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„Vom Rennhonorar kann ich nicht leben“ – Thalea Mäder…

Thalea Mäder gehört mit ihren 19 Jahren zu den hoffnungsvollsten Radsporttalenten in Thüringen. Beim Derny Deutschland Cup für Frauen im Erfurter Andreasried stand sie Volker Brix Rede und Antwort.

Das war ja ein aufregendes Rennen nach ihrem Defekt im ersten Vorlauf, wie haben Sie das empfunden?
– Ich war gerade gut vom Start weggekommen, da hatte ich nach eineinhalb Runden einen Hinterraddefekt.

Einen Reifenschaden?
– Nein. Das Hinterrad war wohl nicht richtig festgezogen und schliff nun am hinteren Rahmen. Innerhalb der maximal sechs Runden Vergütungsrunden war ich wieder im Rennen und konnte mich als Zweite für das große Finale qualifizieren.

Im großen Finale hatten Sie als Vierte dann fünf Runden Rückstand, waren Sie sehr enttäuscht?
– Nein, im Gegenteil, ich war sehr zufrieden. Immerhin hatte mit Lisa Klein eine Olympiasiegerin gewonnen und die Zweit- und Drittplatzierten Ricarda Bauerfeind (Ansbach) und Romy Kasper (Forst) waren beim ersten Cup-Lauf auch schon auf dem Podest.

Wie lange fahren Sie schon Radrennen?
– Seit meinem neunten Lebensjahr, zuvor war ich Triathletin.

 Gab es da schon Erfolge?
– Nein, nichts nennenswertes gibt es in der Klasse U11 zu berichten. Ich fuhr nur Straßenrennen. Das änderte sich erst in der U13. Da habe ich 13 Rennen auf Bahn und Straße gewonnen.

Und später gingen die Siege weiter?
– In der U15 gewann ich DM-Bronze im Paarzeitfahren auf der Straße. Ein großer Erfolg war für mich der Gesamtsieg der Internationalen Berliner Etappenfahrt Kids Tour als erstes Mädchen vor allen Jungen.

Das hört sich ja sehr gut an. Hatten Sie in den höheren Altersklassen und mit den steigenden Belastungen auch Probleme?
– Eigentlich kaum. Dafür spricht, dass ich in der U17 bei der 2000m-Bahnverfolgung mit 2:32 Minuten eine neuen Deutsche Rekord markierte, dazu wurde ich mit dem Bahnvierer Deutscher Meister und holte beim Einzelzeitfahren auf der Straße die Bronzemedaille.

Konnten Sie Ihre Form auch bei der U19 weiter steigern?
Ich denke ja. Als Deutscher Meister mit dem Bahnvierer, DM-Rang zwei in der Einzelverfolgung und DM-Platz drei im Madison habe ich mich in die Frauenklasse verabschiedet.

Da müsste ja nun bald ein Profivertrag kommen?
– Den habe ich seit Jahresbeginn mit dem Schweizer Team Cogeas Mettler Look Pro Cycling abgeschlossen.

Ist das für Sie eine gewaltige Umstellung?
– Das kann man wohl sagen. Meine Starts bei der Schweizer Rundfahrt, dem Amstel Gold Race durch die Niederlande oder dem Flèche Wallone in Belgien gegen die absolute Profi-Weltklasse haben mir schon Körner gekostet.

Welche Ziele kann man bei solcher Schinderei von einem Neo-Profi erwarten?
– Ich will und muss mich in erster Linie in den Klassefeldern etablieren und will mit ansprechenden Leistungen meinen Einjahresvertrag verlängern.

Können Sie von Ihrem Rennhonorar Ihr Leben finanzieren?
– Ganz klar nein. Wir bekommen nur Reisekosten, Hotel und Prämien ausgezahlt.

Und wovon leben Sie finanziell?
– Ich studiere Lehramt und arbeite nebenbei in einem Studienkreis. Dort helfe ich lernschwachen Schülern oder Ausländern vor allem beim Deutschunterricht.

Wer ist denn Ihr aktueller Trainer?
– Nachdem ich im Nachwuchs von Dr. Manfred Wandersleb und Frank Zühlke betreut wurde, hat seit Mai/Juni die Erfurterin Elisabeth Lutzke mein Training koordiniert.

Bahn-Weltmeisterschaften U19 – 01.09.-05.09.2021, Kairo

Nach den erfolgreichen Europameisterschaften gingen Franzi Arendt, Lara-Sophie Jäger, Benjamin Boos (alle RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) und Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.) auch bei den Bahn-Weltmeisterschaften der Junior*innen im ägyptischen Kairo ins Rennen um die WM-Titel.

Bereits an den ersten beiden Tagen bewiesen die Thüringer*innen erneut, dass sie zu den Besten der Welt gehören. Wie vor einigen Wochen bei den Europameisterschaften in den Niederlanden, kämpften sich Lara-Sophie Jäger und Stella Müller mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) als eingespieltes Trio souverän ins Teamsprint-Finale wo sie auf die Russinnen trafen, die bereits im Vorfeld als Favoritinnen gehandelt wurden. Dieser Favoritenrolle wurden sie gerecht, somit landeten die deutschen Teamsprinterinnen auf einem starken Silberrang.

Die Dominanz der russischen Sportler*innen wurde ebenfalls im Teamsprint der Junioren deutlich – das Trio um Willy Weinrich musste ebenfalls der russischen Mannschaft den Vortritt lassen und krönte sich, wie zuvor das Team der Juniorinnen, zu Vize-Weltmeistern.

“Regenbogen-Trikots und Sturzpech” hieß die kontrastreiche Kurzbilanz des zweiten Wettkampftages der Weltmeisterschaften. Für das Vierer-Team um Benjamin Boos lief alles optimal nach Plan. Die Qualifikationsrunden absolvierten sie in beachtlicher Manier und standen letztlich im Finale gegen die italienische Mannschaft. Dort lagen sie von Beginn an in Führung, zwischenzeitlich mit beachtlichen zweieinhalb Sekunden – nur auf dem letzten Kilometer konnten die Italiener noch einmal zulegen. Das deutsche Quartett ließ sich jedoch den Sieg nicht mehr nehmen und durfte sich über eine knappe Sekunde Vorsprung sowie den Weltmeistertitel und die Regenbogen-Trikots freuen.

Franzi Arendt und ihre Teamkolleginnen lagen auf ähnlich gutem Kurs, bis drei Fahrerinnen im Lauf gegen Italien zu Fall kamen – lediglich die Erfurterin blieb verschont. Leider bedeutete das für die deutsche Mannschaft das Aus für die Träume vom Finale, für das die Chancen von Beginn an gut standen.

Ebenfalls erfasst von einem Sturz wurde Willy Weinrich im Keirin-Wettbewerb. Im Halbfinallauf stürzten er sowie drei weitere Fahrer und schieden somit leider aus.

Für weitere Medaillen sorgten Franzi Arendt und Willy Weinrich: Nachdem Arendt in der Qualifikation noch hinter ihrer späteren Gegnerin im kleinen Finale lag, konnte sie die Polin im Rennen um Bronze um ca. drei Sekunden distanzieren und landete als Dritte auf dem Podium.

Im Sprint brachte der Finallauf ein Déja-Vu für Willy Weinrich mit sich: wie bei den kürzlich ausgefahrenen Europameisterschaften, traf er im Finale auf Nikita Kalachnik aus Russland. Auch hier zeigte sich die Übermacht der russischen Sportler*innen und Kalachnik verwies den Thüringer nach zwei Läufen wieder auf den Silberrang.

Im Omnium erreichte Benjamin Boos auf Platz 7 noch eine weitere starke Platzierung.

Der letzte Tag brachte noch eine kleine Sensation mit sich: Willy Weinrich und sein russischer Kontrahent Grigorii Skorniakov legten die 1000 Meter beide in 1:03,339 Minuten zurück, sodass die Zeit der letzten Runde ausschlaggebend war – mit einem Ergebnis zugunsten von Skorniakov, während Weinrich Vize-Weltmeister wurde.

Mit Nicolas Zippan (RSV Königswusterhausen e.V.) ins Zweiermannschaftsfahren gestartet, füllte Benjamin Boos in den Wertungssprints zuverlässig Punktekonto, bis das Duo auf gutem Kurs in Richtung Weltmeistertitel lag. Beim Stand von 44 Punkten, der ihnen zu diesem Zeitpunkt die Führung einbrachte, brachte ein Sturz die beiden zu Boden und Boos verletzte sich am Ellbogen, sodass sie das Rennen aufgeben mussten.

Viele der Thüringer Sportler*innen haben bereits in ihrem ersten Jahr in der Junior*innenklasse beachtliche Leistungen gezeigt und wollen ihre Chance nutzen, diese im nächsten Jahr noch einmal zu steigern.

Europameisterschaften Bahn U19/U23 – 17.-22.08.2021 Apeldoorn (NL)

Im Trikot der Nationalmannschaft des BDR stellten sich Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.),  Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.), Benjamin Boos (RSC Turbine Erfurt e.V.), Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.), Christina Sperlich (SV Sömmerda e.V.), Anna-Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt e.V.), Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera 1990 e.V.) und Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.) im niederländischen Apeldoorn den Besten der internationalen Konkurrenz. Bereits ab dem ersten Tag der Bahn-Europameisterschaften U19/U23 zeigten sich die Thüringer*innen von ihrer besten Seite.

Stella Müller und Lara-Sophie Jäger mussten sich im Teamsprint der Juniorinnen mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) lediglich den Mannschaften aus Großbritannien und Russland geschlagen geben und sicherten sich im Duell gegen die Italienerinnen souverän die Bronzemedaille.

Das Teamsprint-Trio der Junioren um Willy Weinrich qualifizierte sich nahezu problemlos für das Finale. Im Kampf um den EM-Titel trafen sie dort auf die Mannschaft aus Großbritannien, verpassten den Sieg jedoch knapp um sechs Zehntelsekunden und dürfen sich nun Vize-Europameister nennen.

Lena-Charlotte Reißner fuhr in der Einerverfolgung mit einer Zeit von 3:45,081 Minuten auf einen beachtlichen zehnten Platz. Später beendete sie das Madison-Rennen der Frauen U23, zusammen mit Hanna Dopjans,  auf dem sechsten Rang.

“Rekordjägerin” Franzi Arendt und ihre Verfolgermannschaft konnten ihre bereits in der Qualifikation starke Leistung später noch einmal steigern: in 4:30,291 Minuten verbesserten sie zunächst den bisherigen Deutschen Rekord um ca. vier Sekunden und rauschten später auf Platz 3.

Im 1000m-Zeitfahren der Junioren dominierte Willy Weinrich deutlich das Geschehen – mit einer halben Sekunde Vorsprung verwies er den Briten Harry Ledingham-Horn auf den zweiten Platz. “Es ist wahnsinnig für mich. Bei den deutschen Meisterschaften musste ich leider passen, deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich es trotzdem noch geschafft habe. Die ersten beiden Runden haben sich super angefühlt, dann kam das Laktat sehr schnell und hart. Die letzte Runde war eine Qual. Ich habe nicht mit dieser Zeit gerechnet», so der Europameister Weinrich nach seinem Gold-Rennen im Interview. (rad-net.de)

Eine weitere Medaille holte Julien Jäger im Teamsprint der U23, zusammen mit Anton Höhne und Paul Schippert: sie sprinteten ins Finale, konnten sich dort leider nicht ganz gegen das Trikot aus Großbritannien durchsetzen, freuen sich nun jedoch über den Titel der Vize-Europameister und die Silbermedaille.

Christina Sperlich, Katharina Albers und Alessa Pröpster verpassten im Teamsprint der Frauen U23 die Medaillenränge nur knapp – sie erreichten mit starken Läufen das kleine Finale und mussten sich dort leider den Polinnen geschlagen geben und trugen sich letztlich auf Platz 4 im Ergebnis ein.

Auch im Sprint zeigte Willy Weinrich, dass er zu den Stärksten Europas gehört und erreichte souverän das Finale, nachdem er zuvor wieder Harry Ledingham-Horn besiegte. Im Finale traf Weinrich auf den Russen Nikita Kalachnik, welchem er dann den Vortritt lassen musste, somit sammelte Willy Weinrich eine weitere Silbermedaille.

Im Keirin- und Sprintturnier der U19 belegte Lara-Sophie Jäger die Plätze 8 bzw. 7. Ihr Bruder Julien Jäger landete im Keirin der Männer U23 auf Rang fünf.

Die U23-Verfolgerinnen um Anna-Dorothea Heitzmann und Lena-Charlotte Reißner konnte sich in der ersten Runde mit 4:33,594 Minuten gegen das Quartett aus Polen durchsetzen und landeten letztlich auf dem fünften Platz.

Mit einer etwas unüblichen Taktik ging Benjamin Boos in das Finale der 1000m-Einerverfolgung: der 18-Jährige, der in der Qualifikation die Bestzeit gefahren war, versuchte, seinen Gegner aus Italien einzuholen. Dies gelang ihm fast – bis der Italiener etwa 10 Meter vor der Einholung ebenfalls noch einmal beschleunigte und ihn nicht mehr herankommen ließ. Das bedeutete die Silbermedaille für Boos, der mit seiner Zwischenzeit nach einem Kilometer (1:01,212 Minuten) sogar im 1000m-Wettbewerb der U23 Europameister geworden wäre.

Nach Platz 4 im Scratch und ebenfalls beachtlichen Platzierungen in den weiteren Disziplinen, konnte sich Benjamin Boos im Omnium der Junioren als Vierter (114 Punkte) noch einmal auf den vorderen Rängen platzieren.

Alle Ergebnisse im Detail sind zu finden auf: http://cis.veloresults.com/

Holländische und ägyptische Träume

Das Sprintteam Thüringen kann sich wirklich freuen. Unter Sprinttrainer Sascha Jäger, für die Jugend und Junioren beim Thüringer Radsport Verband verantwortlich, haben es drei seiner Schützlinge geschafft, sich für die Junioren-Europameisterschaften auf der Hallenbahn im niederländischen Apeldoorn (17. bis 21. August) und für die Junioren-Welttitelkämpfe in Kairo (1. bis 5. September) auf einer überdachten Freiluftbahn, jeweils 250m-Pisten, zu qualifizieren.

Ausschlaggebend dafür waren die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Köln. Dabei glänzte Lara-Sophie Jäger mit dem Meistertrikot im Teamsprint und den Silbermedaillen im Sprint, Keirin und 500m, während Stella Müller zu den Teamsprint-Gewinnerinnen gehörte und dazu noch im Sprint Bronze gewann. Leider musste in Köln Willy Weinrich wegen einer Erkrankung pausieren. Das machte das Talent aber zwei Wochen später beim Internationalen Brandenburg-Cup in Cottbus mit Siegen im Sprint und Keirin aber schnell vergessen. Dazu kamen für Lara-Sophie Jäger noch die Siege im Sprint und Keirin sowie der zweite Sprintplatz von Stella Müller dazu.

In Apeldoorn wird Lara-Sophie Jäger bei ihrer ersten Kontinentalmeisterschaft im Sprint, Teamsprint, Keirin und 500m starten, während Stella Müller, ebenfalls bei ihrer EM-Premiere, für den Teamsprint nominiert wurde. Willy Weinrich wurde für Sprint, Teamsprint und 1000m nominiert. Ebenfalls vom Sprintteam Thüringen sind bei der EM der U23 auch Julien Jäger und Christina Sperlich dabei.

Keine Frage, dass ihr Heimtrainer Sascha Jäger, der im Andreasried seinen Sprinter mit dem Derny im Training auf Spitzentempo 75 km/h bringt, bei den Titelkämpfen dabei ist. „Ich würde in Apeldoorn gern sehen, dass Willy Weinrich seine EM-Titel im Sprint und Keirin verteidigt und würde mich in Ägypten über eine Einzelmedaille für ihn sehr freuen“, blickt der 46-Jährige voraus.

Bahn-Vierer mit Lisa Klein „fliegt“ zu Olympia-Gold

Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass das deutsche Team in der Mannschaftsverfolgung der Frauen auf eine Medaille zusteuert – Lisa Klein, Franziska Brauße, Mieke Kröger und Lisa Brennauer setzten nicht nur die Bestmarke, sondern einen neuen Weltrekord. In nahezu perfekter Harmonie und mit neuer Taktik, die die individuellen Stärken jeder Fahrerin optimal aufeinander abstimmte, distanzierte das Quartett die Konkurrenz von Runde zu Runde deutlicher und unterbot den eigenen Rekord sogar nochmals – bis die Zeit letztlich bei 4:04,242 Minuten stehen blieb.

Lisa Klein, die seit einigen Jahren in Erfurt lebt und trainiert, sorgte damit mit ihren Teamkolleginnen für einen Achtungserfolg in einer Disziplin, die bisher oft von der britischen Mannschaft dominiert wurde. Fast hätte mit Gudrun Stock sogar eine zweite Thüringerin im Aufgebot des BDR gestanden, jedoch musste sie ihre Reise nach Japan leider aufgrund gesundheitlicher Probleme absagen. Nichtsdestotrotz wissen auch ihre Mannschaftskolleginnen um die wichtige Rolle, die Gudrun Stock auf der “Road to Tokyo” gespielt hat und sehen sie als Teil ihres Gold-Erfolges.

35. “Regionem Orlicka” Rundfahrt Lanškroun, Tschechien – 30.07.-01.08.2021

Die 35. Austragung der traditionsreichen Junioren-Rundfahrt lockte das Stevens Junior Team ins tschechische Lanškroun. Mit Kevin Genzmer, Luca Martin, Morice Ostermann (alle RSC Turbine Erfurt e.V.), Jarno Grixa (SV Sömmerda e.V.), Tim Tänzler und Lucas Küfner (beide SSV Gera 1990 e.V.) nahm das Team unter der Leitung von Michael Beckert die dreitägige Rundfahrt in Angriff.

Gleich auf der ersten Etappe, einem Rundstreckenrennen über 77 Kilometer, setzen die Thüringer ein Achtungszeichen: Auf der letzten Abfahrt, etwa 5 Kilometer vor dem Ziel, konnte sich Kevin Genzmer absetzen und fuhr mit einem knappen Vorsprung zum Sieg. Auch Jarno Grixa war auf bestem Weg zu einer starken Top-10-Platzierung, wurde jedoch durch einen Sturz noch in der letzten Kurve um seine Chance gebracht.

Mit dem gelben Trikot des Gesamtführenden auf den Schultern von Kevin Genzmer ging das Stevens Junior Team auf die zweite Etappe – einem kurzen Einzelzeitfahren über 9,2 Kilometer. Auch hier zeigte der Erfurter seine starke Form und beendete das Einzelzeitfahren knapp außerhalb der Top 10, auf dem 12. Rang. Morice Ostermann (25.), Jarno Grixa (57.), Lucas Küfner (65.), Luca Martin (79.) und Tim Tänzler (105.) folgten.

Auch auf der dritten Etappe, die am noch am Nachmittag stattfand, gehörte ein Wertungstrikot (Führender der Punktewertung, Kevin Genzmer) dem Thüringer Team. Als bester Thüringer verpasste Luca Martin auf Rang 13 ein Top-10-Ergebnis nur knapp, dicht gefolgt von Kevin Genzmer auf Platz 18. Der Rest des Teams kam mit dem zweiten Feld ins Ziel.

Von ursprünglich 142 Fahrern, die die erste Etappe antraten, erreichten lediglich 116 das Ziel der Rundfahrt. Auf der vierten und letzten Etappe, die mit 85 Kilometern rund um Lanškroun führte, platzierte das Team mit Kevin Genzmer auf Rang 8 einen Thüringer in den Top 10 und kam vollständig durch die schwere, international stark besetzte Rundfahrt.


Der Stand des Stevens Junior Teams in der Gesamtwertung:

3. Kevin Genzmer

17. Luca Martin

57. Jarno Grixa

104. Morice Ostermann

109. Tim Tänzler

110. Lucas Küfner

Junioren-Rundfahrt in Dubnica, Slowakei 16.-18.07.2021

Auch vom Stevens Junioren-Team Thüringen gibt es Neuigkeiten: Mit Philipp Gebhardt, Johannes Reißmann, Kevin Genzmer, Morice Ostermann, Jarno Grixa und Luca Martin im Aufgebot, reiste die Mannschaft von U19-Trainer Michael Beckert in die Slowakei.

Auf dem Plan stand ein dreitägiges Etappenrennen, beginnend mit einem Einzelzeitfahren über 10 Kilometer in Teplice, bei dem Philipp Gebhardt (SV Sömmerda e.V.) in 12:44,79 Minuten zunächst auf den Bronzerang fuhr. Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) platzierte sich auf Rang 13 und Kevin Genzmer (RSC Turbine Erfurt e.V.), der im strömenden Regen starten musste, kam auf Platz 20 ins Ziel.

Die zweite Etappe verlangte den Fahrern mit 120 bergigen Kilometern einiges ab – das anspruchsvolle Terrain und das Zeitlimit reduzierten das Peloton merklich. Mit Platz 13 konnte sich Luca Martin (RSC Turbine Erfurt e.V.) beachtlich im internationalen Feld behaupten, dicht gefolgt von Jarno Grixa (SV Sömmerda e.V.) auf Rang 15. Philipp Gebhardt (35.), Johannes Reißmann (36.) und Kevin Genzmer (53.) platzierten sich im Hauptfeld.

Im Nachgang gab es, zur Freude der Thüringer, noch eine Korrektur am Ergebnis des Auftaktzeitfahrens: Der Sieger aus Litauen war bereits vor dem regulären Wendepunkt umgekehrt und fuhr somit eine Zeit, die für Sprachlosigkeit sorgte. Durch seine Distanzierung auf den vorletzten Platz, rückte Philipp Gebhardt mit seiner Leistung im EZF noch auf den Silberrang vor.

Mit einer Länge von 130 Kilometern und einem anspruchsvollen Streckenprofil ähnelte die Schlussetappe der zweiten. Das Thüringer Team legte eine offensive Fahrweise an den Tag, wodurch sich Kevin Genzmer eine Bergwertung sicherte, Philipp Gebhardt zahlreiche Attacken setzte und somit mit Luca Martin ein Vertreter in der Spitzengruppe platziert werden konnte. Auf den letzten Kilometern reichte jedoch das Glück nicht ganz aus – er verlor ca. eine Minute und auch Jarno Grixa wurde in der entscheidenden Rennphase durch einen Defekt ausgebremst.

Von insgesamt 127 Startern, die sich der Rundfahrt stellten, erreichten lediglich 50 das Ziel der letzten Etappe – darunter 3 Fahrer des Stevens Junior Teams Thüringen. Eine beachtliche Leistung und gute Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren sowie die Lanskroun-Rundfahrt Ende Juli.

XCO Bike-Cup/ Mitteldt. Meisterschaften XCO – 10.-11.07.2021 in Weißenfels

Ein Nachtrag aus dem Bereich Mountainbike: Im Rahmen des XCO BikeCups am Wochenende des 10.-11.07. wurden neben MTB-Bundesliga und Bundesnachwuchssichtung auch die Mitteldeutschen Meister*innen ermittelt. Insgesamt mehr als 400 Starter*innen aller Altersklassen beteiligten sich am Top-Event, das vom White Rock e.V. Weißenfels organisiert und ausgerichtet wurde.

In der Altersklasse U11w konnte sich Frieda Hornschuh (RSC Waltershausen-Gotha e.V.) trotz am Start heruntergefallener Kette gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen und darf sich nun Mitteldeutsche Meisterin nennen.

Ihre Vereinskollegin Amandine Jakob musste im Rennen der U13w nur einer Fahrerin aus Dresden den Vortritt lassen und brachte für den RSC Waltershausen-Gotha e.V. die Silbermedaille mit nach Thüringen.

Deutsche Meisterschaften Bahn U15-U19 in Köln, 07.-11.07.2021

Vier Mal Gold, acht Mal Silber, fünf Mal Bronze – so die Bilanz der Thüringer Sportler*innen nach den Deutschen Meisterschaften U15-U19 auf der Albert-Richter-Bahn in Köln. 

Gleich zu Beginn der fünftägigen Meisterschaften sorgten die Juniorinnen im Teamsprint für ein Highlight. Als Favoritinnen ins Rennen gegangen, fuhren Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) und Tanita Knorr (RSC Turbine Erfurt e.V.) souverän zum Meistertitel.

Ähnlich die Situation in der 2000m-Einerverfolgung: Bereits in der Qualifikation setzte Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.) ein Achtungszeichen, verwies im Finale mit 2:26,100 Minuten – mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung – ihre Konkurrentinnen auf die Plätze und durfte sich das Trikot der Deutschen Meisterin überstreifen.

Trotz leichter gesundheitlicher Probleme setzte Benjamin Boos in der 3000m-Einerverfolgung der Junioren in der Vorrunde die Bestzeit und sicherte sich später im Finale die Silbermedaille. In der U17-Klasse wurde der Deutsche Rekord über die 2000 Meter gleich zweifach gebrochen. Jakob Vogt (TSV 1891 Breitenworbis e.V.) fuhr in 2:17.980 Minuten auf einen beachtlichen Bronzerang und komplettierte somit den Medaillensatz für Thüringen am ersten Wettkampftag.

 

Am zweiten Tag waren zunächst die Sieger*innen in der Mannschaftsverfolgung zu küren. Die Mannschaft der Thüringer Juniorinnen, bestehend aus Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.), Tasia Ballhaus (SV Sömmerda e.V.), Miriam Zeise (1. RC Jena e.V.) und Lara Röhricht (SSV Gera 1990 e.V.) fuhr mit einer Zeit von 4:14,360 Min. – ca. eine Sekunde schneller als die Zweitplatzierten – zu den Goldmedaillen und in die Meistertrikots.

Der Vierer der Junioren mit Benjamin Boos, Philipp Gebhardt, Kevin Genzmer (alle RSC Turbine Erfurt e.V,) und Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) musste sich nur den Teams aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen geschlagen geben und landete auf einem beachtlichen Bronzerang.

In der Altersklasse Jugend U17m schrammte das Vierer-Team mit Jakob Vogt (TSV Breitenworbis e.V.), Eric Meinberg (RFV Die Löwen Weimar e.V.), Louis Gentzik, Artur Maul und Ben Burkhardt (alle SSV Gera 1190 e.V.) um nur eine Zehntelsekunde am Podium vorbei und trug sich auf Platz 4 im Ergebnis ein.

Nachdem die Verfolgungsdisziplinen ausgefahren waren, stand der Nachmittag im Zeichen des Sprints. Bei den Juniorinnen dominierte Clara Schneider aus Finsterwalde das Turnier, jedoch konnten sich Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.) als Zweite und Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) als Dritte die weiteren Podiumsplätze für das Sprintteam Thüringen sichern. Tanita Knorr (RSC Turbine Erfurt e.V.) sprintete in der Altersklasse U17w ebenfalls zur Silbermedaille.


Das Programm am dritten Tag der Deutschen Meisterschaften bestand aus einer Vielzahl an Disziplinen – gesucht wurden die neuen Titelträger*innen im Punktefahren, 500m- bzw. 1000m-Zeitfahren, Madison und Keirin.

Mit 14 Zählern fuhr Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.) im Punktefahren der Juniorinnen auf den zweiten Platz und somit zu ihrer (bis zu diesem Zeitpunkt) dritten Medaille des Meisterschaftswochenendes. Im anschließenden Zweiermannschaftsfahren, welches sie mit Fabienne Jährig (BRC Zugvogel Berlin 1901 e.V.) bestritt, sicherte sie sich eine weitere Bronzemedaille.

Das Podium im 500m-Zeitfahren der Juniorinnen bot das gleiche Bild wie nach dem Sprintturnier am Vortag. Auch in dieser Disziplin durfte sich Clara Schneider vom RSV Finsterwalde e.V. das Trikot der Deutschen Meisterin überstreifen, während Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V., Sprintteam Thüringen) auf Platz 2 und Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) auf Platz 3 das Podium vervollständigten. Ähnlich sah es auch nach dem Keirin-Turnier aus: Erneut setzte sich die Brandenburgerin durch – wieder dicht gefolgt von Lara-Sophie Jäger auf Rang zwei.

 

Am vierten Tag der Bahn-Meisterschaften in Köln gingen die Junioren im Madison-Rennen, Keirin sowie die U15 im Omnium auf Medaillenjagd. Das Thüringer Madison-Team, bestehend aus Kevin Genzmer (RSC Turbine Erfurt e.V.) und Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) trug sich auf Rang 7 im Ergebnis ein.

Enzo Albersdörfer vom SSV Gera 1990 e.V. darf sich nun Deutscher Vizemeister im Omnium der U15-Klasse nennen. Mit einem gut gefüllten Punktekonto (140 Pkt.) setzte er sich gegen Attila Höfig vom RSC AV Leipzig e.V. (126 Pkt.) durch und musste einzig dem Schwarzwälder Benedikt Benz den Vortritt lassen.

 

Für den letzten Renntag standen in der Altersklasse U17 noch die Entscheidungen im Abschlussrennen des Omniums auf dem Programm. Bereits eine Woche zuvor beim trainalyzed-wahoo Nachwuchs-BahnCup optimal auf einander eingespielt, fuhren die Thüringer Madison-Teams am letzten Tag der Deutschen Meisterschaften noch einmal zu Gold und Silber. Hugo Esch (RSC Waltershausen-Gotha e.V.) und Enzo Albersdörfer (SSV Gera 1990 e.V.) setzten sich in der U15 an die Spitze und beendeten das Rennen überlegen mit 27 Punkten als neue Deutsche Meister. Mit 12 Punkten auf dem zweiten Rang, durfte eine weitere Thüringer Mannschaft auf dem Podium stehen – Bruno Geißler (SV Jena-Zwätzen e.V.) und Benjamin Bock (SSV Gera 1990 e.V.). Die Geraerinnen Gwen Böttcher und Isabelle Gentzik (beide SSV Gera 1990 e.V.) errangen in der Altersklasse U15w den vierten Platz.

Bundesstützpunktleiter Stephan Hauspurg blickt zufrieden auf das Wochenende zurück – trotz des Ausfalls von Willy Weinrich sowie des vorzeitigen Ausstiegs von Benjamin Boos konnten sich die Thüringer*innen behaupten und ihre starke Form beweisen. Auch die Vornominierungen für anstehende internationale Höhepunkte (Junioren-Europa- sowie Junioren-Weltmeisterschaften) lassen auf weitere Medaillen und Top-Platzierungen hoffen.

Auswertung_Medaillenspiegel TRV DM Bahn 2021

Thüringer Landesrekorde Bahnradsport (Stand: 14.07.2021)

Die Datei enthält den aktuellen Stand der Thüringer Landesrekorde Bahnradsport. Als Rekord anerkannt wird eine Leistung, die in einem ausgeschriebenen Wettkampf von berufenen Kampfrichtern festgestellt und veröffentlicht wird.

Alle interessierten Sportler, Trainer und Betreuer und natürlich auch alle anderen am Bahnradsport interessierte Personen sind aufgerufen, an einer Aktualisierung mitzuarbeiten.

Th. Landesrekorde Bahn_14072021