Aktuelles

Aktuelles

Beschlussfassung zu pandemiebedingten Einschränkungen im Sportbetrieb des Thüringer Radsport-Verbandes

„Die Gesundheit der Sportler*innen und der Gesellschaft hat immer oberste Priorität.“

Ab sofort gilt für Trainer, Betreuer und Sportler zu allen Trainings- und
Wettkampfmaßnahmen des Thüringes Radsport-Verbandes, inklusive der Jugendbildungs- und Jugendfreizeit-
Maßnahmen, mit Übernachtungen im Ausland die 2G – Regel.
Eine Teilnahme ist nur mit gültigen Impf- oder Genesenen – Zertifikat möglich.

Alle nationalen Maßnahmen unterliegen den aktuellen Verordnungen und Regeln
des Bundes und der Länder zur Eindämmung von SARS-Cov2-Virus (Covid 19) in der
jeweils vor Ort gültigen Fassung.
Für die Rückreise aus dem In- und Ausland sind die am Zielort gültigen Rückreise-
Maßnahmen bezüglich Covid 19 in Eigenverantwortung umzusetzen. Genaue
Auskünfte erteilen die zuständigen Gesundheitsämter, das Robert-Koch-Institut und
das Bundesgesundheitsministerium.
Das Präsidium des Thüringer Radsport-Verbandes weist alle Beteiligten zum
eigenen Schutz um strikte Einhaltung dieser Vorgaben an, vor allem hinsichtlich
Hygiene, Kontakte, Abstand und Quarantäne-Regelung.
Die Teilnahme an allen Maßnahmen erfolgt immer freiwillig. Im Falle einer
Ansteckung durch Covid 19 können keine Regressansprüche geltend gemacht
werden.
Alle nationalen und internationalen Maßnahmen sind mit dem Geschäftsführer des
Thüringer Radsport-Verbandes und dem Bundesstützpunktleiter Radsport
abzustimmen.

Erfurt. 16.12.2021

Fachschaftstagung Rennsport

Liebe Mitstreiter,

hiermit laden wir Euch zur Fachschaftstagung Rennsport am

Donnerstag, den 09. Dezember 2021, 18:00 Uhr 

ein.  Die Beratung findet als Videokonferenz statt.

Hier der Zugangslink: https://bbb.thueringen-sport.de/b/thu-gfx-liy-q2g

Zugangscode:  139253 und anschließend Name und Verein eingeben.

 

Die vorläufige Tagesordnung:

1.           Saisonauswertung 2021 – Fachwart

2.           Kaderüberblick (auch BDR)

3.           Arbeit am Rennsportkalender 2022

4.           Cup – Ausblick 2022

5.           Trainingslager 

6.           Neubesetzung der Nachwuchskommission Rennsport Straße/Bahn/MTB

 

Wir bitten um kurze Bestätigung des Termins und der Möglichkeit diese Beratung als Videokonferenz zu führen.

Hier die Kontaktdaten: info@radsport-thueringen.de

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften der Schüler, Jugend und Junioren im…

Filderstadt (WTB): Vom 13.-14.11. 2021 fanden die Deutschen Meisterschaften im Radball der Nachwuchsklassen statt. Auch für Thüringen verliefen diese, wegen der Corona-Pandemie zusammengefassten Meisterschaften, recht erfolgreich. 

Dabei setzte sich das Juniorenteam um Manuel Paschka und Nils Kebsch aus Langenwolschendorf erwartungsgemäß durch. Mit 6 Siegen und einem Unentschieden sicherten sich die Ostthüringer den Deutschen Meistertitel.

Eine weitere Medaille für den Thüringer Radsport-Verband konnte sich die U-13 Schülermannschaft aus Langenleuba-Niederhain erringen. Mit einer konstanten Turnierleistung sicherten sich Leonie Reinicke und Carl Mehnert den Vizemeister Titel. Mit sechs Siegen und einer knappen 1:2 Niederlage gegen den späteren hessischen Meister zeigten beide eine solide Leistung.

Mit zwei Medaillen gehörte der Thüringer Radsport-Verband zu den erfolgreichsten Landesverbänden dieser Deutschen Meisterschaften.

Schlamm bis zu den Ohren – „JenBike Cross“ &…

Am vergangenen Sonntag fand in Jena der Jenbike Cross – ein Cyclocrossrennen im Rahmen der mitteldeutschen Gunsha Cross Challenge statt. Insgesamt waren dazu 180 Sportler aus 8 Bundesländern sowie aus Dänemark und Frankreich in die Saalestadt gekommen, um auf dem Crossrad in den unterschiedlichen Altersklassen den Schnellsten des Tages zu ermitteln, bzw. wichtige Punkte für die Gesamtwertung, der aus 7 Rennen bestehenden Challenge zu sammeln. Im Rahmen der Veranstaltung wurden gleichzeitig die Landesmeisterschaften ausgetragen.

Cyclocross ist eine spezielle Radsportdisziplin, die zwischen Mountainbike und Straßenrennsport siedelt und die hauptsächlich im Herbst und Anfang Winter gefahren wird. Durch die starken Regenfälle der Vortage war die Rennstrecke in Großlöbichau tief aufgeweicht und somit wurden die Rennen zu einer regelrechten Schlammschlacht. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die nicht alle Sportler in der Lage waren, die komplette Strecke auf der 2 km Runde zu fahren, sondern an vielen Stellen zum Absteigen und zum Radtragen gezwungen waren – typisch Cyclocross. Im Hauptrennen, dem Rennen der Elitefahrer, dominierte am Ende Imanuel Ries vom Cyclocrossteam Fujibikes Rockets vor den beiden Fahrern vom Team Whiterock Gregor Wigleb und Christopher Maletz. Auf Rang 6 fuhr als bester Thüringer und damit zum neuen Landesmeister Michel Aschenbrenner vom KT-Team P&S Metalltechnik. Zweiter und Dritter in der Landesmeisterschaft wurden Johannes Nipperdey von den Gute-Laune-Sportlern und Tobias Nolde vom Team P&S Metalltechnik. Auch der ausrichtende 1. RC Jena konnte bei den Landesmeisterschaften Podestplätze einfahren. In der Altersklasse U15 wurde Jan Hammerl 2. hinter Armin Horn aus Saalfeld und vor Hans Hornschuh aus Waltershausen. In der U17 holte dann der 1.RC Jena durch Lukas Kober den Landesmeistertitel vor Viktor Wedekind aus Meiningen. Die letzte Landesmeisterschaft wurde bei den Masters ausgefahren. Hier siegte Rolf Horvath aus Erfurt vor Danny Kober vom 1. RC Jena und Frank Neff vom Team Triebwerk-Energy.

Text: Michael Schurig (1. RC Jena)

Nachruf Jürgen Beese

Der Thüringer Radsport trauert um einen seiner wichtigsten Unterstützer. Nach seiner eigenen aktiven Karriere und der Leitung des Trainingszentrums Waltershausen, prägte Jürgen Beese 11 Jahre lang als Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes unseren Sport. 

Er trug maßgeblich dazu bei Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Sportlerinnen und Sportlern ermöglichten, den Weg vom Nachwuchsbereich an die Weltspitze zu bewältigen. So wurden u.a. die Grundlagen für die Laufbahnen von Theresa Senff, René Enders, André Greipel, Robert Förstemann, Kristina Vogel, Marcel Kittel, Tony Martin und John Degenkolb gelegt.

Neben seinem ehrenamtlichen Engagement förderte er auch mit seiner B&H Spedition aus Fröttstädt jahrzehntelang auch finanziell den TRV sowie dessen Teams und ist somit mitverantwortlich für den Fortbestand und die Entwicklung des Thüringer Radsports.

Vor wenigen Tagen ist Jürgen Beese überraschend verstorben. Wir alle werden unseren Ehrenpräsidenten mit seiner ruhigen, aber zugleich konsequenten und zuverlässigen Art in guter Erinnerung behalten. Seiner Familie wünschen wir in diesen schweren Stunden viel Kraft und Beistand.

Das Präsidium des Thüringer Radsport-Verbandes e.V.

„Vom Rennhonorar kann ich nicht leben“ – Thalea Mäder…

Thalea Mäder gehört mit ihren 19 Jahren zu den hoffnungsvollsten Radsporttalenten in Thüringen. Beim Derny Deutschland Cup für Frauen im Erfurter Andreasried stand sie Volker Brix Rede und Antwort.

Das war ja ein aufregendes Rennen nach ihrem Defekt im ersten Vorlauf, wie haben Sie das empfunden?
– Ich war gerade gut vom Start weggekommen, da hatte ich nach eineinhalb Runden einen Hinterraddefekt.

Einen Reifenschaden?
– Nein. Das Hinterrad war wohl nicht richtig festgezogen und schliff nun am hinteren Rahmen. Innerhalb der maximal sechs Runden Vergütungsrunden war ich wieder im Rennen und konnte mich als Zweite für das große Finale qualifizieren.

Im großen Finale hatten Sie als Vierte dann fünf Runden Rückstand, waren Sie sehr enttäuscht?
– Nein, im Gegenteil, ich war sehr zufrieden. Immerhin hatte mit Lisa Klein eine Olympiasiegerin gewonnen und die Zweit- und Drittplatzierten Ricarda Bauerfeind (Ansbach) und Romy Kasper (Forst) waren beim ersten Cup-Lauf auch schon auf dem Podest.

Wie lange fahren Sie schon Radrennen?
– Seit meinem neunten Lebensjahr, zuvor war ich Triathletin.

 Gab es da schon Erfolge?
– Nein, nichts nennenswertes gibt es in der Klasse U11 zu berichten. Ich fuhr nur Straßenrennen. Das änderte sich erst in der U13. Da habe ich 13 Rennen auf Bahn und Straße gewonnen.

Und später gingen die Siege weiter?
– In der U15 gewann ich DM-Bronze im Paarzeitfahren auf der Straße. Ein großer Erfolg war für mich der Gesamtsieg der Internationalen Berliner Etappenfahrt Kids Tour als erstes Mädchen vor allen Jungen.

Das hört sich ja sehr gut an. Hatten Sie in den höheren Altersklassen und mit den steigenden Belastungen auch Probleme?
– Eigentlich kaum. Dafür spricht, dass ich in der U17 bei der 2000m-Bahnverfolgung mit 2:32 Minuten eine neuen Deutsche Rekord markierte, dazu wurde ich mit dem Bahnvierer Deutscher Meister und holte beim Einzelzeitfahren auf der Straße die Bronzemedaille.

Konnten Sie Ihre Form auch bei der U19 weiter steigern?
Ich denke ja. Als Deutscher Meister mit dem Bahnvierer, DM-Rang zwei in der Einzelverfolgung und DM-Platz drei im Madison habe ich mich in die Frauenklasse verabschiedet.

Da müsste ja nun bald ein Profivertrag kommen?
– Den habe ich seit Jahresbeginn mit dem Schweizer Team Cogeas Mettler Look Pro Cycling abgeschlossen.

Ist das für Sie eine gewaltige Umstellung?
– Das kann man wohl sagen. Meine Starts bei der Schweizer Rundfahrt, dem Amstel Gold Race durch die Niederlande oder dem Flèche Wallone in Belgien gegen die absolute Profi-Weltklasse haben mir schon Körner gekostet.

Welche Ziele kann man bei solcher Schinderei von einem Neo-Profi erwarten?
– Ich will und muss mich in erster Linie in den Klassefeldern etablieren und will mit ansprechenden Leistungen meinen Einjahresvertrag verlängern.

Können Sie von Ihrem Rennhonorar Ihr Leben finanzieren?
– Ganz klar nein. Wir bekommen nur Reisekosten, Hotel und Prämien ausgezahlt.

Und wovon leben Sie finanziell?
– Ich studiere Lehramt und arbeite nebenbei in einem Studienkreis. Dort helfe ich lernschwachen Schülern oder Ausländern vor allem beim Deutschunterricht.

Wer ist denn Ihr aktueller Trainer?
– Nachdem ich im Nachwuchs von Dr. Manfred Wandersleb und Frank Zühlke betreut wurde, hat seit Mai/Juni die Erfurterin Elisabeth Lutzke mein Training koordiniert.

Bahn-Weltmeisterschaften U19 – 01.09.-05.09.2021, Kairo

Nach den erfolgreichen Europameisterschaften gingen Franzi Arendt, Lara-Sophie Jäger, Benjamin Boos (alle RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) und Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.) auch bei den Bahn-Weltmeisterschaften der Junior*innen im ägyptischen Kairo ins Rennen um die WM-Titel.

Bereits an den ersten beiden Tagen bewiesen die Thüringer*innen erneut, dass sie zu den Besten der Welt gehören. Wie vor einigen Wochen bei den Europameisterschaften in den Niederlanden, kämpften sich Lara-Sophie Jäger und Stella Müller mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) als eingespieltes Trio souverän ins Teamsprint-Finale wo sie auf die Russinnen trafen, die bereits im Vorfeld als Favoritinnen gehandelt wurden. Dieser Favoritenrolle wurden sie gerecht, somit landeten die deutschen Teamsprinterinnen auf einem starken Silberrang.

Die Dominanz der russischen Sportler*innen wurde ebenfalls im Teamsprint der Junioren deutlich – das Trio um Willy Weinrich musste ebenfalls der russischen Mannschaft den Vortritt lassen und krönte sich, wie zuvor das Team der Juniorinnen, zu Vize-Weltmeistern.

“Regenbogen-Trikots und Sturzpech” hieß die kontrastreiche Kurzbilanz des zweiten Wettkampftages der Weltmeisterschaften. Für das Vierer-Team um Benjamin Boos lief alles optimal nach Plan. Die Qualifikationsrunden absolvierten sie in beachtlicher Manier und standen letztlich im Finale gegen die italienische Mannschaft. Dort lagen sie von Beginn an in Führung, zwischenzeitlich mit beachtlichen zweieinhalb Sekunden – nur auf dem letzten Kilometer konnten die Italiener noch einmal zulegen. Das deutsche Quartett ließ sich jedoch den Sieg nicht mehr nehmen und durfte sich über eine knappe Sekunde Vorsprung sowie den Weltmeistertitel und die Regenbogen-Trikots freuen.

Franzi Arendt und ihre Teamkolleginnen lagen auf ähnlich gutem Kurs, bis drei Fahrerinnen im Lauf gegen Italien zu Fall kamen – lediglich die Erfurterin blieb verschont. Leider bedeutete das für die deutsche Mannschaft das Aus für die Träume vom Finale, für das die Chancen von Beginn an gut standen.

Ebenfalls erfasst von einem Sturz wurde Willy Weinrich im Keirin-Wettbewerb. Im Halbfinallauf stürzten er sowie drei weitere Fahrer und schieden somit leider aus.

Für weitere Medaillen sorgten Franzi Arendt und Willy Weinrich: Nachdem Arendt in der Qualifikation noch hinter ihrer späteren Gegnerin im kleinen Finale lag, konnte sie die Polin im Rennen um Bronze um ca. drei Sekunden distanzieren und landete als Dritte auf dem Podium.

Im Sprint brachte der Finallauf ein Déja-Vu für Willy Weinrich mit sich: wie bei den kürzlich ausgefahrenen Europameisterschaften, traf er im Finale auf Nikita Kalachnik aus Russland. Auch hier zeigte sich die Übermacht der russischen Sportler*innen und Kalachnik verwies den Thüringer nach zwei Läufen wieder auf den Silberrang.

Im Omnium erreichte Benjamin Boos auf Platz 7 noch eine weitere starke Platzierung.

Der letzte Tag brachte noch eine kleine Sensation mit sich: Willy Weinrich und sein russischer Kontrahent Grigorii Skorniakov legten die 1000 Meter beide in 1:03,339 Minuten zurück, sodass die Zeit der letzten Runde ausschlaggebend war – mit einem Ergebnis zugunsten von Skorniakov, während Weinrich Vize-Weltmeister wurde.

Mit Nicolas Zippan (RSV Königswusterhausen e.V.) ins Zweiermannschaftsfahren gestartet, füllte Benjamin Boos in den Wertungssprints zuverlässig Punktekonto, bis das Duo auf gutem Kurs in Richtung Weltmeistertitel lag. Beim Stand von 44 Punkten, der ihnen zu diesem Zeitpunkt die Führung einbrachte, brachte ein Sturz die beiden zu Boden und Boos verletzte sich am Ellbogen, sodass sie das Rennen aufgeben mussten.

Viele der Thüringer Sportler*innen haben bereits in ihrem ersten Jahr in der Junior*innenklasse beachtliche Leistungen gezeigt und wollen ihre Chance nutzen, diese im nächsten Jahr noch einmal zu steigern.

Europameisterschaften Bahn U19/U23 – 17.-22.08.2021 Apeldoorn (NL)

Im Trikot der Nationalmannschaft des BDR stellten sich Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.),  Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.), Benjamin Boos (RSC Turbine Erfurt e.V.), Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.), Christina Sperlich (SV Sömmerda e.V.), Anna-Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt e.V.), Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera 1990 e.V.) und Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.) im niederländischen Apeldoorn den Besten der internationalen Konkurrenz. Bereits ab dem ersten Tag der Bahn-Europameisterschaften U19/U23 zeigten sich die Thüringer*innen von ihrer besten Seite.

Stella Müller und Lara-Sophie Jäger mussten sich im Teamsprint der Juniorinnen mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) lediglich den Mannschaften aus Großbritannien und Russland geschlagen geben und sicherten sich im Duell gegen die Italienerinnen souverän die Bronzemedaille.

Das Teamsprint-Trio der Junioren um Willy Weinrich qualifizierte sich nahezu problemlos für das Finale. Im Kampf um den EM-Titel trafen sie dort auf die Mannschaft aus Großbritannien, verpassten den Sieg jedoch knapp um sechs Zehntelsekunden und dürfen sich nun Vize-Europameister nennen.

Lena-Charlotte Reißner fuhr in der Einerverfolgung mit einer Zeit von 3:45,081 Minuten auf einen beachtlichen zehnten Platz. Später beendete sie das Madison-Rennen der Frauen U23, zusammen mit Hanna Dopjans,  auf dem sechsten Rang.

“Rekordjägerin” Franzi Arendt und ihre Verfolgermannschaft konnten ihre bereits in der Qualifikation starke Leistung später noch einmal steigern: in 4:30,291 Minuten verbesserten sie zunächst den bisherigen Deutschen Rekord um ca. vier Sekunden und rauschten später auf Platz 3.

Im 1000m-Zeitfahren der Junioren dominierte Willy Weinrich deutlich das Geschehen – mit einer halben Sekunde Vorsprung verwies er den Briten Harry Ledingham-Horn auf den zweiten Platz. “Es ist wahnsinnig für mich. Bei den deutschen Meisterschaften musste ich leider passen, deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich es trotzdem noch geschafft habe. Die ersten beiden Runden haben sich super angefühlt, dann kam das Laktat sehr schnell und hart. Die letzte Runde war eine Qual. Ich habe nicht mit dieser Zeit gerechnet», so der Europameister Weinrich nach seinem Gold-Rennen im Interview. (rad-net.de)

Eine weitere Medaille holte Julien Jäger im Teamsprint der U23, zusammen mit Anton Höhne und Paul Schippert: sie sprinteten ins Finale, konnten sich dort leider nicht ganz gegen das Trikot aus Großbritannien durchsetzen, freuen sich nun jedoch über den Titel der Vize-Europameister und die Silbermedaille.

Christina Sperlich, Katharina Albers und Alessa Pröpster verpassten im Teamsprint der Frauen U23 die Medaillenränge nur knapp – sie erreichten mit starken Läufen das kleine Finale und mussten sich dort leider den Polinnen geschlagen geben und trugen sich letztlich auf Platz 4 im Ergebnis ein.

Auch im Sprint zeigte Willy Weinrich, dass er zu den Stärksten Europas gehört und erreichte souverän das Finale, nachdem er zuvor wieder Harry Ledingham-Horn besiegte. Im Finale traf Weinrich auf den Russen Nikita Kalachnik, welchem er dann den Vortritt lassen musste, somit sammelte Willy Weinrich eine weitere Silbermedaille.

Im Keirin- und Sprintturnier der U19 belegte Lara-Sophie Jäger die Plätze 8 bzw. 7. Ihr Bruder Julien Jäger landete im Keirin der Männer U23 auf Rang fünf.

Die U23-Verfolgerinnen um Anna-Dorothea Heitzmann und Lena-Charlotte Reißner konnte sich in der ersten Runde mit 4:33,594 Minuten gegen das Quartett aus Polen durchsetzen und landeten letztlich auf dem fünften Platz.

Mit einer etwas unüblichen Taktik ging Benjamin Boos in das Finale der 1000m-Einerverfolgung: der 18-Jährige, der in der Qualifikation die Bestzeit gefahren war, versuchte, seinen Gegner aus Italien einzuholen. Dies gelang ihm fast – bis der Italiener etwa 10 Meter vor der Einholung ebenfalls noch einmal beschleunigte und ihn nicht mehr herankommen ließ. Das bedeutete die Silbermedaille für Boos, der mit seiner Zwischenzeit nach einem Kilometer (1:01,212 Minuten) sogar im 1000m-Wettbewerb der U23 Europameister geworden wäre.

Nach Platz 4 im Scratch und ebenfalls beachtlichen Platzierungen in den weiteren Disziplinen, konnte sich Benjamin Boos im Omnium der Junioren als Vierter (114 Punkte) noch einmal auf den vorderen Rängen platzieren.

Alle Ergebnisse im Detail sind zu finden auf: http://cis.veloresults.com/