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Uwe Jahn für weitere drei Jahre an der Spitze…

13. TRV-Verbandstag bestätigt – Radsport bleibt die Nummer 1 in den Thüringer Sommersportarten

Uwe Jahn wurde auf dem 13. Verbandstag des Thüringer Radsport-Verbandes für weitere drei Jahre in seiner Funktion als Präsident bestätigt, was für eine erfolgreiche, kontinuierliche Verbandsarbeit spricht und das in der Sportart  Radsport in all seinen Fassetten und seiner Vielfältigkeit.

Bad Blankenburg. „Was wir geleistet, was wir in Bewegung gehalten haben und das mit einem perspektivischen Blick in die Zukunft“, gab Uwe Jahn, Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes, die inhaltliche Richtung für den 13. TRV-Verbandstag vor, der am vergangenen Samstag in der Landessportschule Bad Blankenburg stattfand. Prof. Dr. Stefan Hügel,  Vizepräsident Breitensport beim Landessportbund Thüringen, verwies in seinem Grusswort darauf, dass der Radsport weiterhin die erfolgreichste und leistungsstärkste Sommersportart in Thüringen ist und es fehle nicht mehr viel, sogar zur erfolgreichsten Sportart im gesamten Thüringer Sport zu werden. Ganz soweit wollte Uwe Jahn dann aber nicht gehen. Er sieht in dieser Aussage eher eine Herausforderung, mit dem Ziel, den Abstand zur führenden Sportart, dem Wintersport, weiter zu verkürzen.

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Die im vergangenen Sportjahr erzielten Erfolge, so der TRV-Präsident, sind Ausdruck einer kontinuierlichen Arbeit in den Vereinen, bei der Umsetzung  der vom Verband beschlossenen Konzepte zur Entwicklung des Nachwuchsleistungsport bis hin zum Spitzensport.

So verwies Uwe Jahn auf die großartigen Erfolge von Maximilian Dörnbach, Richard Aßmuss, Marc Jurzik, Jan May und Pauline Grabosch im Bahnradsport mit insgesamt acht Medaillen bei Juniorenwelt- und Europameisterschaften und U23-Meisterschaften. Besonderer Beachtung gelten dabei der U23-EM-Titel von Maximilian Dörnbach im 1000m Zeitfahren sowie die beiden Juniorenweltmeistertitel von Pauline Grabosch im 500m Zeitfahren und im Sprint.

Durchbrochen sei auch die Durststrecke der letzen zwei bis drei Jahren im Straßenradsport der U23. Als erfreulich wertete der TRV-Präsident das Abschneiden von Konrad Gessner, der bei der Deutschen U23-Straßenmeisterschaft im Vorjahr Platz zwei belegte und im gleichen Jahr sich bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der Elite auf Rang sechs in die Ergebnisliste eintrug und als Nationalmannschaftskader berufen wurde. Im Nachwuchsbereich der Altersklassen U15 bis U19 konnten 2016 bei den Deutschen Meisterschaften insgesamt 21 Medaillen eingefahren werden, darunter 11 Gold-, 6 Silber- und 4 Bronzemedaillen.

Mit Kristina Vogel, René Enders, Kersten Thiel, Gudrun Stock und Lisa Klein vertraten gleich sechs Athleten erfolgreich die Thüringer Farben und stellten somit den Hauptanteil des Kaderaufgebotes  des Freistaates.

Uwe Jahn erinnerte an den Olympiasieg von Kristina Vogel im Sprint, der Bronzemedaille im Teamsprint, an die zweiten Plätze von René Enders im Teamsprint und Kerstin Thiele in der 4000m Mannschaftsverfolgung, an die ausgezeichneten Platzierungen und errungenen Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften 2016 im Straßen- und Bahnradsport, speziell die Erfolge von Lisa Klein, Marcel Kittel, John Degenkolb, André Greipel und Toni Martin wie auch der 3. Platz durch Harriet Rücknagel vom RSV Raderberch bei den Deutschen Meisterschaften im Downhill der Frauen. Beachtlich auch die Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften in den nichtolympischen Disziplinen wie Radball und Kunstradfahren.

Weiter vorangekommen sei man auch hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, und das nicht zuletzt durch die Schaffung von Strukturen mit denen den Athleten auch eine Perspektive  im U23-Bereich und darüber hinaus geboten wird, wie im Ausdauerbereich mit dem U23 P & S Team Thüringen, dem Thüringer Sprintteam sowie im Frauenbereich mit dem Team Maxx-Solar LINDIG Woman Cycling.

Weitere Impulse erhofft sich Uwe Jahn mit der Umsetzung des Reformpapiers des DOSB, merkte aber kritisch an, dass es zwar in seinen Grundzügen bereits Anfang Dezember 2016 verabschiedet wurde, aber erst ab 2019 vollumfänglich greifen soll, was bedeutet, erst im letzten Jahr vor den Sommerspielen. Unabhängig davon hält der TRV an der Fortschreibung  seines Regionalkonzeptes fest, welches in den kommenden Wochen in den betreffenden Vereinen vorgestellt und mit ihnen besprochen wird. „An der bisherigen Struktur des Nachwuchs-Leistungssports im TRV wird sich grundlegend nichts ändern, das Landesleistungszentrum und die zwei Stützpunkte Erfurt und Gera bleiben bestehen und werden weiter qualifiziert“, so Uwe Jahn.

Schwerpunkte für die weitere Verbandsarbeit sieht der TRV-Präsident in der Mitgliederzahl, die Verbesserung der Sportangebote unter Berücksichtigung des veränderten Freizeitverhaltens sowie des Breitensports, darunter RTF und Radwandern und nicht zuletzt eine verbesserte Förderung  und Würdigung des Ehrenamtes.

Hinsichtlich der Entwicklung der Mitgliederschaft konnte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 229 erreicht werden. Damit sind im TRV 2 263 Mitglieder organisiert, darunter 564 Kinder und Jugendliche.

Sorge bereitet dem Verband der seit drei Jahren anhaltende Rückgang  von 880 auf 721 bei den Lizenzzahlen im sogenannten Aktievenbereich. Während in den Altersbereichen U11 bis U15 seit 2014 eine Verringerung zu verzeichnen ist, gibt es seit 2015 ein Anstieg der Lizenzzahlen im Jugend- und Juniorenbereich.

Der 13. Verbandstag endete mit der Neuwahl des Präsidiums. Nicht mehr für das Präsidium kandidierte der bisherige Vizepräsident Leistungssport, Dietmar Scheibe. Uwe Jahn würdigte sein über 20-jähriges Engagement als Präsidiumsmitglied und überreichte ihm die Urkunde als Ehrenmitglied des TRV.

 

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Das neugewählte TRV-Präsidium (v.l.): Marian Koppe (Vizepräsident Marketing/Kommunikation/FSV Thüringia), Rainer Gerth (Vizepräsident Finanzen/RSV Sonneberg), Uwe Jahn (Präsident/1. RSV 1886 Greiz), Knut Wesser (Vizepräsident Hallenradsport/Blau-Gelb Ehrenberg), Lucas Schädlich (Vorsitzender der Thüringer Radsportjugend/SSV Gera 1990).

Ausschreibung: Das Grüne Band – für vorbildliche Talentförderung im…

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Radsportfreunde,

auch im diesem Jahr möchten wir euch auf die Möglichkeit zur Bewerbung um das „Grüne Band“, aufmerksam machen.

Damit möchte die Commerzbank AG gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund über die Initiative „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ Kinder und Jugendliche unterstützen und gleichzeitig eine konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport belohnen.

Das Grüne Band ist mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro für die leistungssportliche Nachwuchsarbeit der ausgezeichneten Vereine verbunden.

Allgemeine Informationen erhaltet ihr unter: 

http://www.dosb.de/de/dasgrueneband/

Des Weiteren erhaltet ihr über folgenden Link den Bewerbungsbogen, der vollständig ausgefüllt, bis spätestens 31.03.2017 beim Bund Deutscher Radfahrer e. V., eingegangen sein sollte: 

http://www.dosb.de/de/dasgrueneband/bewerbung/

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und wünschen allen teilnehmenden Vereinen, viel Erfolg.

Danke Ehrenamt! Landessportbund Thüringen und Thüringer Ministerium für Bildung,…

Verdienter Lohn: Der Landessportbund Thüringen (LSB) hat am 5. Dezember im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei stellvertretend für die rund 60.000 Ehrenamtlichen im Sport 44 Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter sowie Sportorganisatoren für ihre Verdienste ausgezeichnet. Zudem erhielten acht Ehrenamtliche die höchste staatliche Sportauszeichnung in Thüringen, die Thüringer Sportplakette. 

„Ihrem Einsatz verdankt der Sport seine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Ohne das Ehrenamt wäre der Thüringer Sport um vieles ärmer und kälter“, erklärt LSB-Präsident Peter Gösel. „Die Veranstaltung ist zugleich ein öffentliches Dankeschön an alle, die viele Stunden im Sport unentgeltlich aktiv sind.“ Insgesamt kommen die 60.000 Ehrenamtlichen in den Thüringer Sportvereinen auf über zehn 10 Millionen Stunden pro Jahr. Umso wichtiger ist ihre Anerkennung als „Seele des Sports“. Jedes Jahr können Kreis- und Stadtsportbünde sowie Sportfachverbände für die traditionelle Veranstaltung im Dezember Vorschläge unterbreiten, wer in den einzelnen Kategorien geehrt werden soll.
 
Die Ehrenurkunden und Geschenke übergab LSB-Präsident Peter Gösel gemeinsam mit Dr. Birgit Klaubert, der Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, die zudem die Sportplakette des Freistaats Thüringen verlieh.  

Geehrt wurden (aus Sicht des Thüringer Radsportverbandes): 

  • Anja Eckstädt (SV Creaton Großengottern)
  • Sabine Wenzel (Stadtsportverein Gera 1990)
  • Andreas Scheinpflug (Rad-Sport-Club Waltershausen)
  • Vera Hohlfeld (Waltershausen)


Radsport trauert um Volker Lenz

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

Mit Trauer und Anteilnahme wurde im Thüringer Radsport-Verband die Nachricht vom Tod des langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten, Volker Lenz (geboren am 24. Mai 1940, gestorben am 13. Oktober 2016), aufgenommen. Mit ihm verliert der Thüringer Radsport einen leidenschaftlichen Verfechter für die Ideale des Radsports, der sich in besonderer Weise für die Entwicklung und Förderung dieser Sportart in Thüringen verdient gemacht hat.

 

Besonders engagiert hatte sich Volker Lenz für den Radsport in Greiz. Als 15-Jähriger fand er den Weg zum Radsport, wurde Mitglied in der BSG Fortschritt Greiz, wo er sich durch seinen Trainingsfleiß, seinen Kampfgeist und vor allem durch seine Sportskameradschaft auszeichnete.
Auch nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn blieb er seiner Sportart treu, übernahm vielfältige und verantwortungsvolle Funktionen im Radsport des damaligen Bezirkes Gera sowie nach der Wiedervereinigung im Freistatt Thüringen.
Der gelernte Maschinenschlosser beendete in den 60er Jahren ein Studium als Sportlehrer des DTSB der DDR erfolgreich und wechselte in den Kreisvorstand des DTSB. Von 1970 bis 1980 war er als Bezirkstrainer im Radsport tätig und danach, bis zur Auflösung der DTSB-Sportstrukturen, als Direktor der Sportschule in Greiz, die für die Ausbildung von Übungsleitern und Kampfrichtern des Bezirkes Gera verantwortlich zeichnete.
Über zehn Jahre leitete er mit viel ehrenamtlichen Engagement als Vorsitzender den Bezirksfachausschuss Radsport.
Als Mitbegründe des „Sportfördervereins Kurt Rödel“ e.V. und als dessen Präsident hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die Greizer Sportschule für den Schul –und Vereinssport der Stadt Greiz erhalten blieb.
Den Sport in seiner Gesamtheit immer im Blick, lag Volker Lenz aber dennoch der Radsport besonders am Herzen. Noch bevor der Deutsche Radsport-Verband der DDR Gespräche mit dem Bund Deutscher Radfahrer aufnahm, suchte Volker Lenz den Kontakt zum BDR und gründete 1990 mit Gleichgesinnten den Thüringer Radsport-Verband, den er bis 1997 als Präsident führte. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Volker Lenz in der Folgezeit zu seinem Ehrenpräsidenten gewählt.
Durch sein verantwortungsvolles und umsichtiges Wirken nahm der Thüringer Radsport-Verband eine äußerst positive Entwicklung und ist bis heute die erfolgreichste olympische Sommersportart im Freistaat.
Mitte der 90er Jahre wurde Volker Lenz Mitglied der Ehrengilde im Bund Deutscher Radfahrer. 2008/09 übernahm er die verantwortungsvolle Funktion des Gildemeisters. In den Folgejahren war seine Mitarbeit als Ehren-Gildemeister geschätzt und geachtet.
Das Mitgefühl des Präsidiums, des Hauptausschusses, der hauptamtlichen Mitarbeiter und aller Mitglieder des Thüringer Radsport-Verbandes gilt seiner Frau Thea, seinen Kindern sowie allen Angehörigen.
Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Grabosch holt EM Silber in Paris

Vor dem deutschen Doppel-Sieg bei den Stehern setzte Pauline Grabosch aus Erfurt bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft in der Elite-Klasse ihre Erfolgsgeschichte fort. Die 18-Jährige, kürzlich erst zur „Juniorsportlerin des Jahres“ gekürt, fuhr in 34,318 Sekunden auf Platz zwei über 500 Meter und holte Silber. Die vierfache Junioren-Weltmeisterin musste sich in 34,318 Sekunden um nur 0,008 Sekunden der Russin Daria Shmelewa beugen. Die amtierende Weltmeisterin und Titelverteidigerin Anastasia Voinowa wurde in 34,483 Sekunden Dritte. „Ich freue mich riesig. Die Russinnen sind einfach stark. Eine hatte ich davon im Sack und zur Siegerin fehlte mir ein Wimpernschlag. Das sagen zu können, ist einfach überwältigend“, erklärte Grabosch.

SV bleibt Hauptsponsor des TRV

Die SparkassenVersicherung und der Thüringer Radsport-Verband werden auch bis 2018 Partner bleiben. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Parteien gestern in Frankfurt/Main getroffen.  Schwerpunkt wird auch in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendsport sein. Damit wird es auch eine Fortsetzung des Jugendfördercup der SV SparkassenVersicherung geben. Die SV betonte, dass selbst in schwierigen Wirtschaftsjahren eine Aussetzung der Zusammenarbeit aufgrund der hervorragend Ergebnisse des TRV im Nachwuchsbereich nie zur Debatte stand.

Fortgesetzt wird auch die Zusammenarbeit der SV mit dem Hessischen Radfahrerverband.

Regionem Orlicka Lanskroun 2016

Am Donnerstag den 04.08. ging es für 7 Junioren des Stevens Junior Team Thüringen nach Lanskroun/Tschechien. Bei dieser Rundfahrt ist das besondere, das auch 3 Jugendfahrer mitfahren dürfen. So starteten 10 Sportler aus Thüringen in dem 177 Mann großen Fahrerfeld. 

Hier die genauen Ergebnisse der verschiedenen Etappen: Ergebnisse

Fabian Käßmann konnte sich auf der ersten Etappe einen guten 4. Platz sichern. Das anschließende Zeitfahren belegte Johannes Banzer als bester Thüringer auf Rang 10. Bei der 3. Etappe schaffte es Henrik Pakalski mit einem 9. Platz ebenfalls in die Top 10. Die abschließende vierte Etappe verlangte von den Sportlern nocheinmal alles ab. Am Ende war es wieder Johannes Banzer der mit einem 10.Platz auf sich aufmerksam machte. 
In der Gesamtwertung war es wiederum Banzer, der mit seinem 9. Platz bester Thüringer in Tschechien wurde. Aber nicht nur die Junioren zeigten das sie vorne mitfahren konnten. Auch die Thüringer Jugendfahrer mischten Tag zu Tag ganz vorne mit. Jakob Geßner konnte so die Wertung des besten Jugendfahrers für sich entscheiden und auch Janis Peter der zweite der drei Jugendfahrer schlug sich wacker und belegte am Ende Rang zwei in dieser Wertung.

Einmal Rio und zurück – Die Erfurterin Trixi Worrack…

Die 39. Internationale Thüringenrundfahrt der Frauen war für die vierfache Mannschafts-Weltmeisterin Trixi Worrack vom deutschen Team Canyon SRAM Racing die Generalprobe vor ihren zwei Starts beim Straßenrennen und dem Einzelzeitfahren bei ihren vierten Olympischen Spielen in Brasilien. Nach ihrem schweren Sturz im März in Italien mit einer Notoperation und dem Verlust einer Niere, war das für die 34-Jährige erst ihr drittes Rennen. Unsere Zeitung sprach mit der nur 1,60 m großen und 50 Kilo schweren Profisportlerin darüber,

Wie lief es bei der Thüringenrundfahrt bei Ihnen?
Ich bin in die Rundfahrt gestartet um zu testen, ob ich mit einer fehlenden Niere überhaupt sieben Tage am Stück fahren kann. Dabei fielen mir die ersten Tage, wegen meiner fehlenden Trainings- und Rennkilometer, schwer. Ab dem vierten Tag konnte ich dann mit der Weltklasse vorn mitfahren und habe mich auch nach jeder Etappe gut erholt.

Und bei der Etappe „Rund um Erfurt“?
Die war sehr schnell, wobei sich die Favoritinnen erst mal beschnuppert haben. Bei der Finalrunde durch die Arnstädter Hohle im Steiger zerriss das fast geschlossene Feld, aber das hatte ich schon vorher erwartet.

Hatten sie sonst Probleme bei der Thüringen-Tour?
Na ja. Alle Teilnehmer waren in Legefeld bei Weimar untergebracht. Da gab es tägliche Transfers zu und von den Etappen. Abends kam ich dann nach der Ankunft im Hotel, der Massage, dem Essen und der Mannschaftsbesprechung meist er sehr spät ins Bett. Aber das ist bei allen Rundfahrten so stressig. Schlimmer ist es, wenn man nach jeder Etappe in ein anderes Hotel ziehen muß.

Wann fliegen sie nach Rio?
Das geschieht am 31. Juli mit einer Chartermaschine und vielen anderen Deutschen Olympiateilnehmern. Der Flug dauert etwa 12 Stunden und ist zum Glück nachts, wobei man vielleicht etwas Schlafen kann.

Haben Sie noch einen Start vor dem Abflug?
Nein. Ich mache jetzt mal zwei Tage Pause, will meine Eltern in Dissen(Spreewald) besuchen und muss noch Rennmaterial von meinem Team für Rio in Leipzig abholen, ehe ich noch vier Tage um Erfurt und in dem Thüringer Wald jeweils drei- bis fünf Stunden auf der Straße trainiere.

Kennen Sie die Olympia-Kurse?
Ja. Ich bin letzten Oktober nach der Weltmeisterschaft in den USA in Rio gewesen und habe mir die Strecken angeschaut. Das Einzelzeitfahren über etwa 30 Kilometer ist mit zwei schweren Anstiegen gewürzt. Auch bei dem Straßenrennen auf einer 140 km-Runde geht es ständig rauf und runter, so dass wir ein sehr schweres Rennen erwarten.

Haben Sie sich bei Olympia persönliche Ziele gesetzt?
Nein. Dazu war die Vorbereitungszeit nach meinem schweren Sturz zu kurz. Im März und April war noch gar nicht an eine Olympiateilnahme zu denken. Wir sind vier deutsche Frauen am Start und werde versuchen die Beste zu unterstützen, dass sie im Ergebnis möglichst weit vorn landet.

Folgt danach der verdiente Urlaub?
Leider nein. Schon am 18. August fahre ich zwei Rennen in Schweden, anschließend folgen noch Starts in Holland, Belgien und Italien.

 

Olympiastarter von Tokio gesucht

Morgen beginnen in Aigle die Bahn-Weltmeisterschaften der Junioren. Dort werden Sportlerinnen und Sportler an den Start gehen, die vielleicht schon in vier Jahren in Tokio bei den Olympischen Spielen dabei sein werden. Pauline Grabosch, zweifache Junioren-Weltmeisterin von 2015, ist eine von ihnen und gilt als hoffnungsvolle Medaillenkandidatin dieser Junioren-WM.

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Das gilt in diesen Tagen mehr denn je für Pauline Grabosch (RSC Turbine Erfurt). Theoretische Führerscheinprüfung: Bestanden. Zeugnis der 11. Klasse mit den Leistungskursen Deutsch, Englisch, Mathematik und Sporttheorie am Sportgymnasium Erfurt: Note 1,5. Und am 28. Juni ging bei ihrem Erfurter Heimtrainer Tim Zühlke auch noch eine schon erwartete E-Mail vom Weltverband UCI ein. Inhalt: Die Sprinterin ist jetzt auch offiziell Junioren-Weltrekordlerin über 200 Meter fliegend. Beim Grand Prix in Moskau-Krylatskoje Ende Mai  hatte Grabosch die Bestmarke von Rebecca James aus Großbritannien auf 10,870 Sekunden verbessert und hält jetzt in der U 19 alle drei Bestmarken – zusammen mit Emma Hinze (Cottbus) im Teamsprint (33,962) und auch über 500 Meter (34,657).

So kann’s und soll’s natürlich weitergehen für Grabosch, zumal für die 18-Jährige und die deutschen Junioren vom 20. bis 24. Juli in Aigle/Schweiz die Junioren-Weltmeisterschaften auf dem Programm stehen. Als zweifache Weltmeisterin von 2015 in Astana (Teamsprint, Zeitfahren) ist Grabosch nach dem Aufstieg von Emma Hinze in die Eliteklasse die große deutsche Medaillenhoffnung – zumal nun auch im älteren Jahrgang. Allerdings lief in der Vorbereitung mal ausnahmsweise nicht alles rund. „Mich hat es nach dem Sprint-Cup in Cottbus ein bisschen aus der Bahn geworfen“, berichtet Grabosch über eine nicht unkomplizierte HNO-Erkrankung.

Inzwischen hat Grabosch die Vorbereitung wieder aufgenommen und blickt der WM für die Jahrgänge 1998 und 1999 gewohnt optimistisch entgegen. „Mir geht es wieder gut. Vielleicht war es für mich auch von Vorteil, dass ich mal ein paar Tage rausnehmen konnte“, so Grabosch. In Aigle startet sie in Sprint, Keirin und Zeitfahren. Ihren Titel im Teamsprint muss sie mangels Partnerin kampflos abgeben. „Klar, das tut schon ein bisschen weh, ist aber nicht zu ändern“, so Grabosch. Priorität hat die Titelverteidigung über die 500 Meter. „Das Trikot möchte ich wieder mitnehmen, zumal ich als Letzte starte.“ Ansonsten gelte: Nur nicht zu viel Druck. „Ich habe alles gemacht, was ich konnte. Die Zeiten in der Vorbereitung waren schon eine Marke. Jetzt lasse ich mich überraschen.“ Bundestrainer Jörg Winkler sagt: „Erreicht Pauline Normalform, wird die eine wichtige Rolle spielen.“ Nach der WM ist Urlaub bei der Familie im sachsen-anhaltinischen Bottmersdorf angesagt. „Pflege fürs Herz“, wie Grabosch es nennt. Ohne Schule, ohne Training, ohne Wettkämpfe. „Nur die praktische Fahrprüfung will ich dann noch ablegen“, so Rad-Ass Pauline Grabosch.

Das BDR-Aufgebot

  • Kurzzeit:
  • Pauline Grabosch (RSC Turbine Erfurt/THU, Jahrgang 1998)
  • Alexander Franz (RSC Cottbus/BRA, Jahrgang 1998)
  • Carl Hinze (Schweriner SC/MVP, 1999)
  • Nick Rother (Schweriner SC/MVP, 1999)
  • Nik Schröter (RSC Cottbus/BRA, 1998)
  • Felix Zschocke (RSV 54 Venusberg/SAC, 1998)
     
  • Ausdauer:
  • Franziska Brauße (RSV Betzingen/WÜR, 1998)
  • Lena Ostler (Equipe Velo Oberland/BAY, 1998)
  • Rico Brückner (RSG Muldental Grimma/SAC, 1999)
  • Karlo Brüser (SC Berlin/BER, 1998)
  • Bastian  Flicke (PSV 1893 Forst/BRA, 1998)
  • Felix Groß (RSV 54 Venusberg/ SAC 1998)
  • Maximilian Hamberger (VC Ratisbona Regensburg/BAY, 1998)
  • Felix Happke (RSV Unna, 1999)
  • Per Münstermann (SG Radschläger 1970 Düsseldorf/NRW, 1999)


Die Entscheidungen 

  • Mittwoch,  20. Juli
  • Punktefahren Juniorinnen
  • Teamsprint Junioren
  • Teamsprint Juniorinnen
     
  • Donnerstag, 21. Juli
  • 500-m-Zeitfahren Juniorinnen
  • Mannschaftsverfolgung Juniorinnen
  • Mannschaftsverfolgung Junioren
  • Scratch Junioren
  • Keirin Junioren
     
  • Freitag, 22. Juli
  • 1000-m-Zeitfahren Junioren
  • Punktefahren Junioren
  • Einerverfolgung Juniorinnen
  • Scratch Juniorinnen
     
  • Samstag, 23. Juli
  • Madison Juniorinnen (Demonstrationswettbewerb)
  • Sprint Juniorinnen
  • Einerverfolgung Junioren

  • Sonntag, 24. Juli
  • Keirin Juniorinnen
  • Sprint Junioren
  • Madison Junioren