Aktuelles

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Bahn-EM: Vogel und Levy im Finale

Berlin (rad-net) – Kristina Vogel hat das Finale im Sprint-Turnier bei der Bahn-Europameisterschaft im Berliner Velodrom erreicht. Die erst 19-jährige Pauline Grabosch erreichte das Kleine Finale um Bronze. Im Keirin fährt Maximilian Levy um die Medaillen.

Vogel wie auch Grabosch hatten ein souveränes Turnier gefahren. In der Qualifikation fuhren sie in 10,643 beziehungsweise 10,741 Sekunden die schnellsten Zeiten und kamen damit direkt ins Achtelfinale und besiegten dort genauso wie im Viertelfinale ihre Gegnerinnen. Im Halbfinale gewann Kristina Vogel in zwei Läufen gegen Anastasiia Voinova (Russland). Pauline Grabosch traf auf die auch erst 18-jährige Mathilde Gros (Frankreich) und gewann den ersten Lauf. Doch dann musste sie sich in den nächsten beiden Läufen Gros geschlagen geben.

Im Keirin schied Joachim Eilers im Halbfinale aus, während Maximilian Levy als Lauf-Dritter das Finale erreichte. Dort trifft er nun auf Sebastian Vigier (Frankreich), Denis Dmitriev, Shane Perkins (beide Russland), Tomas Babek (Tschechien) und Andrii Vynokurov (Kasachstan).

Ein Bundespolizist trainiert die Bahnsprinter – Ex-Weltmeister Rene Enders…

Dieses Angebot von Rene Enders kam von Herzen. Vor zwei Monaten hatte der frühere
zweimalige Bronzemedaillengewinner bei Olympischen Spielen, Doppel-Weltmeister,
Doppel-Europameister, vielfacher Weltcupsieger und oftmalige Deutsche Meister beim
Sparkassen-Giro in Bochum sein letztes Rennen gefahren. Nun stand das Sprintteam
Thüringen für das Enders viele Jahr startete, nach dem Abgang des bisherigen
Erfolgstrainers Tim Zühlke als Nationaltrainer nach China, vor der Suche nach einem
neuen Trainer. Wir sprachen darüber mit dem 30-jährigen Obermeister der
Bundespolizei.

Wollten Sie im Sommer vom Radsport Abschied nehmen?

Eigentlich nicht. Nach 15 Wettkampfjahren auf hohem Niveau wollte ich mir eigentlich
mehr Zeit für meine Familie und meinen Beruf nehmen. Der Radsport sollte nur noch für
meinen Fitness und den Spaß sein.


Und wie wurden sie nun plötzlich Trainer?

Nach dem Weggang von Tim Zühlke stellte sich seine Nachfolge sehr kompliziert dar. Deswegen wollte ich, neben meinem Beruf als Polizist, nebenbei mit meiner reichen. Erfahrung das Training zu übernehmen.

Ist die Tätigkeit zeitlich begrenzt? 

Ja, auf alle Fälle bis ein neuer hauptberuflicher Trainer seine Arbeit aufgenommen hat.

Und danach?

Hoffe ich den neuen Trainer mit meinem Wissen unterstützen zu können und gelegentlich
mit ihm zusammen zu arbeiten.

Bleibt das Thüringer Sprintteam zusammen?

Ja. Alles läuft wie bisher weiter. Auch Kristina Vogel, Pauline Grabosch und Max Dörn
bach trainieren hier weiter.

Was sind für Ihre Truppe die nächsten Ziele?

Jan May fährt nächste Woche beim Sprint-Grande Prix in Wien. Kristina und Pauline
startet bei der Europameisterschaft vom 19. bis 22. Oktober in Berlin und Max bereitet sich
auf den ersten Weltcup am 4./5. November im polnischen Pruszkow vor.

Als Joker im WM-Rennen

Radsportlerin Lisa Klein tanzte einst und fuhr Motocross. Nun hat die Erfurterin ihr bestes Jahr mit Bronze gekrönt

Bergen. Als Kind bändigte sie einst sogar eine Motocross-Maschine, mit der Mutter hat sie getanzt. Aber als der Vater schließlich im Sattel saß, packte auch Lisa Klein das Radsport-Fieber. Die 21 Jahre alte deutsche Meisterin hat bei der WM in Bergen ihr ohnehin bislang bestes Jahr als Leistungssportlerin gekrönt. Nach Platz drei mit ihrem Team Cervélo Bigla im Mannschaftszeitfahren will Klein im Straßenrennen am Samstag ihre ganze Kraft einsetzen, um den deutschen Frauen um Lisa Brennauer und Trixi Worrack zu einer Top-Platzierung zu verhelfen. „Dass ich hier schon eine Medaille gewonnen habe, betrachte ich als eine Ehre“, sagt Klein.

Sie stammt aus Völklingen-Lauterbach im Saarland und ebnete am Stützpunkt in Kaiserslautern einst den Weg in die nationale Spitze, bevor das private Glück sie vor zwei Jahren nach Thüringen verschlug. Mit Bahnradfahrer Maximilian Dörnbach ist die Sportsoldatin befreundet und pendelte oft hin und her. „Weil ich keine halben Sachen mache, bin ich damals nach Erfurt gezogen“, sagt Klein, die von nun aber auch eine neue Trainingsgruppe benötigte. Mit Michael Beckert fand sie einen neuen Trainer, dem sie vertraut. „Ihm muss ich an dieser Stelle einmal Danke sagen. Er ist immer für mich da“, sagt Klein.

In Deutschland ist die 1,69 Meter große Radsportlerin schon in diesem Jahr oben angekommen. Bei den nationalen Meisterschaften im Juni in Chemnitz gewann sie den Sprint einer 13-köpfigen Spitzengruppe. „Sie ist eine super Saison gefahren“, sagt ihr Trainer Michael Beckert, der einst auch den vierfachen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin betreute.

Im Oktober bei der Bahnrad-EM am Start

Neuausbildung C-Trainer Rennsport

Der Thüringer Radsport-Verband e.V. führt 2017/2018 eine Neuausbildung zum Erwerb der Trainer C-Lizenz (Schwerpunkt Rennsport) durch. Die Ausbildung umfasst 90 LE
(1 Lernheit (LE) = 45min) und wird mit einer Lehrprobe sowie Prüfung abgeschlossen.

Teilnahmevoraussetzungen Trainer C:
Mindestalter 17 Jahre, Absolvierung des Grund- und Aufbaulehrgangs Fachübungsleiter (Bescheinigungen müssen bei
Lehrgangsbeginn vorliegen, bzw. die Anmeldung zum Aufbaulehrgang muss vorgelegt werden), mindestens zweijährige Funktion/Aktivenlaufbahn im Radsportverein (Bestätigung durch den Verein), Erste-Hilfe-Ausbildung (nicht älter als zwei Jahre).


Termine:
28.10. – 29.10.2017    16 LE    Sportgymnasium Erfurt 
25.11. – 26.11.2017    16 LE    Sportgymnasium Erfurt

die weiteren Termine werden dann mit Beginn des Lehrgangs bekannt gegeben.

Kosten:
175,00 € pro Person für Mitglieder in Vereinen des Thüringer Radsport-Verbandes
280,00 € pro Person für BDR Mitglieder anderer Landesverbände

Der Betrag beinhaltet Lehrgangskosten. Übernachtung an den Lehrgangsorten muss selbstständig organisiert werden, Übernachtungskosten müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.

Meldeschluss: 29.09.2017

(Anmeldung per E-Mail: hauspurg@radsport-thueringen.de)


Medaillenjagd in Italien

Am Mittwoch beginnen die Bahn-Weltmeisterschaften des Nachwuchses U19 im italienischen Montichiari, zu denen der BDR mit insgesamt 18 Sportlerinnen und Sportlern angereist ist. Bei den Titelkämpfen vom 23. bis 27. August in Montechiari in Italien werden jeweils zehn Titel, sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Rennklasse U19 vergeben.

Herausragende Athletin mit zwei Goldmedaillen im Sprint und 500-m-Zeitfahren war im vergangenen Jahr Pauline Grabosch, die altersmäßig inzwischen zu den U23-Frauen gewechselt ist. In ihre Fußstapfen sollen Lea-Sophie Friedrich und Emma Götz treten. Friedrich gewann bei der EM vor vier Wochen Silber im Sprint, 500-m-Zeitfahren und im Teamsprint zusammen mit Götz.
Im Kurzzeitbereich der Junioren gab es vor einem Jahr Bronze im Teamsprint. Vom damaligen Trio ist noch der Schweriner Carl Hinze übrig geblieben, der mit den beiden Pfälzern Timo Bichler und Elias Edbauer starke Teamkollegen an seiner Seite weiß. Die 1000-m wird vermutlich der Deutsche Meister Valentin Schumann bestreiten.
Unter den sechs Junioren, die der BDR nach Italien schickt, sticht vor allem Max Gehrmann aus Erfurt hervor, der bei den Deutschen Meisterschaften zwei Einzeltitel (Einerverfolgung und Punktefahren) holte.

Die Thüringer im WM-Aufgebot:

Ausdauer Junioren

Jannis Peter (SSV Gera)
Banzer, Johannes (1. RC Jena)
Gehrmann, Max (Turbine Erfurt)

Ausdauer Juniorinnen

Reißner, Lena Charlotte (SSV Gera)
Wolfram, Vanessa (RSC Turbine Erfurt)

Kurzzeit Juniorinnen
Götz, Emma (RSV Elsleben)

 

WM-Zeitplan

Mittwoch, 23. August
Teamsprint Junioren
Teamsprint Juniorinnen
Scratch Juniorinnen

Donnerstag, 24. August
Mannschaftsverfolgung Junioren
Mannschaftsverfolgung Juniorinnen
Scratch Junioren
Keirin Junioren

Freitag, 25. August
Einerverfolgung Junioren
Punktefahren Junioren
Sprint Juniorinnen
Omnium Juniorinnen

Samstag, 26. August
Omnium Junioren
Sprint Junioren
500-m-Zeitfahren Juniorinnen
Einerverfolgung Juniorinnen
Madison Juniorinnen

Sonntag, 27. August
1000-m-Zeitfahren Junioren
Madison Junioren
Keirin Juniorinnen
Punktefahren Juniorinnen

Grabosch U23-Europameisterin im 500-Meter-Zeitfahren

Anadia (rad-net) – Pauline Grabosch (RSC Turbine Erfurt/Erdgas.2012) hat sich überlegen den Europameistertitel im 500-Meter-Zeitfahren der Frauen U23 geholt. Die 19-Jährige dominierte den Wettbewerb und blieb in 33,703 Sekunden als einzige Starterin unter der 34-Sekunden-Marke und fuhr damit auch neue persönliche Bestzeit. Mit über sieben Zehntelsekunden Rückstand belegte Olena Starikova (34,423/Ukraine), gegen die sich Grabosch gestern noch im Sprint-Finale geschlagen geben musste, den zweiten Platz. Kyra Lamberink (34,562/Niederlande) wurde Dritte.

Im Keirin der Juniorinnen erreichte Lea Sophie Friedrich (RST Dassow) das Halbfinale. Sie gewann die erste Runde. Bei den Junioren kam Elias Edbauer als Sieger seines Laufes ebenfalls ins Halbfinale, während Valentin Schumann als Dritter in den Hoffnungslauf musste, und dort als Zweiter auch noch die nächste Runde erreichte.

Im Omnium der Frauen U23 hat Gudrun Stock zur Halbzeit eine gute Ausgangslage. Nach den ersten zwei von vier Rennen liegt sie auf dem vierten Rang. Nachdem sie im ersten Rennen, dem Scratch Rang acht belegt hatte, gewann sie die Temporunden. Sie hat mit 66 Zählern nur zwei Punkte Rückstand zum Bronzerang, auf dem derzeit Eleanor Dickinson (Großbritannien) liegt. Agenführt wird das Klassement von der U19-Straßen-Weltmeisterin Elisa Balsamo (Italien) mit 72 Punkten, gefolgt von der Straßen-Weltmeisterin der Frauen, Amalie Dideriksen (70/Dänemark).

Bei den Männern U23 ist Erik Schubert nach zwei Wettbewerben 14. Es führt Mark Stewart (76/Großbritannien) vor Niklas Larsen (72/Dänemark) sowie vor den punktgleichen Rui Oliveira (Portugal) und Mark Downey (beide 66/Irland).

Sowohl im Keirin als auch im Omnium fallen heute im Velodrom von Anadia (Portugal) noch die Entscheidungen. Weiter werden die Medaillen im Punktefahren der Junioren und Juniorinnen sowie im Sprint der Männer U23 vergeben.

Trauer um Erfolgstrainer Jochen Wilhelm

Die Toten sind nicht fort, sie gehen mit. Unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt.

Mit Trauer und Anteilnahme geben wir Nachricht vom Tod unseres ehemaligen Bahnrad-Trainers Jochen Wilhelm (geboren am 1. Februar 1943, verstorben am 8. Juli 2017).

Mit ihm verlieren wir einen engagierten Sportfreund und leidenschaftlichen Trainer. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Das Mitgefühl des Präsidiums, der hauptamtlichen Mitarbeiter sowie Trainer und aller Mitglieder des Thüringer Radsport-Verbandes gilt seiner Frau Annemarie, seinen Kindern sowie allen Angehörigen.

Gut ein Vierteljahrhundert hat Jochen Wilhelm eine Vielzahl von Sprinttalenten des Verbandes über die nationale Spitze zu Welterfolgen geführt. Darunter die späteren Bronzemedaillengewinner bei Olympischen Spielen René Enders und Robert Förstemann wie auch einst Michael Seidenbecher.

Er war einer der Großen seiner Zunft, der stets nach Lösungen und neuen Wegen bei der Entwicklung von Talenten gesucht hat. Darüber hinaus war Jochen Wilhelm für seine Sportler mehr als nur ein Trainer. Geschätzt wurde auch seine kollegiale Art in der Trainerschaft. Fachliches Können und Fingerspitzengefühl prägten seine Arbeit, so dass Jochen Wilhelm auch nach seinem Wechsel in den Ruhestand stets mit Rat und Tat seinen Nachfolgern wie auch den Athleten engagiert zur Seite stand.

Sein Name wird für immer und ewig mit den erfolgreichen Athleten, wie Kristina Vogel, die er bis zu seinem Ruhestand zu sechs Juniorenweltmeistertiteln führte, Marcel Kittel, der diesjährige Tour-Star sowie Maik Landsmann und Mario Kummer verbunden sein. Beide Letztgenannten wurden mit dem DDR-Straßenvierer 1988 in Seoul Olympiasieger.

Zu seinen Schützlingen zählte auch René Wolff, Olympiasieger im Teamsprint 2004 und Weltmeister im Sprint 2005.

Mit dem mehrfachen Weltmeister im Straßen-Einzelzeitfahren Tony Martin arbeitete Wilhelm vor Olympia 2016 in Rio noch im Kraftbereich zusammen.

Klein siegt bei DM Straße – Stern verteidigt Gesamtführung…

Lisa Klein (Cervèlo-Bigla) ist die neue Deutsche Meisterin der Elite Straße. Nach einem knapp verpassten Podestplatz im Einzelzeitfahren gelang ihr trotz der Hitze in Chemnitz ein hervorragendes Ergebnis im Kampf um den Titel.

Im Einzelzeitfahren fuhr Corinna Lechner als Einzelstarterin auf den sechsten Platz und entschied so die Bundesligawertung der Frauen für sich.

Auch im Nachwuchsbereich der Deutschen Meisterschaften in Linden wurden gute Ergebnisse erzielt. Mit Miriam Zeise bei den Schülerinnen und Jacob Geßner bei den Junioren, fuhren die Thüringer im Einer Straße auf den jeweils zweiten Platz. Friederike Stern vom RV Elxleben konnte trotz ihres siebenten Platzes die Gesamtführung der BDR-Jugendsichtung verteidigen und schaffte damit die Nominierung zur EYOF in Györ/Ungarn.

Uwe Jahn für weitere drei Jahre an der Spitze…

13. TRV-Verbandstag bestätigt – Radsport bleibt die Nummer 1 in den Thüringer Sommersportarten

Uwe Jahn wurde auf dem 13. Verbandstag des Thüringer Radsport-Verbandes für weitere drei Jahre in seiner Funktion als Präsident bestätigt, was für eine erfolgreiche, kontinuierliche Verbandsarbeit spricht und das in der Sportart  Radsport in all seinen Fassetten und seiner Vielfältigkeit.

Bad Blankenburg. „Was wir geleistet, was wir in Bewegung gehalten haben und das mit einem perspektivischen Blick in die Zukunft“, gab Uwe Jahn, Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes, die inhaltliche Richtung für den 13. TRV-Verbandstag vor, der am vergangenen Samstag in der Landessportschule Bad Blankenburg stattfand. Prof. Dr. Stefan Hügel,  Vizepräsident Breitensport beim Landessportbund Thüringen, verwies in seinem Grusswort darauf, dass der Radsport weiterhin die erfolgreichste und leistungsstärkste Sommersportart in Thüringen ist und es fehle nicht mehr viel, sogar zur erfolgreichsten Sportart im gesamten Thüringer Sport zu werden. Ganz soweit wollte Uwe Jahn dann aber nicht gehen. Er sieht in dieser Aussage eher eine Herausforderung, mit dem Ziel, den Abstand zur führenden Sportart, dem Wintersport, weiter zu verkürzen.

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Die im vergangenen Sportjahr erzielten Erfolge, so der TRV-Präsident, sind Ausdruck einer kontinuierlichen Arbeit in den Vereinen, bei der Umsetzung  der vom Verband beschlossenen Konzepte zur Entwicklung des Nachwuchsleistungsport bis hin zum Spitzensport.

So verwies Uwe Jahn auf die großartigen Erfolge von Maximilian Dörnbach, Richard Aßmuss, Marc Jurzik, Jan May und Pauline Grabosch im Bahnradsport mit insgesamt acht Medaillen bei Juniorenwelt- und Europameisterschaften und U23-Meisterschaften. Besonderer Beachtung gelten dabei der U23-EM-Titel von Maximilian Dörnbach im 1000m Zeitfahren sowie die beiden Juniorenweltmeistertitel von Pauline Grabosch im 500m Zeitfahren und im Sprint.

Durchbrochen sei auch die Durststrecke der letzen zwei bis drei Jahren im Straßenradsport der U23. Als erfreulich wertete der TRV-Präsident das Abschneiden von Konrad Gessner, der bei der Deutschen U23-Straßenmeisterschaft im Vorjahr Platz zwei belegte und im gleichen Jahr sich bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der Elite auf Rang sechs in die Ergebnisliste eintrug und als Nationalmannschaftskader berufen wurde. Im Nachwuchsbereich der Altersklassen U15 bis U19 konnten 2016 bei den Deutschen Meisterschaften insgesamt 21 Medaillen eingefahren werden, darunter 11 Gold-, 6 Silber- und 4 Bronzemedaillen.

Mit Kristina Vogel, René Enders, Kersten Thiel, Gudrun Stock und Lisa Klein vertraten gleich sechs Athleten erfolgreich die Thüringer Farben und stellten somit den Hauptanteil des Kaderaufgebotes  des Freistaates.

Uwe Jahn erinnerte an den Olympiasieg von Kristina Vogel im Sprint, der Bronzemedaille im Teamsprint, an die zweiten Plätze von René Enders im Teamsprint und Kerstin Thiele in der 4000m Mannschaftsverfolgung, an die ausgezeichneten Platzierungen und errungenen Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften 2016 im Straßen- und Bahnradsport, speziell die Erfolge von Lisa Klein, Marcel Kittel, John Degenkolb, André Greipel und Toni Martin wie auch der 3. Platz durch Harriet Rücknagel vom RSV Raderberch bei den Deutschen Meisterschaften im Downhill der Frauen. Beachtlich auch die Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften in den nichtolympischen Disziplinen wie Radball und Kunstradfahren.

Weiter vorangekommen sei man auch hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit, und das nicht zuletzt durch die Schaffung von Strukturen mit denen den Athleten auch eine Perspektive  im U23-Bereich und darüber hinaus geboten wird, wie im Ausdauerbereich mit dem U23 P & S Team Thüringen, dem Thüringer Sprintteam sowie im Frauenbereich mit dem Team Maxx-Solar LINDIG Woman Cycling.

Weitere Impulse erhofft sich Uwe Jahn mit der Umsetzung des Reformpapiers des DOSB, merkte aber kritisch an, dass es zwar in seinen Grundzügen bereits Anfang Dezember 2016 verabschiedet wurde, aber erst ab 2019 vollumfänglich greifen soll, was bedeutet, erst im letzten Jahr vor den Sommerspielen. Unabhängig davon hält der TRV an der Fortschreibung  seines Regionalkonzeptes fest, welches in den kommenden Wochen in den betreffenden Vereinen vorgestellt und mit ihnen besprochen wird. „An der bisherigen Struktur des Nachwuchs-Leistungssports im TRV wird sich grundlegend nichts ändern, das Landesleistungszentrum und die zwei Stützpunkte Erfurt und Gera bleiben bestehen und werden weiter qualifiziert“, so Uwe Jahn.

Schwerpunkte für die weitere Verbandsarbeit sieht der TRV-Präsident in der Mitgliederzahl, die Verbesserung der Sportangebote unter Berücksichtigung des veränderten Freizeitverhaltens sowie des Breitensports, darunter RTF und Radwandern und nicht zuletzt eine verbesserte Förderung  und Würdigung des Ehrenamtes.

Hinsichtlich der Entwicklung der Mitgliederschaft konnte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 229 erreicht werden. Damit sind im TRV 2 263 Mitglieder organisiert, darunter 564 Kinder und Jugendliche.

Sorge bereitet dem Verband der seit drei Jahren anhaltende Rückgang  von 880 auf 721 bei den Lizenzzahlen im sogenannten Aktievenbereich. Während in den Altersbereichen U11 bis U15 seit 2014 eine Verringerung zu verzeichnen ist, gibt es seit 2015 ein Anstieg der Lizenzzahlen im Jugend- und Juniorenbereich.

Der 13. Verbandstag endete mit der Neuwahl des Präsidiums. Nicht mehr für das Präsidium kandidierte der bisherige Vizepräsident Leistungssport, Dietmar Scheibe. Uwe Jahn würdigte sein über 20-jähriges Engagement als Präsidiumsmitglied und überreichte ihm die Urkunde als Ehrenmitglied des TRV.

 

Bild: (06641/45)

Das neugewählte TRV-Präsidium (v.l.): Marian Koppe (Vizepräsident Marketing/Kommunikation/FSV Thüringia), Rainer Gerth (Vizepräsident Finanzen/RSV Sonneberg), Uwe Jahn (Präsident/1. RSV 1886 Greiz), Knut Wesser (Vizepräsident Hallenradsport/Blau-Gelb Ehrenberg), Lucas Schädlich (Vorsitzender der Thüringer Radsportjugend/SSV Gera 1990).