Aktuelles

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Das STEVENS Juniorteam Thüringen will mehr als 40 Rennen…

Das war eine hoffnungsvolle Teampräsentation des Thüringer Radsport-Verbandes, in Anwesenheit des Olympiasiegers von 1988 Olaf Ludwig (Gera). Zehn Junioren zwischen 16 und 18 Jahren vom RSC Turbine Erfurt (3), dem SV Sömmerda (2), Blau-Weiß Meiningen, 1886 Greiz, RSV Sonneberg, SV 95 Ballstedt und dem 1. RC Jena mit je einem Sportler wollen sich unter ihrem routinierten Trainer Michael Beckert das Rüstzeug holen, um in einigen Jahren in die großen Fußtapfen erfolgreicher Thüringer Radprofis zu treten.

Im Besonderem Blickpunkt stehen dabei die zehn Bundesligarennen der Junioren vom 1. Mai bis 18. September sowie die Deutschen Meisterschaften auf der Straße in Nidda (26. Juni), im Einzelzeitfahren in Luckau (2. Juli) und die Bergtitelkämpfe in Remse (21. August).  Aber auch Etappenrennen in Polen, Belgien und Tschechien stehen auf dem umfangreichen Wettkampfprogramm. Die Thüringer wollen aber auch ihre Vielseitigkeit bei den Deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus (24. bis 28. August) und in Frankfurt/Oder (10./11. Dezember) unter Beweis stellen. Nach dem Kriterium am Sonntag in Elxleben stehen die Thüringer Landesmeisterschaften am 8. Mai auf dem schweren Rundkurs mit Start und Ziel in Witterda als wichtiges Heimspiel an.

Verbandshauptversammlung 2016

Unter den Thüringer Sommersportverbänden die Nummer Eins. Thüringer Radsport-Verband für kommende Herausforderungen gut gerüstet

Rück- und Ausblick – der Thüringer Radsport-Verband hatte am vergangenen Samstag zur  Verbands-Hauptversammlung in die Landessportschule nach Bad Blankenburg geladen.

Bad Blankenburg. Noch taufrisch sind die Erfolge bei der diesjährigen Bahnweltmeisterschaft in London durch den Titelgewinn von Kristina Vogel im Keirin, den Bronzemedaillen im Teamsprint und Sprint, der Bronzemedaille von René Enders im Teamsprint sowie die guten Platzierungen von Gudrun Stock, Kersten Thiele und Maximilian Dörnbach. Für Uwe Jahn, Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes, ein verheißungsvoller Einstieg in seine Bilanzierung für das Sportjahr 2015, anlässlich der Verbands-Hauptversammlung 2016 in der Landessportschule Bad Blankenburg. Die stattliche Kulisse von 40 Mitgliedern, die der Einladung gefolgt waren, zeugte allein schon von einer erfolgreichen Verbandsarbeit, auch wenn sich der Präsident im Verlauf seiner Ausführungen nicht scheute, bestehende Knackpunkte anzusprechen. 

Klaus Fiedler, Referatsleiter Sport beim Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, würdigte die Ergebnisse des Verbandes und hob hervor, dass dies sich nicht nur am Medaillenspiegel zeigt, sondern dass auch eine sehr engagierte und konstruktive Arbeit geleistet wird. „Oft erfolgt die Verteilung von Geldern nach dem Salzstreuer-Prinzip, keiner weiß so recht wohin, aber nicht im Radsport“, so Klaus Fiedler in seinem Grusswort.

Mit Beginn des Olympiajahres sieht sich der Thüringer Radsport-Verband gut gerüstet für kommende Herausforderungen und arbeitet schon jetzt an der Strategieausrichtung für den kommenden Olympiazyklus bis 2020. Der Thüringer Radsport-Verband sei in seiner Bandbreite gegenwärtig der erfolgreichste Sommersportverband Thüringens und im Ranking des Bundes Deutscher Radfahrer ganz oben zu finden, betonte Uwe Jahn und verwies auf die Erfolge im Straßenradsport durch John Degenkolb, Toni Martin, André Greipel und Marcel Kittel, die aus Thüringer Vereinen den harten entbehrungsreichen Weg in die Weltspitze gefunden und die Leistungssportlichen Strukturen des Freistaates durchlaufen beziehungsweise genutzt haben.

Zwar haben diese Erfolge keinen wesentlichen Einfluss auf die Förderung des Nachwuchses, so Uwe Jahn, dennoch sind sie für uns von einem unschätzbaren ideellen und medialen Wert in der Öffentlichkeit sowie für die Motivation vieler Kinder und Jugendlicher in unserem Verband und für jene, die künftig den Radsport als ihre Sportart betreiben und zu ihrem nachhaltigen Hobby machen wollen.

Der TRV zählt 78 Vereine und Abteilungen mit 2.132 Mitgliedern, darunter 404 Kinder und 134 Jugendliche. Ein deutlicher Aufwärtstrend zeigt sich in der Altersklasse U11. Dem gegenüber steht, dass über alle Kategorien hinweg eine Verringerung von 63 Lizenzen von 2014 zu 2015 zu verzeichnen ist.

Das es auch anders geht, auch wenn man nicht alles eins zu eins kopieren werden kann, zeigt der SSV Gera 1990, der mit seinem Sichtungsprojekt „Kindern und Jugendlichen Freude am Radsport vermitteln“ im Zusammenspiel von Vereins- und Schularbeitgemeinschaften, seit den letzten Jahren kontinuierlich Mitglieder gewinnen konnte und sich mit diesem Projekt im vergangenen Jahr erfolgreich beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ beworben und es bis zum „Goldenen Stern des Sports“ nach Berlin geschafft hatte. Doch nicht nur im Straßen- und Bahnradsport ist der Thüringer Radsportverband gut aufgestellt. „Der Thüringer Radsport-Verband ist ein Verband mit vielen Facetten und Sportarten. Große Erfolge werden nicht nur in den Paradedisziplinen wie Straßen- und Bahnradsport oder Radball eingefahren oder eingespielt. Auch in den Nischensportarten wie Querfeldein oder Fourcross konnte der Verband achtbare Erfolge feiern“, so Uwe Jahn, der sich dabei bei allen Beteiligten wie auch Förderern für ihr Engagement bedankte und auf eine weitere Intensive und fruchtbare Partnerschaft für den kommenden Olympiazyklus bis 2020 baut.

Die Leistungserbringer im Alterssegment U23 und Elite sind as Sprintteam Thüringen, das P&S Team Thüringen und das „Maxx-Solar“ Women Cycling Team. Allerdings kann die Leistungsentwicklung sowie die Organisationsstruktur der U23 Sportler im Bereich der Straße und Bahn-Ausdauer uns derzeit noch nicht befriedigen. Die Probleme seinen erkannt und man arbeitet an einem neuen zukunftsorientierten und vor allem erfolgreichen Konzept für den neuen Olympiazyklus 2017 bis 2020, sagte Uwe Jahn.

Unzureichend sei der Verbad im Bereich Breitensport aufgestellt. Leuchttürme sei hier lediglich der Radfahrklub „Solidarität“ 1895 Gera, der auch in diesem Jahr wieder beim Bundesradsporttreffen einen zweiten Platz belegen konnte sowie der RFV 1990 „Die Löwen“ Weimar.

„Ein Verband, der auf Leistung und Erfolg durch Gesundheit setzt und sich dieser im besonderen Maße verpflichtet fühlt, muss auch weiterhin im Bereich der Dopingbekämpfung, insbesondere der Dopingprävention hohen Ansprüchen genügen“, so der TRV-Präsident. Der Verband setzt dabei auf Prävention, Aufklärung und Information. Die sich im Spitzen- und Profisport darstellende guten Entwicklung, insbesondere die Erklärung der Thüringer Weltklasseradsportler seien uns bei diesem Thema sehr hilfreich, betonte Uwe Jahn.

40 Personen haben sich im vergangenen Jahr zu Übungsleitern/Trainern, Kampf- und Schiedsrichtern ausbilden lassen und 58 Personen derartig wichtige Fortbildungsmaßnahmen zur Lizenzverlängerung besucht.

Uwe Jahn dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und verwies darauf, dass ohne ihr Mitwirken solche Veranstaltungen wie die Thüringer Meisterschaften, die Ostthüringen Tour, die TMP-Tour, die vielen Radballturniere und Kunstradveranstaltungen oder die Thüringen Rundfahrt der Frauen, der IXS German Downhill Cup und die „bewegungsWELTEN mountainbiking“ undenkbar wären. 

Neuausbildung Trainer-C

Dieses Jahr gab es 19 Teilnehmer für die Neuausbildung Trainer-C. Darunter vertreten waren die Sportarten Rennsport und MTB, in dem Sportartenübergreifenden Teil nahmen zusätzlich noch 3 Teilnehmerinnen aus dem Bereich Kunstradfahren teil. Referenten waren unter anderem Trainer des TRV sowie Frau Lenk (Anti-Dopingbeauftragte) oder Frau Müller (Physiotherapeutin). In verschiedenen Themen wie z.B. Trainingsplanung, Sportpsychologie, Dopingprävention oder Sportgerechte Ernährung wurden die neuen Trainer geschult. Über den gesamten Zeitraum der Ausbildung mussten die Teilnehmer eine Hausarbeit über ein vorgegebenes Thema ausarbeiten, am Ende des Lehrganges stand eine Prüfung an

Radsportler des Jahres gewählt

BDR ehrt die Sieger beim Jahresabschlussfest in Offenbach.

John Degenkolb und Kristina Vogel sind die „Radsportler des Jahres 2015“. Dies haben die Leser der Fachzeitschrift „RadSport“ , amtliches Organ des Bundes Deutscher Radfahrer, bei der zum 45. Mal ausgerichteten Wahl entschieden.

Degenkolbs „Jahrhundertsieg“ bei Paris-Roubaix hat den Ausschlag zum Wahlsieg gegeben. Mehr als 100 Jahre nach dem ersten deutschen Sieg von Josef Fischer holte sich endlich wieder ein deutscher Fahrer den „Pflasterstein“ in der Hölle des Nordens  ab. Aber Degenkolb gewann nicht nur die „Königin der Klassiker“, sondern auch die Classicissima di Primavera Mailand-San Remo. Das war nicht zu toppen. Bei den Frauen feierte Kristina Vogel nach 2012 und 2013 ihren dritten Wahlsieg. Die Erfurterin überzeugte einmal mehr auf der Piste, wurde Weltmeisterin im Sprint,  Vize-Europameisterin im Teamsprint und EM-Dritte im Sprint. Dazu gewann sie drei DM-Titel.

Neue Kampfrichter ausgebildet

Gemeinsam mit dem Sächsichen Radfahrer Bund hat der TRV am vergangenen Samstag elf neue Kampfrichter ausgebildet. Auf der Radrennbahn in Gera wurden Themen wie die Aufgabenstellungen in verschiedenen Funktionen eines Kampfgerichtes, die Erstellung von Rundenprotokollen oder Zeitnahme-Back-ups, sowie die Bewertung von Renvorfällen. In den acht Lehreinheiten wurden theoretische Kenntnisse vermoittelt, jedoch auch praxisorientiert geübt.

Der Thüringer Radsport-Verband freut sich über die Bereitschaft der elf Teilnehmer, sich ehrenamtlich im Radsport engagieren zu wollen. Gerade im bereich des Kampfrichterwesens ist die Personaldecke im Thüringer Radsport weiterhin sehr dünn. Doch gerade auch für die Leitung, Beaufsichtigung von Radrennen ist die Mitarbeit der ehrenamtlichen Funktionäre unabdingbar.

Europameisterschaft

Vom 14.10 bis 18.10.2015 fand in Grenchen (Schweiz) die Europameisterschaft im Bahnradsport statt. Hier waren auch Thüringer Sportler im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Im Sprintwettbewerb der Frauen stand Kristina Vogel am Start. Sie gewann am Ende die Bronzemedaille. Im Teamsprint der Frauen wurden Kristina Vogel und Miriam Welte Vize-Europameisterinnen. Bei den Männern holten Robert Förstemann, Max Niederlag und Joachim Eilers die Bronzemedaille. Insgesamt gewann die deutsche Nationalmannschaft sieben Medaillen, damit war die Europameisterschaft ein erfolgreicher Start in die Olympiasaison.

Förderung der Aus-& Weiterbildung von Frauen zum „Sportlichen Leiter“

Frauen, die in diesem Winter einen Sportlichen Leiter-Lehrgang besuchen, im Anschluss auch eine Sportliche Leiter-Lizenz lösen und regelmäßig mit Sportlerinnen und Sportlern bei Radrennen unterwegs sind, erhalten eine Förderung des TRV in Höhe der Lehrgangsgebühr.
Dies soll Frauen 
motivieren, (weiterhin) im Rennsport als Sportliche Leiterinnen aktiv zu sein. Der Antrag auf Förderung erfolgt formlos, eine Kopie des Teilnahmebeleges/der Quittung des Lehrgangs und die Kontodaten für die Überweisung sollten dazu dem Geschäftsstellenleiter des TRV, Christian Magiera, zugesandt werden (magiera@radsport-thueringen.de oder Thüringer Radsport-Verband e.V., Schützenstraße 4, 99096 Erfurt).
Für Rückfragen 
stehe ich euch gern zur Verfügung.

Heike Schramm Frauen- & Mädelwartin.

Jürgen Beese erhält das Verdienstkreuz am Bande

Am Freitag, dem 28. August überreichte Bodo Ramelow als Vertreter für Joachim Gauck in Erfurt im Barocksaal der Staatskanzlei Jürgen Beese das Verdienstkreuz am Bande.  

Jürgen Beese erhält das Verdienstkreuz am Bande für seinen Einsatz im Radsport in Thüringen. Er ist seit über 50 Jahren als Übungsleiter und Organisator von Veranstaltung aktiv. Von 2000-2011 war er Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes.   

Der Rennbahn-Glöckner läutet nicht mehr

Nach kurzer, schwerer Krankheit ist mit Siegfried Stoltze ein Urgestein des Thüringer Radsports im Alter von 85 Jahren plötzlich verstorben. Bereits im Babyalter zog er mit seiner Familie für 28 Jahre in das Funktionshaus der Radrennbahn im Andreasried. Keine Frage, dass das Mitglied der Erfurter Radsport-Dynastie Stoltze, die Radball-Europameister 1928 Georg sen. und Walter Stoltze waren seine Onkel, der Steherweltmeister 1960 Georg Stoltze jun. und die Radball-Vizeweltmeister 1968 Hans und Dr. Dieter Stoltze waren seine Cousins,  vom Radsport infiziert wurde.

Als junger Rennfahrer half er gemeinsam mit den Erfurter Meisterfahrern Bruno Zieger und Siegfried Topf mit, dass sein Kapitän Erich Schulz (SV Post) die DDR-Rundfahrt 1952 gewann und fuhr sich beim DDR-Auswahlrennen, einem heute kaum noch vorstellbaren schweren 100 km-Einzelzeitfahren von Erfurt hinauf nach Oberhof und zurück, als Vierter in die Spitzenklasse der Straßenfahrer.

Dazu war er seit 1949 als Glöckner, Rundenanzeiger und gesuchter Mechaniker im Erfurter Andreasried über sechs Jahrzehnte rekordverdächtig lange tätig und hat in dieser Zeit viele Asse von Walter Lohmann, Georg Stoltze, Detlev Macha, Danny Clark bis zu Kristina Vogel und Rene Enders als Kampfrichter begleitet. Dazu gehörte Stoltze neben bei fast allen Thüringen-Rundfahrten und als Fahrer des Schlusswagens beim Hainleite-Klassiker sowie bei vielen Straßenrennen in Thüringen seit Jahrzehnten zu den verdienstvollen Helfern. Nicht nur der Erfurter Radsport wird ihn in ehrenvoller Erinnerung behalten.

 

„Schnauze halten und schnell fahren!“

…war die Antwort von René Enders bei der gestrigen Präsentation des Sprintteam Thüringens, auf die Frage, wie die Zielstellung für die kommenden Rennen sei. Im Beisein von mehreren Pressevertretern wurden gestern im Hotel Mercure Erfurt offiziell die Fahrer vorgestellt. Unter der sportlichen Leitung von Tim Zühlke, geführt von Rene Enders, gehen für das junge Team, Doreen Heinze, Jan May, Richard Aßmus und Maxmilian Dörnbach an den Start.