SRAM.
Klein und Brennauer konnten mit ihren guten WM-Ergebnissen zwei Startplätzen für das Olympische Zeitfahren für den Bund Deutscher Radfahrer in Tokio im nächsten Jahr sichern. „Das war ein wichtiges Ziel,“ meinte Sportdirektor Patrick Moster.
TRAINERFÖRDERUNG 2019 – für Sprinttrainer Sascha Jäger
Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer
am Herzen liegendes Thema in einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer
verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte
der Vorstand der Stiftung elf Nachwuchstrainer für diese dotierte
Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende
Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese
Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im
leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung
an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der
Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein
zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände
gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung
aufbringen.“ sagte Rolf Beilschmidt, 2. Vorsitzender der Stiftung in
seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.
Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den
Laudatien, die teilweise von ehemaligen Athleten oder Trainerkollegen
gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des
Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer,
„Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe
gefragt. Der Trainer ist dabei sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über
dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz. Seit Gründung
der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den
Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten
aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt.
Insgesamt wurden einschließlich der heute Geehrten insgesamt 65 Trainer
ausgezeichnet.
Folgender Radsport – Nachwuchstrainer wurde geehrt:
Radsport: Sascha Jäger – Trainer am LLZ Erfurt, U17/U19 Kurzzeit
Laudator Manfred Wandersleb, ehemaliger Landestrainer
Radkriterium Greiz
Alle Ergebnisse zum Radkriterium in Greiz.
Bundesliga-Finale im Sauerland
Der Thüringer John Mandrysch hat das Führungstrikot das Rad-Bundesliga noch abgeben müssen.
Das Bundesliga-Finale im Sauerland war nochmal ein richtiger Kracher. Die Männerfahrer mussten 150 Kilomter mit knapp 2500 Höhenmeter absolvieren. Der Thüringer John Mandrysch (Team P&S Metalltechnik) hatte vor dem Start noch mit 12 Punkten vor seinem größten Konkurrent Jonas Rutsch (Team Lotto Kern-Haus) geführt. Das Team P&S Metalltechnik setzte alles daran, dass John Mandrysch die Rad-Bundeliga gewinnen kann. Jonas Rutsch hingegen probierte das komplette Gegenteil. Rutsch ging gleich in die Gruppe des Tages und kurz bevor die Spitzengruppe vom Feld angeführt von P&S wieder eingeholt wurde, attackierte Rutsch erneut und kam als Solist ins Ziel. Damit hat Rutsch nicht nur das Rennen gewonnen, sondern nahm Mandrysch noch das Führungstrikot ab.
Jonas Rutsch (Team Lotto Kern-Haus) gewinnt die Rad-Bundesliga mit 1085 Punkten vor John Mandrysch (Team P&S Metalltechnik) mit 916 Punkten und Christopher Hatz (Herrmann Radteam) mit 757 Punkten.
Die Gesamtmannschaftswertung gewann das Herrmann Radteam vor Team Lotto Kern-Haus und Team P&S Metalltechnik.
WM Silber in der Mixed – Staffel
Am Sonntag dem 22.09.2019 hat der erste Wettkampf der diesjährigen Straßen – WM in Yorkshire stattgefunden.
Hierbei konnte die Deutsche Mixed – Staffel die Silbermedaille hinter den starken Niederländern und vor Großbritannien gewinnen. Am Start für die Deutsche Nationalmannschaft war unteranderem Lisa Klein. Sie freute sich zusammen mit Lisa Brennauer, Mieke Kröger, Jasha Sütterlin, Nils Politt und Tony Martin über die Silber Medaille.
Bundesliga-Finale im Sauerland
Die Sauerland Rundfahrt beendet am Sonntag die wichtige nationale Rennserie der Männer. Gestartet wird um 11:15 Uhr in Neheim. Das Ziel liegt nach 147 Kilometern am Kahlen Asten in Winterberg. Dazwischen liegen der Hirschberger Wald und die Bergwertungen „Zum Odin“ (km 73) und der „Rochus Kapelle“ (km 98).
Spitzenreiter der Liga ist derzeit John Mandrysch von P&S Metalltechnik, der mit zwölf Punkten Vorsprung auf Hauptkonkurrent Jonas Rutsch (Team Lotto Kern Haus) die Tabelle anführt. Dritter ist Christopher Hatz vom Herrmann Radteam. In der Mannschaftswertung liegt das Herrmann Radteam mit 163 Punkten auf Platz 1 vor P&S Metalltechnik (156) und dem Team Sauerland NRW p/b SKS Germany (146).
Die Abstände sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung sind aber so knapp, dass die Entscheidung über den Gesamtsieg erst im Finalrennen fallen wird.
Das Bundesligafinale der Junioren wird ihm Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft in Eslohe im Sauerland ausgetragen. Der Start erfolgt am Samstag um 12:00 Uhr, der Zieleinlauf wird nach 85 Kilometern gegen 14:30 Uhr erwartet.
Friederike Stern und Lisa Klein für die Straßen WM…
Wir freuen uns besonders, dass es auch Sportlerinnen aus unseren Reihen geschafft haben, vom BDR nominiert zu werden. Friederike Stern, die in diesem Jahr schon Deutsche Straßenmeisterin in der Klasse u19 weiblich werden konnte, wurde für das am 27. September 2019 stattfindende Straßenrennen der Juniorinnen über 92 Kilometer nominiert.
Außerdem vom BDR nominiert wurde Lisa Klein. Sie gewann bei der Straßen – EM in der Mixed Staffel und im Einzelzeitfahren die Silbermedaille sowie im Straßenrennen Bronze. In Yorkshire startet sie ebenfalls wieder in diesen drei Disziplinen und hofft auf weitere Medaillen.
Wir drücken den Deutschen Sportlerinnen und Sportlern die Daumen, vor allem unseren beiden Thüringer Mädels.
Fahrradtag der Geraer Schulen
Am 10. September fand der 2. Fahrradtag der Geraer Schulen statt. Organisiert wurde dieser Tag vom SSV Gera 1990 gemeinsam mit dem Karl Theodor Liebegymnasium (Gera) und dem Schulamt Ostthüringen. Unterstützt wurde diese Veranstaltung von der Sparkasse Gera-Greiz, der Radwelt Gera, den Maltesern, der Verkehrswacht Gera und weiteren Förderern.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb, der sich davon überzeugen konnte, dass alle hellwach sind und sicher mit ihrem Rad den Weg zur Schule gefunden hatten. „Ich wünsche mir, dass das, was ihr heute alles erfahrt und lernt, dazu beiträgt, dass nicht nur heute Fahrradtag ist, sondern auch morgen und an den anderen Tagen“, so der Rathauschef. Und weiter: „Radfahren zur Schule ist hilfreich, um sich frühzeitig gut im Straßenverkehr zurechtzufinden und es trägt zugleich dem Umweltgedanken Rechnung.“ Worte, die Christian Magiera als Vertreter des Thüringer Radsport-Verbandes nur unterstreichen konnte.
An sechs Stationen konnten die Fünft- und Sechstklässler ihr Können mit dem Fahrrad testen sowie Wissenswertes erfahren und auffrischen.
Dirk Reinhold von der Verkehrswacht machte die Probe aufs Exempel. So galt es von den Schülern einen Fragebogen zu bearbeiten, darunter auch mit Fragen, die ansonsten Fahrschüler bei der Prüfung beantworten müssen.
Zu Beginn übergab eine Schülergruppe von der Dix-Regelschule an Ralf Zöller als Staffelstab symbolisch eine Luftpumpe, die dann 2020 an den Ausrichter des 3. Fahrradtag der Geraer Schulen weitergereicht wird.


