Aktuelles

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Ein Steher-Weltmeister und ein Schrittmacher-Europameister

Im Andreasried wurden 14 neue Schrittmacher ausgebildet

Den zahlenmäßigen Erfolg der Teilnehmer kann sich diese Zeitung auf ihre Fahnen schreiben. Einstimmig sagten die Erfurter Teilnehmer, dass sie über die Vorschau in dieser Zeitung auf den Lehrgang aufmerksam wurden und sich zur Ausbildung angemeldet haben.

Es war eine gute Entscheidung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) den Lehrgang in Erfurt mit den perfekt laufenden Schrittmachermaschinen durchzuführen. Dann ging es an zwei Tagen auch mit Theorie und Praxis unter Leitung des Ex-Schrittmacher Europameisters Gerd Geßler (Erfurt) und Ex-Steher Weltmeisters Rainer Podlesch (Berlin) schnell zur Sache

Dabei hatten die zehn Schrittmacherkandidaten zunächst erheblichen Probleme die 500er-Hondas durch die Steilkurven zu steuern. Nach vielen Hinweisen der beiden Experten, dabei wurden auch Starten und Anfahren, das Annehmen der Steher nach dem Start, Überholsituationen, die letzten Runden nach dem Rennen ohne Steher sowie Materialpflege trainiert. Danach gewöhnten sich die Kandidaten langsam an die Schrittmachermaschinen die mit einem normalen Motorrad nicht zu vergleichen sind.

Für den Dernyschein interessierten sich vier weiteren Sportler. Dernys sind mopedähnliche Maschinen mit einem 80ccm Puch-Motor die etwa 75 km/h Spitzengeschwindigkeit entwickeln können. Diese Maschinen, haben kein Rollengestänge, sondern die Radfahrer müssen, auf normalen Bahnrädern, am Schutzblech der Maschinen den besten Sog suchen.  Dernys werden meist im Rahmen von Sechstagerennen in den Hallen und auch bei Straßenwettbewerben eingesetzt.

Den erfreulichen Abschluss brachten die Prüfungen am Ende des Lehrganges. Christian Magiera (Gera), UCI-Kommissär und Technischer Direktor des BDR sowie früher jahrelanger Geschäftsstellenleiter des Thüringer Radsport Verbandes konnte allen Teilnehmern nach erfolgreichen Prüfungen ihre Lizenzen überreichen.

Volker Brix

Fotos: Die Erfurter von links Rico Brüsch (46 Jahre), Jens Oehmke (58) und Mario Czogalla (46) werden von Rainer Podlesch (Zweiter von links) und Gerd Gessler (daneben) in die Hondas eingewiesen.

Hinweise zur Athletiküberprüfung am 25.02.2023

Liebe Vereine,

 

aus gegebenen Anlass hier noch ein paar wichtige Hinweise zu o.g. Veranstaltung.

An diesem Tag findet in der Arena ein Regionalligaspiel mit erhöhten Sicherheitsregeln statt.

 

Deshalb ist am 25.02.2023 die Zufahrt und das Parken von Fahrzeugen in der Stadionallee (zwischen Leichtathletik- und Eishalle) und in der Mozartallee verboten!

Widerrechtlich geparkte Fahrzeuge werden abgeschleppt!

 

Bitte sucht euch außerhalb der genannten Straßen einen Parkplatz für eure Fahrzeuge, z.B. auf dem P+R Parkplatz an der Thüringenhalle, in der Johann-Sebastian-Bach-Straße oder in angrenzenden Straßen, wo dies gestattet ist.

Der Haupteingang in die Leichtathletikhalle ist vor unserer Veranstaltung nutzbar.

 

Weitere Informationen erhaltet ihr vor Ort.

Trauer um Radsportlegende Gerald Mortag

Der Thüringer Radsport-Verband und die Radsportwelt trauert um einen großen Radsportler, Trainer und Freund.

Mit großer Erschütterung haben wir vom Tode Gerald Mortags erfahren.

Gerald war ein ehemaliger ehrgeiziger und talentierter Radsportler, der gemeinsam mit vielen Teamkollegen schon frühzeitig in der Weltspitze ankam. Er hat sich in seinem aktiven Sportlerleben der Härte des Bahnradsports gestellt und konnte so mehrere nationale und internationale Titel erringen. Viele DDR-Meister und Weltmeistertitel sowie Olympia-Silber in der 4000 m Mannschaftsverfolgung 1980 in Moskau prägen seine stattliche Erfolgsbilanz.

Aber auch nach seiner aktiven Karriere ging er dem Thüringer Radsport nicht verloren. Seine zweite Karriere begann Gerald 1985 als Trainer. Und wie es von ihm nicht anders zu erwarten war, erlangte er nach einem erfolgreichen Studium an der DHFK Leipzig das Trainerdiplom und somit das Rüstzeug für seine neue verantwortungsvolle Tätigkeit.

Anfangs als Sportlicher Leiter beim Team Köstritzer, führte er bis 2009 gemeinsam mit Jens Lang das Thüringer Energieteam.

Bis zu seinem Tod am 30. Januar 2023 war er als Trainer und Stützpunktleiter beim Thüringer Radsport-Verband tätig.

Auch hier war er sehr erfolgreich, zählten doch unter anderem solche erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, wie Tina Liebig, Jens Lehmann, André Greipel, John Degenkolb, Eric Baumann, Sebastian Siedler, Andreas Schillinger, Marcel Barth und Robert Retschke zu seinen Schützlingen.

Gerald war ein geschätzter Kollege und Freund im Trainerteam, auf dessen Erfahrung und Unterstützung man immer zählen konnte.

Besondere Herzenssache war die sportliche, aber auch persönliche Entwicklung seiner ihm anvertrauten Nachwuchsschützlinge. Die Kinder und Jugendlichen fanden in ihrem Trainer Gerald einen geachteten, von Empathie geprägten Menschen, der auch immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme hatte. Sie dankten es ihrem Vorbild mit Disziplin, Ehrgeiz und sportlichen Erfolgen.

Wir alle verlieren mit Gerald einerseits eine herausragende Führungsperson in unserem Trainerteam, andererseits und das wiegt viel schwerer, einen sportbegeisterten Menschen und Freund.

Wir werden uns stets gern an ihn erinnern und sein Andenken bewahren.

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie und den Angehörigen, denen wir viel Kraft in ihrer Trauer wünschen.

 

Präsidium des Thüringer Radsport-Verbandes

Einladung der Thüringer Radsportjugend

Liebe Radsportfreunde,
liebe Jugendwarte,
liebe Vertreter der Thüringer Radsportvereine,


wir laden alle Interessierte und junge Engagierte zu dem nächsten Treffen zum Thema „Jugendarbeit im Thüringer Radsport-Verband e.V.“ ein.
Die Veranstaltung wird am Dienstag, den 28.02.2023 um 18:30 Uhr online stattfinden. Die Zugangsdaten für den Termin erhaltet ihr nach Zusage per E-Mail.
Themen:
1. Jugendarbeit im Thüringer Radsport-Verband e.V.
2. Wahl des Jugendvorstandes 2023 – Wir suchen euch!
3. Ideen für die weitere Jugendarbeit in der Thüringer Radsportjugend


Bitte meldet Euch bis zum 23.02.2023 per E-Mail an kerndt@radsport-thueringen.de an.
Die Einladung dürft und sollt ihr an alle Interessierten in euren Vereinen weiterleiten.
Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Mit sportlichen Grüßen
Paula Kerndt                                                     Petra Franke

Vorsitzende der Thüringer Radsportjugend      stellvertretende Vorsitzende

Verbandstag findet am 29.04.2023 statt

Der Verbandstag des TRV e.V. wird für den 29.04.2023, 09:30 Uhr, nach 07422 Bad Blankenburg (Landessportschule), Wirbacher Str. 10 einberufen.

Durch den Radsport wurde er zu „Atsche“ und wird…

Sein bürgerlicher Name ist Manfred Adelmeyer. Seinen Kosenamen „Atsche“ hat er wohl seit über sieben Jahrzehnten dem Radsport, wo er sich in verschiedenen Disziplinen bewährte, zu verdanken.

Mit 14 Jahren begann „Atsche“ 1951 in der damals jüngsten Altersklasse der „kleinen Jugend“, das waren die 14- bis 16-Jährigen. Mit seiner ausgeprägten Spurtschnelligkeit gewann er für die Erfurter Vereine Post, Lok, Optima, Thüringer SV und RSC Turbine Erfurt viele Rennen auf Straße und der Radrennbahn und schaffte bei den Männern den Aufstieg in die Leistungsklasse I.

Anfang der 1970ger Jahre sattelte der Jubilar auf die Schrittmachermaschine um. Mit seiner 1200 ccm-Harley-Davidson war er mit Miroslav Kozelka aus Plzen(Tschechien) immer ein gefürchteter Gegner im Andreasried. Mit dessen Landsmann Jiri Miksik gewann er auf der Berliner Winterbahn in der Werner-Seelenbinder-Halle bei der Internationalen Meisterschaft die Silbermedaille.

Nach der politischen Wende stieg Adelmeyer auf die rennbahneigenen 500er-Hondamaschinen um. Mit dem Doppel-Europameister Torsten Rellensmann (Dortmund) gewann er den Erfurter Steher-Klassiker „Goldenes Rad“ dreimal und führte auch Vize-Europameister Ronald Rol aus den Niederlanden erfolgreich. Bei seinem letzten Rennen im Jahre 2005 feierte er mit dem umjubelten Sieg mit Weltmeister Carsten Podlesch (Berlin) im Andreasried einen gelungenen Schlusspunkt nach seiner langen Laufbahn.