Aktuelles

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Thüringer Sportlerwahl 2018 – Fans können erstmals Kandidaten für…

Am 24. Oktober startet die Wahl der „Thüringer Sportler des Jahres 2018“ – organisiert durch den Landessportbund Thüringen, die Stiftung Thüringer Sporthilfe und den Thüringer Sportjournalistenclub. Bei der 28. Thüringer Sportlerumfrage gibt es eine Premiere. Erstmals wird vor der Nominierung der 24 Kandidaten durch eine Fachjury die Öffentlichkeit nach ihren Vorschlägen gefragt. Vom 15. bis zum 21. Oktober können alle Sportfans vorschlagen, wer es auf die Liste für die möglichen Kandidaten in den drei Kategorien Sportlerin, Sportler und Mannschaft schaffen soll. Die finale Auswahl trifft dann die Jury am 23. Oktober.

Diese Neuerung ist logische Konsequenz: schließlich gibt es zahlreiche erfolgreiche Thüringer Sportler in den vielfältigsten Sportarten und auch die Sportfans sind echte Experten und wissen genau, wer eine Nominierung verdient hat. Damit niemand vergessen wird und auch die Chance hat, als Kandidat bei der Wahl dabei zu sein, haben sich die Ausrichter für diese öffentliche Erweiterung entschieden und freuen sich auf eine interessante Mischung.

Bei den Vorschlägen sind folgende Kriterien zu beachten und zu benennen: Name und sportlicher Erfolg im Jahr 2018 sowie gegebenenfalls die Mitgliedschaft oder das Startrecht für einen Thüringer Verein. Wenn die Sportler aktuell nicht Mitglied in einem Thüringer Sportverein sind, muss der aktuelle Lebens- und Trainingsmittelpunkt in Thüringen liegen oder die sportliche Ausbildung im Freistaat erfolgt sein.

Jeder Teilnehmer kann maximal drei Vorschläge pro Kategorie (Frauen, Männer, Mannschaft) einreichen. Sollten die Kriterien erfüllt sein, werden die Nennungen der Fachjury am 23. Oktober präsentiert. Am 24. Oktober ab 0.00 Uhr startet die öffentliche Abstimmung und läuft bis zum 6. Dezember. Die Gewinner der Sportlerumfrage 2018 werden am 6. April beim Ball des Thüringer Sports 2019 in Erfurt geehrt. In das Wahlergebnis der Publikumswahl fließen zudem die Stimmen der Thüringer Sportjournalisten und der Sportgremien als Votum ein.

Die Vorschläge für die individuellen Kandidaten können per E-Mail bis zum 21. Oktober eingereicht werden an info@ball-des-thueringer-sports.de sowie auf der Facebook-Seite vom Ball des Thüringer Sports.

Der Jury 2018 gehören an:

prominente ehemalige Sportler:

Ariane Friedrich (Hallen-Europameisterin und Vize-Weltmeisterin im Hochsprung)

Sebastian Lang (EM-Bronze Einzelzeitfahren, siebenmaliger Teilnehmer Tour de France – drei Etappen Träger des Bergtrikots)

prominenter Trainer:

Gerald Hönig (2014 – 2018 Nationaltrainer Biathlon-Nationalkader Frauen, aktuell Bundestrainer Schießen für alle Lehrgangsgruppen)

drei Vertreter des Thüringer Sportjournalistenclubs:

Marco Alles (Thüringer Allgemeine)
Axel Eger (Thüringer Allgemeine)
Thomas Sprafke (Freies Wort)

drei Vertreter des Sports:

Rolf Beilschmidt (Hauptgeschäftsführer Landessportbund Thüringen)
Dr. Bernd Neudert (Leiter Olympiastützpunkt Thüringen)
Dr. Kuno Schmidt (1. Vorsitzender Stiftung Thüringer Sporthilfe)

Termine U11-U15 Winterhalbjahr 2018/2019

Für die Altersklassen U11-U15 – Bereich Rennsport stehen für das Winterhalbjahr 2018/2019 folgende Termine fest:

  • 27. Oktober 2018 (Samstag): Athletik-Lehrgang D2-Kader – gesonderte Einladung
  • 10. November 2018 (Samstag): Crosslauf Gera
  • 18. November 2018 (Sonntag): Athletiktest Erfurt
  • 3. Februar 2019 (Sonntag): Crosslauf Meiningen
  • 24. Februar 2019 (Sonntag): Athletiktest Erfurt

Die Crossläufe und die Athletiktests sind Bestandteil des Thüringer Fördercups 2019 der SV SparkassenVersicherung.

Radsporttrainer Steffen Uslar durch die Thüringer Sporthilfe geehrt

Nach dem historischen Luthersaal des Augustinerklosters in Erfurt, dem Schloss Friedenstein in Gotha, dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, dem Schillermuseum Weimar und der Leuchtenburg bei Kahla, bot diesmal das Panoramamuseum Bad Frankenhausen mit dem Monumentalbild von Werner Tübke, die Kulisse für die Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe. Im Vorfeld der Ehrung gab es für die erfolgreichen Nachwuchstrainer einen Einblick in die Entstehung, Umsetzung und die Darstellung dieses einmaligen Meisterwerkes.

 

Seit 2012 hat die Stiftung mit der Trainerförderung ein ihr schon immer am Herzen liegendes Thema auch in ihrer Förderrichtlinie/Satzung und einer eigenen Veranstaltung nur für Trainer verankert. Aus den Vorschlägen der Thüringer Landesfachverbände wählte der Vorstand der Stiftung zehn Nachwuchstrainer für diese dotierte Förderung aus. „So wie wir für die Athleten eine ergänzende Fördereinrichtung sind, so binden wir jetzt die Trainer in diese Förderung mit ein. Die Trainer sind die wichtigste Bezugsperson im leistungssportlichen Entwicklungsprozess. Wir verstehen die Auszeichnung an erster Stelle als eine Anerkennung und Würdigung der Leistungen der Trainer im Nachwuchsbereich. Sie ist zugleich ein ergänzender Baustein zu den Leistungen, die der LSB, OSP und die Thüringer Sportfachverbände gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen im Bereich der Trainerfinanzierung aufbringen.“ sagte Dr. Kuno Schmidt, 1. Vorsitzender der Stiftung in seiner Begrüßung vor den geladenen Gästen.

Thüringen Sportministers und zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Helmut Holter sprach in seinem Grußwort den Trainern seinen Dank aus: „Wir würdigen mit dieser Ehrung ihre Leistungen und sagen damit einerseits Danke, für all Ihren Einsatz bei Wind und Wetter.

Andererseits ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Wertschätzung des Trainerberufes in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken. Der Thüringer Landesregierung ist die besondere Bedeutung von Trainern und Betreuern durchaus bewusst. Aus diesem Grund haben wir die dauerhafte Sicherung der Förderung von Landes- und Stützpunkttrainern im Landeshaushalt fest verankert.“ Dass der Trainer nicht nur Trainer ist, zeigte sich auch in den Laudatien, die teilweise von ehe-maligen und aktiven Athleten oder Trainerkollegen gehalten wurden. Auch wenn die sportliche Ausbildung im Fokus des Trainers steht, so ist der Trainer auch als Organisator, Fahrer, „Kindermädchen“, manchmal Physiotherapeut und vor allem als Psychologe gefragt. Er ist die wichtigste Bezugsperson für den Athleten und sowohl beim Jubeln mit dem Sportler über dessen Erfolge, als auch oft als Trostspender im Einsatz.

 

Seit Gründung der Stiftung zeichnete man im Rahmen der Nachwuchsförderung bzw. bei den Berufungsveranstaltungen für die Förderkreise Trainer mit Sachpräsenten aus, jetzt ist die Förderung der Trainer auch finanziell untersetzt. Bisher wurden 54 Thüringer Nachwuchstrainer mit der Trainerförderung der Stiftung Thüringer Sporthilfe geehrt.

 

Einer dieser Nachwuchstrainer ist der seit 2013 für den Thüringer Radsport-Verband tätige Steffen Uslar. Er ist am Landesleistungszentrum in Erfurt tätig.

 

Im Jahr 2017 konnte er sich über die deutschen Meistertitel von Friederike Stern und Lucia Höfig in der Mannschaftsverfolgung, Vanessa Wolfram im Omium und Platz 3 Manschaftsverfolgung auf der Bahn freuen.

Mit Vanessa Wolfram und Lena-Charlotte Reißner schafften gleich 2 Sportlerinnen 2017 die Nominierung zu den Juniorenweltmeisterschaften auf der Bahn in Montichiari. Friederike Stern wurde vom BDR zu den EYOF in Györ nominiert und errang einen hervorragenden 6. Platz im Einzelzeitfahren. 2018 wurden Friederike Stern und Lena-Charlotte Reißner 3. zur JEM und belegten einen guten 6. Platz in der Mannschaftsverfolgung zur JWM auf der Bahn. Mit Dorothea Heitzmann wurde nun eine weitere Sportlerin aus der erfolgreichen Trainingsgruppe zu den Juniorenweltmeisterschaften auf der Straße für das Straßenrennen und Zeitfahren nominiert. Ihr drücken wir für Ende September ganz fest die Daumen.

 

Damit formte Steffen Uslar nicht nur Medalliengewinner bei deutschen Meisterschaften, sondern legte auch die Grundlage dafür, dass Athleten in den Bundeskader berufen worden und bei internationalen Rennen und auch Weltmeisterschaften im Juniorenbereich am Start stehen.

MDM in Sülzhayn

Bei bestem spätsommerlichem Wetter trug der Harz-Racing e.V. die Mitteldeutschen Meisterschaften im XCO, sowie das Finale des XCO Bike Cup 2018 am vergangenen Wochenende aus. Auf einer anspruchsvollen Naturstrecke, mit vielen Höhenmetern, engen Kurven und steilen Anstiegen kämpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die letzten Punkte dieser neu gegründeten Rennserie. Aus Fahrersicht konnte der Cup nicht abwechslungsreicher sein. Jeder Veranstalter bot seine eigene Streckencharakteristik. Aus Teilnehmersicht gelang es dem Harz-Racing e.V. einen perfekten Rahmen hierfür zu bieten.

Ergebnisse gibt es hier:

https://zpn-timing.de/web/public/result_u.php?eventid=77

Europameister Gerd Gessler spricht über die Titelverteidigung

Nach einer schweren Stunde mit fast pausenlosen Kämpfen vor einer riesigen, begeisterten Zuschauerkulisse verteidigten Schrittmacher Gerd Gessler und Steher Franz Schiewer ihren im Vorjahr im Berliner Velodrom gewonnenen Europameistertitel erfolgreich auf ihrer Heimatbahn in Erfurt. Volker Brix sprach darüber mit dem 64-jährigen Schrittmacher vom RSC Turbine.

War die Titelverteidigung im Andreasried ein schweres Rennen?
Das war ein von der Taktik her ein ganz schweres Rennen. Ich habe sofort gemerkt, dass alle gegen Deutschland fuhren, zumal die beiden Holländer von den ersten beiden Startplätzen ins Rennen gingen.

Wo sehen Sie den Knackpunkt des Rennens?
Das war der Moment, wo Daniel Harnisch/Peter Bäuerlein den Angriff von Spitzenreiter Renier Honig nach hartem Kampf erfolgreich abwehrten und der Holländer von der Rolle kam. Das war unsere Chance an die Spitze zu fahren.

Wann waren Sie sicher zu gewinnen?
Als wir an Honig vorbei waren, konnte nicht mehr viel passieren.

Haben Sie nach der umjubelten Siegerehrung noch gefeiert?
Ich war nach dem Rennen ziemlich platt, kam erst 22,30 Uhr zum Essen und einer Flasche Bier. Danach haben wir noch zusammen gesessen und über die äußerst schwachen Schiedsrichterleistungen gesprochen. Ob wohl man mit mehr als einer Runde Rückstand keine Angriffe mehr abwehren darf, hielten sich viele Schrittmacher bei unseren weiteren Überrundungen nicht an die Regel und machten uns das Leben zusätzlich schwer.

Wie haben Sie sich auf die EM vorbereitet?
Die deutsche Mannschaft ist zwei Tage vor den Titelkämpfen in Erfurt angereist und hat mit der vorgeschrieben Übersetzung auf der Bahn zusammen erfolgreich trainiert. Das hat sich dann im Finale ausgezahlt.

Sind Sie Profisportler oder haben Sie einen Beruf?
Eigentlich hätte ich im April in Rente gehen können, aber die Arbeit bei der Stadt in Bielefeld macht mir immer noch Spaß.

Wie viele Rennen sind Sie dieses Jahr mit Schiewer gefahren und mit welchem Erfolg?
Wir haben acht Rennen gefahren und alle gewonnen, dazu gehört auch die Deutsche Meisterschaft in Chemnitz. Es war unser erfolgreichstes Jahr, bis jetzt.

Wo starten Sie noch in dieser Saison?
Nach Rennen in Forst/Lausitz und Heidenau sind wir noch an drei Abenden im Rahmen eines „halben“ Sechstagerennens im holländischen Alkmaar am Start.

Und im Winter?
Da ist erst mal Pause. Nach der Berliner Meisterschaft die meist Anfang Januar rollt, sind wir Ende Januar im Steherprogramm beim Berliner Sechstagerennen.

Thüringerin Nina Hoffman fährt bei Downhill-WM in die Top…

Lenzerheide (rad-net/TRV) – Nina Hoffmann belegt bei ihrer WM-Premiere vor 20.000 Zuschauern gleich den neunten Platz (+26,086). Weltmeisterin wurde zum fünften Mal die Britin Rachel mit einem souveränen Lauf. Sie ließ der Konkurrenz keine Chance und gewinnt in 3:15,738 Minuten mit 9,983 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Thanee Seagrave und 10,676 Sekunden gegenüber Myriam Nicole aus Frankreich.

Nach zwei sechsten Plätzen im Weltcup waren die Erwartungen bei Nina Hoffmann schon etwas gestiegen, doch nach zwei Stürzen, einer davon auf den Kopf, am Tag zuvor, war Hoffmann nicht ganz so auf der Höhe wie noch vor zwei Wochen in La Bresse. «Ich hatte viele kleine Fehler», bekannte Hoffmann, «und konditionell hatte ich auch Schwierigkeiten.» Dabei verwies die Saalfelderin auf die lange Saison und den Umstand, dass die WM ihr viertes Rennen in Folge war. «Ich bin froh, dass ich es heute runter gebracht habe. Rang neun ist übel gut und ich kann auf eine tolle Saison zurückblicken.»
Die zweite Thüringer Starterin Sandra Rübesam stürzte und belegte dadurch einen für sie enttäuschenden Platz 23 (+42,806).

Bei den Herren gewann Loic Bruni aus Frankreich zum dritten Mal den Weltmeister-Titel. Er kam ohne erkennbare Fehler durch, während sein Landsmann, Weltcup-Gesamtsieger Amaury Pierron, als letzter Fahrer stürzte und nur 72. wurde. Silber ging an den Belgier Martin Maes (+0,213), der als etatmäßiger Enduro-Spezialist zwei Wochen zuvor in La Bresse völlig überraschend das Weltcup-Finale gewonnen hatte. Bronze ging an Danny Hart (Großbritannien) mit 0,305 Sekunden Differenz. Bester Deutscher bei den Herren ist Max Hartenstein, der sein Ziel Top 30 knapp verfehlte. Der Geringswalder fand einen gravierenderen Fehler in seiner Fahrt, doch das war nicht das Entscheidende für sein Gefühl, nicht bei hundert Prozent gewesen zu sein. «Ich habe versucht zu pushen, manchmal ging es, einige Male auch nicht.» Ein «Top 30-Ergebnis wäre geil», so Hartenstern zuvor. Dazu reichte es nicht ganz, doch mit seinem 37. Platz fehlten ihm letztlich nur 1,6 Sekunden dazu.
Der Unterwellenborner Lucas Rham hat mit einer bemerkenswerten Leistung in der Qualifikation den Rang 94 eingefahren. Da sich aber nur die ersten 80 Platzierten für das Finale qualifizieren, war für ihn leider hier bereits die Weltmeisterschaft zu Ende.

Bahnrad-Olympiasiegerin Vogel querschnittsgelähmt

Berlin (dpa) – Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden, die weltbeste Bahnradsportlerin Kristina Vogel ist querschnittsgelähmt.

Gut zehn Wochen nach dem fürchterlichen Trainingsunfall auf der Betonbahn in Cottbus hat die 27-Jährige ihre schwere Verletzung publik gemacht. «Es ist scheiße, das kann man nicht anders sagen. Egal wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen», sagt die 27-Jährige im Interview des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel».

Für Uwe Jahn, Präsident des Thüringer Radsport Verbandes, haben die Vermutungen und inoffiziellen Informationen nun traurige Gewissheit. „Unfassbar ist es, wie von einer Sekunde auf die Andere das Leben von Kristina so eine tragische Wendung nimmt und eine so erfolgreiche Radsportkarriere urplötzlich zu Ende ist. Bemerkenswert und hier zolle ich Kristina meinen vollen Respekt und Bewunderung, wie sie persönlich mit dieser Situation umgeht und mit wie viel Kraft und Optimismus sie wieder in die Zukunft schaut. Wir wünschen ihr von ganzem Herzen weiterhin viel Kraft sowie Zuversicht und werden Kristina mit unseren zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen und Hilfe zukommen lassen.“

Die zweimalige Olympiasiegerin und elfmalige Weltmeisterin hatte die folgenschwere Verletzung am 26. Juni bei einem Trainingssturz auf der Radrennbahn in Cottbus erlitten. Mit Tempo 60 war sie in einen niederländischen Nachwuchsfahrer gerauscht. Schon auf der Bahn war ihr die Schwere der Verletzung bewusst geworden, als sie in den Beinen nichts mehr gespürt habe. «Da war mir sofort klar, das war es. Jetzt bin ich querschnittgelähmt, das mit dem Laufen wird nichts mehr», berichtet Vogel von ihren ersten Erinnerungen an den Unfall.

Was folgte, waren mehrere Operationen im Unfall-Krankenhaus Berlin-Marzahn, dazu eine heftige Lungenentzündung, mehrfach wurde sie ins künstliche Koma versetzt. «Ich hatte Schmerzen, dafür gibt es keine Worte», erinnert sich Vogel, deren Rückenmark ab dem siebten Brustwirbel durchtrennt ist. «Auf den ersten Röntgenbildern sieht meine Wirbelsäule aus wie ein Ikea-Klapptisch», sagt die Erfurterin gar scherzhaft. Aufgeben war aber keine Option für sie: «Ich dachte zwischendrin wirklich, dass ich sterbe. Aber ich habe mir gesagt: Ich darf hier jetzt nicht loslassen.»

Dem deutschen Bahnradsport-Team wird Vogel fehlen – nicht nur als Ausnahmeathletin und Medaillengarantin, sondern auch als Stimmungskanone, die immer einen fröhlichen Spruch auf den Lippen hatte. Lockerheit, die ihr sogar nach dem Schicksalsschlag nicht verloren gegangen ist. «Jetzt bin ich so weit, dass ich sagen kann: Hier bin ich, und mir geht es gut. Ich bin noch da und immer noch dieselbe verrückte Nudel», sagt Vogel, die Motivation für andere sein möchte. «Egal, was das Schicksal für einen bereithält, das Leben geht weiter, in meinem Fall nun auf vier Rollen statt auf zwei Rädern. Meine Arme sind jetzt halt auch meine Beine.» Die Frage «Warum ich?» bringe sie nicht weiter.

Erfolgreiches Bundesligawochenende für Thüringer Radsportler

Phlillip Walsleben behauptet Gesamtführung bei den Männern und Beate Zanner siegte bei den Frauen

Sebnitz (TRV) – Jonathan Dinkler vom P&S Team Thüringen belegte beim Wertungsrennen der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» im Rahmen von Rund um Sebnitz einen hervorragenden 2. Platz bei den Männern. Im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe wurde er nur von Marcel Franz (Radteam Hermann) überholt. Den 3. Platz belegt Jan Tschernoster vom Heizomat rad-net.de.

Nach 40 Kilometern des 117 Kilometer langen Rennens hatte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe gebildet, in der bereits Franz vertreten war. Aber nach 40 weiteren Kilometern wurden die Ausreißer wieder zurückgeholt. Danach entstand eine unruhige Phase im Feld, in der es viele Attacken und Ausreißversuche gab.
Schließlich entstand rund 25 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende fünfköpfige Gruppe mit Dinkler, Franz, Tschernoster, Georg Loef und Luca Henn. Diese holte bis zu 45 Sekunden Vorsprung aufs Feld heraus und rettete davon noch sechs Sekunden Vorsprung ins Ziel.
Philipp Walsleben vom P&S Team Thüringen kam als Achter durch Ziel und verteidigte damit seine Bundesliga-Führung.
Bei den Frauen hieß die Siegerin Beate Zanner vom Thüringer Maxx Solar-Lindig Team. Sie war die schnellste im Zielsprint der Spitzengruppe und verwies Lydia Wegemund und ihre Thüringer Teamkollegin Carolin Schiff auf die Plätze 2 und 3.

Dorothea Heitzmann vom Thüringer Juniorinnenteam Maxx Solar-Lindig belegte in ihrer Altersklasse den 2. Platz.
Die Juniorinnen waren mit zwei Minuten Vorgabe in das 78 Kilometer lange Rennen auf einem 6,5 Kilometer langen Rundkurs in und um Sebnitz gegangen. Dorothea war Teil einer fünfköpfigen Spitzengruppe, aus der sich im Finale Hannah Ludwig und sie absetzen konnten. In der letzten Runde griff jedoch Ludwig an und fuhr schließlich mit 16 Sekunden Vorsprung alleine zum Sieg. Rang 3 belegte Katharina Hechler im Sprint der dreiköpfigen Verfolgergruppe, die zweieinhalb Minuten später ins Ziel kam.

Weitere Infos zur Rad-Bundesliga auf der Homepage der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga»

EM in Erfurt: Schiewer verteidigt Steher-Titel erfolgreich

Franz Schiewer und Schrittmacher Gerd Gessler haben ihren Europameistertitel bei den Stehern verteidigt. Bei den Titelkämpfen in Erfurt verwiesen die Lokalmatadoren Reinier Honig/Jos Pronk aus den Niederlanden auf den zweiten Rang, Dritte wurden etwas überraschend ihre Nationalmannschaftskollegen Daniel Harnisch/Peter Bäuerlein.

Reinier Honig/Jos Pronk waren von Startposition eins ins einstündige Steher-Finale gegangen und Franz Schiewer/Gerd Gessler kamen zunächst nicht an Jeroen Kaldenbach/Patrick Besteman vorbei. Das gelang ihnen dann aber erfolgreich in der zweiten Rennhälfte.

„Tausende Leute, die für dich schreien, geben nochmal extra Motivation. In Berlin war es schon eine Art Heimspiel, aber hier in Erfurt hatte es sich fast so angefühlt, dass alle nur für Dich da sind“, lobte Franz Schiewer das Publikum auf der Radrennbahn Andreasried, das zahlreich erschienen war, um seinen Lokalmatador anzufeuern.

Im Derny holten Achim Burkart und sein Schrittmacher Christian Ertel Bronze. Derweil feierten dort die Niederländer einen Doppelsieg. Es gewannen Nick van der Lijke/René Kos vor Maikel Zijlaard/Ron Zijlaard. Im Finale übernahmen Nick van der Lijke/René Kos früh die Spitze und ließen sich von dort nicht mehr verdrängen. Hinter ihnen lagen Maikel Zijlaard/Ron Zijlaard, Vigano/Dagnoni und Burkart/Ertel. Doch Vigano bekam Probleme und damit war die Vorentscheidung um die Medaillen gefallen. Im weiteren Verlauf waren Burkart/Ertel immer wieder in schweren Zwei- und Dreikämpfen verwickelt, so dass er keine Chance mehr hatte, um Platz zwei zu fahren, war aber schließlich auch mit dem dritten Rang zufrieden:

„Es war ein schneller Start und die Niederländer haben das Tempo hochgehalten. Wir hatten dann eine Lücke, die wir leider nicht mehr schließen konnten. Wir haben uns aber nicht schlecht verkauft. Die Niederländer waren heute einfach stärker“, meinte Burkart nach dem Rennen.

4. Thüringer Sportkongress 2018 – Workshops werden für Lizenzverlängerungen…

Vom 7. bis 9. September 2018 findet bereits der 4. Thüringer Sportkongress, die
bisher größte Sportfortbildung Thüringens, statt.
Für drei Tage steht die Landessportschule im Mittelpunkt der Sportvereine. Während
die Übungsleiter und Trainer sich sportlich bewegen, können Vorstände die Chance
wahrnehmen, etwas über den Verein der Zukunft, Mitgliedergewinnung,
Rechtsfragen und Trends beim Sporttreiben erfahren.
Dabei ist es das Anliegen, in noch stärkerem Maße sportartübergreifende, aber auch
sportartspezifische Fortbildungsangebote von Sportfachverbänden in die inhaltliche
Gestaltung des 4. Sportkongresses einzubinden.


Deshalb werden in Abstimmung mit dem Landessportbund Thüringen folgende
Workshops für Lizenzverlängerungen im Bereich Rennsport / Trainer C und Trainer B
durch den Thüringer Radsport-Verband anerkannt.


Freitag, 07.09.2018: Workshop-Nr.: 103, 202, 304, 402
Samstag, 08.09.2018: Workshop-Nr.: 116, 204, 207, 211, 309, 313,
319, 410
Sonntag, 09.09.2018: Workshop-Nr.: 218, 326, 327, 329