Aktuelles

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LVM Bahn in Gera

Am vergangenen Samstag, dem 14.09.2019 wurden die Landesmeisterschaften der Alterklassen U13-U15 in Gera ausgetragen. Die Landesmeister wurden im Punktefahren, Einerverfolgung sowie in der Mannschaftsverfolgung ermittelt. 

Radprofi Konrad Geßner hat nach einem schweren Sturz seine…

Bereits in der Altersklasse U11 saß Konrad Geßner im Rennsattel und machte bereits in der U13 als Gesamtsieger der „Ostthüringen-Tour“ über drei Etappen im Raum Gera auf sich aufmerksam. In der U19 fuhr er im Thüringer Stevens Junior Team und gewann als Sieger der letzten Etappe auch den Gesamtsieg der „Cena Slovenska“ durch Slovenien. Vor allem profitierte Geßner bei den Zielankünften von seinen ausgeprägten Sprintqualitäten.

Nach dem ersten Männerjahr im Team Jenatec, wechselte er zum P&S-Team Thüringen unter Trainer Lars Wackernagel dem er viel zu verdanken hat, und gewann den „Westsachsenklassiker“ auf dem durch die Motorradrennen weltberühmten Sachsenring. 2016 wurde wohl die beste Saison von Geßner. Er gewann das UCI-Rennen der U23 „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt/M“, war Zweiter auf der letzten Etappe der „Tour de Berlin“, Deutscher U23-Vizemeister, Sieger des Bundesliagrennens in Düsseldorf und überraschender Sechster bei dem Massenspurt der Deutschen Straßenmeisterschaft in Erfurt unter anderem knapp hinter den Supersprintern Andre Greipel, der sich das Meistertrikot überstreifte, und Marcel Kittel.

Ein Jahr später wechselte Geßner zum deutschen Rad-Net Rose Team; wurde jeweils Zweiter der fünften Etappe der „Tour de Noemandie“, einer Etappe der „Fleche du Sud“ durch Luxemburg, einem UCI-Rennen in Polen und einer Etappe der „Tour de l´Avenir“ in Frankreich. Mit einem vielversprechendem dritten Platz bei der „Tour of Antalia“ in der Türkei startete er im Vorjahr für sein neues luxemburgisches Team Leopard Pro Cycling. Mitte März passierte dann der folgenschwere Massensturz bei der „Tour de Normadie“. Geßner flog über vor ihm auf der Straße liegende Fahrer, versuchte sich mit den Händen abzufangen und brach sich dabei beide Handwurzelknochen. Diese wurden zunächst geschient und später operiert. Insgesamt hatte er 14 Wochen Trainingsausfall und damit war die Saison auch gelaufen. Trotzdem trainierte er über  den Winter weiter. „Ich probiere es nochmal, damit ich nicht in ein, zwei Jahren Zweifel bekomme es nicht nochmal versucht zu haben und konzentriere mich komplett auf den Radsport“, war sein Plan. Nach dem Grundlagentraining kamen die ersten Rennen. Es rollte bei ihm schwer und dann ein bisschen besser, aber bis zum Sprung nach oben fehlte noch einiges. „Da ich keine nennenswerte Ergebnisse mehr schaffte, habe ich festgelegt meine Laufbahn zu beenden und meinen Vertrag in Luxemburg in beiderseitigen Einverständnis zum 31. August aufzulösen“, sagte der 23-Jährige dieser Zeitung. Immerhin kann Geßner bei 30 Siegen und 201 Platzierungen unter den ersten Fünfzehn auf eine recht erfolgreiche Laufbahn verweisen. Nach einem derzeitigen Praktikum beginnt der nunmehrige Ex-Rennfahrer an der Fachhochschule Erfurt ein duales Studium zum Bauingenieurwesen.

Nina Hoffmann für WM nominiert

Nina Hoffmann vom MSC Pößneck wurde vom Bund Deutscher Radfahrer für die Weltmeisterschaften im Downhill nominiert. Diese finden vom 21.08.-01.09.2019 in Mont Sainte-Anne/Kanada statt.

Silber für Christina Sperlich zur Junioren-WM in Frankfurt/Oder

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Bahnradsport in Frankfurt (Oder gab es Silber für die Teamsprint-Juniorinnen. Das Team mit Christina Sperlich (SV Sömmerda) und Alessa-Catriona Pröpster (Bahn-Team Rheinland-Pfalz) verlor im Finale in 34,640 Sekunden klar gegen China (34,146). Bundestrainer Jörg Winkler stellte seine Mannschaft nach der Qualifikation (35,358 Sek., Platz 4) um, für Katharina Albers (Bahn-Team Rheinland-Pfalz) kam Sperlich in das Team. Der Schachzug zahlte sich aus. In der Zwischenrunde setzte sich das Duo in 34,685 Sekunden gegen die USA durch und kam mit der schnellsten Zeit ins Finale und steigerte sich dort weiter – China war aber nicht zu schlagen. Christina Sperlich belegte in 35,908 außerdem den achten Platz im 500m Zeitfahren.

Im Teamsprint der Junioren gab es für Domenic Kruse (Schweriner SC), Laurin Drescher (ESV Lok Zwickau) und Julien Jäger (Turbine Erfurt) den undankbaren vierten Platz. In 45,058 Sekunden unterlag das Trio im kleinen Finale gegen Großbritannien (45,009). Gold ging völlig überraschend an Indien (44,625) vor Australien.
Europameister Julien Jäger (Turbine Erfurt) musste sich im Keirin-Finale mit Platz sechs zufrieden geben. Im Sprint musste er sich erst im kleinen Finale dem Niederländer Daan Kool geschlagen geben und belegte den vierten Platz. Im 1000m Zeitfahren wurde Julien Jäger Sechster, stellte aber in der Qualifikation in 1:01.514  einen neuen Thüringer Landesrekord auf.
Der deutsche Frauen-Vierer mit Finja Smekal (Pulheimer SC), Hanna Dopjans (RSV Irschenberg), Paula Leonhardt (SC Berlin) und Friederike Stern (RSV Elsleben) verpassten das angestrebte „kleine Finale“. Das Quartett wurde in seinem Lauf von Italien eingeholt, fuhr aber natürlich die 4000 Meter zu Ende. Die Uhren blieben bei 4:36,029 Minuten stehen – das bedeutete Platz sieben. „Wir haben gute Schritte nach vorn gemacht und sind hier unsere zweitschnellste Zeit nach dem deutschen Rekord gefahren. Für das kleine Finale hat es aber nicht gereicht“, sagte Bundestrainer Lucas Schädlich. In der 2000-Meter-Einerverfolgung der Juniorinnen belegte Friederike Stern vom RV Elxleben als beste Deutsche in 2:27,644 Minuten Platz 16.

Lisa Klein gewinnt EM-Bronze im Straßenrennen

Lisa Klein hat im dritten Rennen ihre dritte Medaille gewonnen: Die Erfurterin, die in Alkmaar ihre erste Straßen-EM in der Eliteklasse bestritt, gewann zwei Silbermedaillen im Einzel- und im Teamzeitfahren und heute Bronze im Straßenrennen hinter der Niederländerin Amy Pieters und Elena Cecchini aus Italien. „Ich bin super happy mit der Bronzemedaille, ich kann das noch gar nicht glauben. Das war ein langer Weg, ich hätte nicht gedacht, dass es reicht und bin super glücklich, dass ich das so lange durchgehalten habe,“ sagte die 23-Jährige nach dem Zieleinlauf. Das EM-Rennen war von heftigsten Windböen begleitet.

„Im Finale hatte ich nichts mehr übrig. „Ich wusste dass Amy die schnellste ist, habe mich leider nicht ganz so gut positioniert, als es ein letztes Mal über die Brücke ging. Aber was solls, ich werde aus solchen Situationen für die Zukunft lernen und freue mich jetzt erst mal über den Erfolg heute.“

Zusammen mit Pieters und Cecchini war Klein bereits in der dritten von insgesamt zehn Runden dem Feld davongefahren. Das Trio harmonierte gut und baute seinen Vorsprung auf mehr als zwei Minuten aus. Das war auch der Verdienst der deutschen Nationalmannschaft, die in den Verfolgergruppen jede Konterattacke vereitelte. Mit Lisa Brennauer, Charlotte Becker, Romy Kasper, Mieke Kröger oder Trixi Worrack (Erfurt) kontrollierten Athletinnen das Feld, die jahrelange Erfahrung haben und Klein den Weg zur Medaille ebneten. Nach der Hälfte des Rennens war es vor allem Mieke Kröger, die sich immer wieder wie eine Lokomotive an die Spitze setzte, aber das Feld ausbremste. In den letzten Runden kontrollierten Becker und Brennauer perfekt. Brennauer schaffte es sogar noch auf den siebten Platz zu sprinten.

Lediglich Kathrin Hammes verlor bei dem extremen Wind irgendwann den Anschluss. Dabei hatte sie dennoch mehr Glück als ihre Teamkollegin Liane Lippert, die bereits in der ersten Runde von einer heftigen Windböe erfasst und gegen die Bande gedrückt wurde und sich dabei schwerste Schürfwunden zuzog und aufgeben musste. „Ich kann mich an nichts erinnern“, sagte sie später.

„Das war heute eine Teamleistung nach dem Lehrbuch“, war Bundestrainer André Korff voll des Lobes über die großartige Mannschaftsleistung der deutschen Frauen in diesem EM-Rennen- Becker, Kröger und Klein waren vergangene Woche noch auf der Bahn in Berlin gefahren und riefen jetzt starke Leistungen auf der Straße ab.

Reißner gewinnt EM-Bronze in der Mannschaftsverfolgung

Bei den Bahn-Europameisterschaften der Junioren und U23 in Gent (Belgien) sind Thüringer Athleten weiter erfolgreich. Am dritten Wettkampftag gab es Bronze für Lena Charlotte Reißner in der Mannschaftsverfolgung.

In der Mannschaftsverfolgung der Frauen U23 holte das Quartett mit Franziska Brausse (RSV Öschelbronn), Laura Süßemilch (Health Mate Ladies Team), Lena Charlotte Reißner (SSV Gera) und Michaela Ebert (WV Zeeuws Vlaanderen) die Bronzemedaille. Im kleinen Finale holte die Mannschaft Gegner Niederlande eineinhalb Runden vor dem Schluss ein. In der Zwischenrunde hatten Einer-Europameisterin Brauße & Co. mit einer guten Zeit von 4:27,535 Minuten geglänzt. „Das ist die schnellste Zeit, die wir jemals in der U23 gefahren sind“, freute sich Brauße, für die es schon die zweite Medaille von Gent war. Gold ging an Italien (4:15,868).

Zwei Medaillen zum Auftakt der Bahnrad-EM für Thüringer Nachwuchs

Erfolgreicher Auftakt des Thüringer Bahn-Nachwuchses bei den Europameisterschaften in Gent:  Die Teamsprinter der Junioren sorgten für das dritte Gold am Eröffnungstag. Die Juniorinnen holten Bronze. Knapp vier Wochen vor den Junioren-Weltmeisterschaften in Frankfurt (Oder) zeigten sich die Teamsprint-Junioren von Bundestrainer Jörg Winkler schon in Topform und steuerten die dritte Goldmedaille bei. Domenic Kruse (Schweriner SC), Laurin Drescher (ESV Lok Zwickau) und Julien Jäger (Turbine Erfurt) sicherten sich in 45,526 Sekunden den EM-Titel. Das Trio besiegte im Finale Polen (45,756). Dritter wurde die Niederlande (45,862).

Im Teamsprint der Juniorinnen sicherten sich Christina Sperlich (SV Sömmerda) und Alessa-Catriona Pröpster (Bahn-Team Rheinland-Pfalz) die Bronzemedaille. Im „kleinen Finale“ setzte sich das Duo um die Vorjahres-Weltmeisterin in 35,133 Sekunden gegen Frankreich (36,046 Sek.) durch. Gold ging an Polen (34,718).
Zwölfte Plätze gab es im Scratch der Juniorinnen durch Lea Waldhoff (RIG Vorderpfalz) und im Ausscheidungsfahren der U23 Frauen mit Lena Reißner (SSV Gera).

Schachmann siegt vor Burghardt und Schillinger

Bora-Triumph bei Deutscher Straßenmeisterschaft auf dem Sachsenring

Das war der Tag des deutschen Rennstalls Bora-hansgrohe: Maximilian Schachmann gewann die Hitzeschlacht auf dem legendären Sachsenring. Nach 181,1 Kilometern fuhr der Berliner zum Deutschen Meistertitel und bezwang im Finale seine beiden Teamkollegen Marcus Burghardt und Andreas Schillinger. Es war der vierte Meistertitel für Bora-hansgrohe in fünf Jahren.

1:32 Minuten hinter dem Spitzentrio, das die 181,1 Kilometer in 4:24:17 Stunden zurücklegte, landete der Kölner Nils Politt vom Team Katusha-Alpecin auf dem vierten Platz, gefolgt von Georg Zimmermann (Tirol-KTM), der 1:50 Minuten zurücklag.

„Das war heute von der ersten Runde an ein Ausscheidungsfahren. Es war eine insgesamt starke Teamleistung, und es ist uns gelungen, das Rennen sauber auszufahren. Das schwerste überhaupt war, den Abstand herauszufahren. Aber wir haben super als Team harmoniert. Das war am Ende ein Mannschaftszeitfahren“, sagte Schachmann nach dem Titelgewinn und freut sich, im Meistertrikot zur Tour de France zu fahren. „Das ist ein tolles Gefühl, dieses Trikot jetzt ein Jahr tragen zu dürfen.“

Sehr früh schrumpfte das Feld der Akteure unter der senkenden Sonne zusammen. Temperaturen um 38 Grad machten aus der Meisterschaft ein Ausscheidungsfahren, bei dem am Ende nur noch 15 Fahrer von 190 Gestarteten das Ziel erreichten. Aufgeben musste unter anderem auch der Titelverteidiger Pascal Ackermann.

Trotz der Hitze herrschte am Badberg Volkfeststimmung. Die Fanclubs vor allem der Bora-Fahrer um Titelverteidiger Pascal Ackermann, Max Schachmann und Lokalmatador Marcus Burghardt, der aus Chemnitz stammt, sorgten für viel Stimmung und Tour-Atmosphäre. Musik spielte auf, die Straßen waren mit Anfeuerungsrufen beschriftet.

Frühe Spitzengruppen wurden schnell wieder eingeholt, denn die Favoriten konnten sich keinen großen Abstand erlauben. Wer zu weit zurücklag, wurde aus dem Rennen genommen, weil die Streckenführung keine andere Möglichkeit zu ließ, um eine Begegnung der Spitze mit weit zurückliegenden Verfolgern zu vermeiden. Das beeinflusste die Taktik dieser Meisterschaft. Ausreißergruppen, die mit mehr als zehn Minuten vor dem Feld fahren, gab es in diesem Jahr nicht.

In der vorletzten Runde waren nur noch 15 Fahrer im Rennen: An der Spitze fuhren die drei Bora-Fahrer Schillinger, Burghardt und Schachmann, dahinter lagen Nils Politt (Katusha), Georg Zimmermann (Tirol KTM), gefolgt von Simon Geschke (CCC/3:23 Min. zurück), Philipp Walsleben (Corendon-Circus), und Roger Kluge (beide 3:55 Min.).

Den Schluss bildete eine Siebener-Gruppe mit Johannes Fröhlinger (Team Sunweb), John Degenkolb (Trek – Segafredo), Nico Denz (AG2R), Marcel Meisen (Corendon-Circus), Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus), Jonas Koch (CCC) und Frederik Dombrowski (BL Team Embrace The World Cycling). Sie erreichten auch in dieser Reihenfolge das Ziel, mehr als vier Minuten hinter dem neuen Deutschen Meister Maximilian Schachmann.