Auch in St. Petersburg sind die Thüringer Radsportler*innen auf Erfolgskurs! Marc Jurczyk vom Sprintteam Thüringen konnte beim Nationencup seinen ersten Weltcup-Sieg einfahren.
Im 1000m-Zeitfahren setzte sich der 25-Jährige mit einer Zeit von 1:00,552 Minuten knapp gegen den Weltmeister Quentin Lafargue (1:00,827 Min.) aus Frankreich durch und fuhr zur Goldmedaille. Auf Rang drei landete Alexander Sharapov (1:00,929 Min.).
Bereits am Tag zuvor erkämpfte sich Christina Sperlich, zusammen mit Alessa Pröpster und Katharina Albers, die Bronzemedaille im Teamsprint. Bereits in der Qualifikation lagen sie als Dritte auf Medaillenkurs und gewannen später im Kleinen Finale deutlich gegen Litauen.
Das Männer-Team mit Julien Jäger, Marc Jurczyk und Anton Höhne fuhr eine starke Zeit in der Qualifikation, konnte sich jedoch später nicht gegen die Fahrer aus Russland durchsetzen und verpasste auf Platz 4 nur knapp die Medaillenränge.
Wie so oft in anderen Familien und auch in anderen Sportarten, wurde Lara-Sophie Jäger der Bahnradsprint wohl mit in die Wiege gelegt. Bereits ihr Vater Sascha Jäger, der unter seinem Trainer, dem „Sprintprofessor“ Jochen Wilhelm, bereits 1992 auf der Bahn in Dudenhofen neuer Deutscher Juniorenmeister auf dem Tandem wurde und ein Jahr danach in Solingen „Tandem-Silber“ kassierte, war später ein Spitzenfahrer und heute ein erfolgreicher Sprinttrainer beim Thüringer Radsport-Verband.
Keine Frage deshalb, dass Lara-Sophie bereits mit sechs Jahren mit Straßenrennen begann. Auch ein Sturz, der ihr erstes Rennen in Elxleben vorzeitig beendete, konnte ihre Begeisterung nicht bremsen. „Obwohl ich anfangs meist hinterher fuhr, gelang mir bei „Rund um das Schwanseebad in Weimar“ mit dem zweiten Platz in der Klasse U11 ein erster kleiner Erfolg“, erinnerte sich die heute 17-Jährige. Dazu kamen ein Dutzend Thüringer Landesmeistertitel in den verschiedensten Disziplinen auf Bahn und Straße. In die U13 aufgestiegen, triumphierte sie zweimal mit dem Gesamtsieg beim Etappenrennen Ostthüringen-Tour rund um Gera und belegte bei der Internationalen Kids-Tour, einem Etappenrennen im Berliner Raum, im Mannschaftszeitfahren einen bemerkenswerten dritten Platz.
Mit 14 Jahren wechselte Lara-Sophie dann zum Bahnradsprint und gehört seitdem zum Bundeskader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). In die U17 gewechselt, glänzte sie bei der Deutschen Meisterschaft im Berliner Velodrom mit der Silbermedaille im Sprint und eroberte im Keirin und 500m jeweils einen bemerkenswerten dritten Rang. Auf der Hallenbahn in Frankfurt/Oder holte die Erfurterin bei einer BDR-Überprüfung über 200m und 500m jeweils Medaillen und freute sich beim Sprintertag in Augsburg über die Siege im Sprint und Keirin. In diesem Jahr war sie beim internationalen Cottbuser Sprintertag, nun in der U19, mit guten Plätzen im Sprint (2.) und Keirin (3.) auch gegen ausländische Konkurrenz erfolgreich. Beim letzten BDR-Überprüfungsrennen in Dudenhofen bewies Lara-Sophie mit Platz drei im Sprint hinter der Doppel-Weltmeisterin Alessa Pröpster (Kaiserslautern) erneut ihre Klasse.
Was hat die Schülerin der 11. Klasse im Sportgymnasium nun dieses Jahr für Ziele? Zuerst möchte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Köln vom 7. bis 10. Juli möglichst die Meistertrikots im Sprint, Teamsprint, Keirin und 500m erobern „und damit möchte ich mich für die Junioren-Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn (17.-22.8.) und die Junioren-Welttitelkämpfe in Kairo qualifizieren“.
Traditionell kurz vor der Tour de France wurden in den europäischen Ländern die Zeitfahr- und Straßenmeisterschaften ausgefahren – so auch die Deutschen Meisterschaften in Stuttgart.
Die Meistertrikots im Einzelzeitfahren ruhen nun auf den Schultern von Lisa Brennauer, Michel Heßmann (U23) und Tony Martin. Mit dem Vizemeistertitel für Lisa Klein (Elite Frauen), jeweils dem vierten Platz für Corinna Lechner (Elite Frauen) und Jannis Peter (U23) sowie Platz 13 für Immanuel Stark (Elite Männer) konnten sich auch die Thüringer*innen wieder gut präsentieren.
Auf dem Podium der Straßenrennen standen bekannte Gesichter: Bei den Männern holte sich Maximilian Schachmann das Meistertrikot zurück und auch Lisa Brennauer triumphierte wieder. Mit den Plätzen 8 und 10 fuhren Lisa Klein und Corinna Lechner erneut in die Top 10. Friederike Stern und Lena Reißner kamen als 25. und 26. ins Ziel und komplettierten die starken Leistungen.
Seit Beginn der Corona-Pandemie wurde in verschiedensten Bereichen ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht – so auch im Radsport mit virtuellen Rennen und Trainingsmöglichkeiten.
Als Ersatz für den Feen-Bike-Marathon veranstaltet der 1. SSV Saalfeld 92 e.V. vom 12.06.-18.07.2021 einen virtuellen Wettkampf!
durch die gesunkenen Inzidenzwerte und damit einhergehenden gelockerten Coronamaßnahmen, ist es dem 1. RC Jena möglich, das Radrennen „Diva-e / Tour de Paradies“ am 19. Juni für die Altersklassen U10, U11 und U13 im Rahmen des Thüringer Nachwuchs-Cups durchzuführen. Die Ausschreibung, die Meldedatei (bitte nur diese nutzen) sowie den Hygieneplan der Veranstaltung findet ihr im Anhang.
Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Wochenende für unsere Juniorinnen vom maxx-solar-LINDIG Team und die U15 bei der Womens Kids Tour: Die Juniorinnen schlugen sich beachtlich im stark besetzten Frauenfeld und sammelten, zum Teil auch unter schwierigen Wetterbedingungen, viele Kilometer und Rennerfahrung.
Die Jungs der Altersklasse U15 arbeiteten von Etappe zu Etappe stärker als Team zusammen und bringen 2 Etappensiege, Platz 3 in der Gesamtwertung, das Sprint- sowie Bergtrikot (Enzo Albersdörfer) und den Sieg in der Mannschaftswertung mit nach Hause.
Nach einjähriger Pause startete die diesjährige Austragung der LOTTO Thüringen Ladies Tour am 25. Mai mit einem anspruchsvollen Rundkurs rund um Schmölln. Insgesamt 97 Fahrerinnen aus 17 Nationen, darunter u.a. 5 ehemalige Weltmeisterinnen, standen am Start. Sechs der neun WorldTourTeams waren im Feld der Lotto Thüringen Ladies Tour vertreten. Nach drei zu absolvierenden Runden holte sich Emma Norsgaard vom Moviestar Team Women im Sprint einer neunköpfigen Spitzengruppe den Tagessieg auf dem Markt vor Lucinda Brand (Trek-Segafredo) und Lotte Kopecky (Nationalteam Belgien).
Die zweite Etappe war geprägt durch zahlreiche Attacken und Solo-Fluchten, endete jedoch mit einem Sprintsieg der niederländischen Fahrerin Lorena Wiebes vom Team DSM. Bei erneut widrigen Wetterbedingungen musste das Fahrerinnenfeld zweimal eine anspruchsvolle Runde um Gera absolvieren. Vor allem die Fahrerinnen des Teams RSG Gießen Biehler sorgten mit zahlreichen Attacken für Bewegung im Rennverlauf. Die dänische Meisterin Emma Norsgaard (Movistar Team Women) verteidigte als Tageszweite souverän ihr gelbes LOTTO Thüringen Leader Trikot.
Die Etappe 3 der 33. LOTTO Thüringen Ladies Tour erlebte eine lange Flucht und dann ein fulminantes Finale an der ältesten Motorsportrennstrecke Deutschlands in Schleiz. Es gewann Lucinda Brand (Trek Segafredo). Die Gesamtführende Emma Norsgaard (Movistar Team Women) sicherte sich den zweiten Platz der Etappe vor der belgischen Meisterin Lotte Kopecky (Nationalteam Belgien) und wird damit auch auf der vierten Etappe rund um Dörtendorf das gelbe LOTTO Thüringen Leader Trikot tragen. Erneut sorgten zwei Fahrerinnen des Teams RSG Gießen Biehler für die Fluchtgruppe des Tages, die bis zur letzten Bergwertung das Rennen prägte.
Die vierte Etappe gewann Lotte Kopecky vom belgischen Nationalteam. Die Belgische Meisterin setzte sich im Bergaufsprint vor der Etappensiegerin des Vortages, Lucinda Brand (Trek Segafredo), die dank der Zeitbonifikation als Etappenzweite das gelbe LOTTO Thüringen Leader Trikot erobern konnte. Liane Lippert (Team DSM) wurde Dritte am Hanka-Berg. Die bisherige Gesamtführende Emma Norsgaard (Movistar Team Women) wurde Sechste. Eine elf Fahrerinnen umfassende Spitzengruppe, die sich in der zweiten von vier Runden bildete, prägte das Tagesgeschehen über weite Strecken. Erst als es zum vierten Mal den legendären Anstieg nach Dörtendorf hinauf ging, wurden die letzten Fahrerinnen der Fluchtgruppe von den Favoritinnen gestellt.
Die Gesamtführende Lucinda Brand vom Team Trek-Segafredo gewann als Solistin die schwere fünfte Etappe rund um Weimar. Die Niederländerin konnte sich nach der letzten Bergwertung erfolgreich absetzen und rettete sechs Sekunden auf Lorena Wiebes (Team DSM) und Emma Norsgaard (Movistar Women Team). Damit führte sie in der Gesamtwertung vor der Schlussetappe mit 17 Sekunden vor Lotte Kopecky (Nationalteam Belgien) und Emma Norsgaard (Movistar Women Team). Etappenprägend waren Lisa Klein (Canyon/Sram Racing) und Chantal van den Broek-Blaak (Team SD Worx), die sich nach zahlreichen anderen Attacken bereits früh als Ausreißerinnen absetzen konnten. Erst 16km vor dem Ziel, kurz vor der letzten Bergwertung in Ottstedt, wurden die beiden Fahrerinnen von der Favoritinnengruppe gestellt.