Aktuelles

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Lisa Klein Zweite im DM-Straßenrennen

Lisa Brennauer (Durach/WNT-Rotor Cycling) ist Deutsche Meisterin im Straßenrennen: Die 30-Jährige sprintete auf dem Sachsenring zum zweiten Sieg nach 2014 und siegte mit einem deutlichen Vorsprung von einer Radlänge. Titelverteidigerin Liane Lippert (Friedrichshafen/Team Sunweb) holte Bronze hinter der Meisterin von 2017, Lisa Klein (Erfurt/Canyon SRAM).

„Ich bin einfach sprachlos,“ meinte die neue Deutsche Meisterin im Ziel. Das Finale war mir auf den Leib geschneidert, der Kurs war anspruchsvoll, vor allem der letzte Anstieg vor dem Ziel hat mir gepasst und auch die ständigen Tempoverschärfungen. Danke an mein Team, das heute so perfekt für mich gearbeitet hat, danke an Kathrin Hammes, die im Finale so stark war,“ jubelte Brennauer im Ziel und kämpfte mit den Tränen. „Ich hatte mir am Freitag bei der Zeitfahr-DM mehr erhofft als der dritte Platz, aber das heute hier ist die Krönung,“ so die 30-Jährige, die vor Glück mit den Tränen kämpfte. „Seit 2014 habe ich es eigentlich fast immer aufs Podium geschafft. Trotzdem ist es erst mein zweiter Meisteritel auf der Straße. Und ich bin total stolz,“ sagte Brennauer.

Lisa Klein, vor zwei Jahren Straßenmeisterin in Chemnitz, und am Freitag zur Deutschen Zeitfahr-Meisterin gekürt, freute sich über Silber: „Es war ein tolles Radrennen, aber als Lisa angetreten hat, konnte ich nichts mehr dagegen halten. Die stärkste hat heute gewonnen“, sagte Klein nach dem Rennen.

Die Favoritinnen auf den Titel lagen von Beginn an in Lauerstellung, und in der vorletzten Runde hatten sich 24 Fahrerinnen an der Spitze formiert, darunter alle Medaillen-Kandidatinnen. Sehr offensiv zeigte sich trotz der drückenden Hitze die junge Franziska Koch aus Wuppertal, die immer wieder attackierte und eine Vorentscheidung suchte. Am Ende musste sie sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Auch Kleins Teamkollegin Hannah Ludwig forcierte das Tempo, um die Konkurrenz aus der Reserve zu locken und den Weg zum zweiten Titelgewinn für Klein vorzubereiten. Auch Thüringen-Rundfahrt-Siegerin Kathrin Hammes (WNT-Rotor-Cycling), Teamkollegin von Brennauer, attackierte noch einmal kurz vor dem Ziel, um die Konkurrenz müde zu machen.

In der letzten Zielrunde auf dem Sachsenring stürzte Romy Kasper (Ale Cipollini) und fiel aus der Spitzengruppe zurück, genau wie Lisa Fischer (maxx solar Lindig) und Katharina Hechler (Team Stuttgart), die ebenfalls in den Sturz verwickelt waren. Auch Christa Riffel (Canyon SRAM) hatte Pech, musste nach einem Defekt abreißen lassen. So kämpften an der Spitze nur noch sieben Fahrerinnen um den Titel. Dahinter führte Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt) die nächsten Verfolger ins Ziel. Insgesamt fuhren 23 von ehemals 74 gestarteten Fahrerinnen das Rennen zu Ende.

Tony Martin gewinnt seinen neunten DM-Titel

Zeitfahr-DM in Spremberg: Lisa Klein holt Meistertrikot bei den Frauen

Trotz eines Defekts wenige Kilometer nach dem Start hat Tony Martin es geschafft: Der 34-Jährige gewann in Spremberg, nur wenige Kilometer von seiner Geburtsstadt Cottbus entfernt, seinen neunten Deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren, den achten in Folge.

„Es war seit langem der härteste Meisterschaftskampf, denn es war knapp“, sagte Martin (Visma-Jumbo) im Ziel. „Ich hatte mental zu kämpfen, weil ich so früh das Rad wechseln musste und den Vorsprung wieder einbüßte. Das hat mich zunächst komplett aus dem Rhythmus gebracht“, berichtete der alte und neue Deutsche Meister. „Zeitweise fühlte ich mich ein bisschen wie im Niemandsland, weil ich bis ins Ziel nicht wusste, ob die Zeit reichen würde.“ Ein Defekt, bei dem ihm das Hinterrad von der Felge sprang, ließ den Vorsprung schmelzen. Am Ende reichte es doch klar zum Titel.

Martin war auf der 35 km langen Meisterschaftsstrecke 17 Sekunden schneller als der Kölner Nils Politt (Katusha-Alpecin), der sich zufrieden zeigte, mit dem Ehrenplatz. „Die Strecke war super, nur an manchen Stellen können die Brandenburger mal ihr Pflaster austauschen“, lachte Politt im Ziel.

Platz drei ging an den Freiburger Jasha Sütterlin (Movistar), der nicht glücklich über den Bronzeplatz war. „Ich habe mich nach dem Giro nur auf diese Meisterschaft konzentriert und vorbereitet. Ich bin angereist, um zu gewinnen. Aber ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. Alles lief gut“, sagte Sütterlin, der im Ziel fast eine Minute langsamer (59 Sekunden) als Martin war.

Kleins Premiere

Bei den Frauen gewann Lisa Klein den Meistertitel. Die 22-jährige Erfurterin gewann den Kampf gegen die Uhr mit sieben Sekunden Vorsprung vor Mieke Kröger aus Bielefeld. Titelverteidigerin Lisa Brennauer aus Durach im Allgäu wurde Dritte mit einem Rückstand von 28 Sekunden.

„Ich bin mit dem Ziel gestartet, Gold zu holen, aber ich bin trotzdem überrascht. Das ganze Team stand hinter mir. Dann lag es nur noch an mir, es umzusetzen.“

Der 30 km lange Meisterschaftskampf der Frauen in Spremberg war bis zum Schluss sehr spannend. Die drei Erstplatzierten lagen dicht zusammen, die Abstände waren gering. „Es war wirklich ein knappes Rennen“, lacht Klein, „aber das war auf dem Kurs zu erwarten. Ich hätte mir eigentlich einen noch profilierteren Kurs gewünscht “, sagte die neue deutsche Zeitfahrmeisterin, die aus dem Begleitfahrzeug nicht nur die Kommandos von Teamchef Ronny Lauke entgegennahm, sondern auch die Anfeuerungsrufe von Kristina Vogel. Die seit einem Jahr durch einen Trainingsunfall querschnittgelähmte Olympiasiegerin ist eng mit Lisa Klein befreundet und hat sie auf ihrer Siegesfahrt im Auto begleitet.

Zufrieden mit Platz zwei war Mieke Kröger, die im letzten Jahr krankheitsbedingt nicht starten konnte, aber in diesem Jahr wieder den Anschluss fand und gute Resultate einfuhr. Nur sieben Sekunden lag sie hinter Klein zurück. „Aber ich freue mich über Silber. Es war eine schöne Strecke, abwechslungsreich und nicht so langweilig, wie Zeitfahrkurse normalerweise sind,“ sagte Kröger nach dem Meisterschaftskampf.

Bad Blankenburg erlebte schöne ODM

Am vergangenen Samstag (22.06.2019) luden die Thüringer Kunstradsportler zur 29. Ostdeutschen Meisterschaft im Kunst- und Einradsport an die Landessportschule in Bad Blankenburg ein. Der amtierende Präsident des TRV – Knut Wesser eröffnete für 170 Kunstradler auch aus sieben Thüringer Vereinen die Meisterschaft.

Alle Kunstradler hatten sich sehr gut auf den Wettkampf vorbereitet. Es wurden über 50 persönliche Bestleistungen aufgestellt. Die Thüringer Sportler erreichten: 2 x 1. Platz, 1 x 2. Platz, 1 x 3. Platz sowie viele gute Platzierungen auch mit persönlichen Bestleistungen. Hierbei ist der Sieg der Juniorinnen U19 des KSV Rositz besonders erwähnenswert. Anne-Katrin Eckert und Tabea Joanna Dallek setzten sich mit einer neuen Bestleistung gegen die ostdeutsche Konkurrenz im 2er durch. Beide Sportlerinnen wurden dann auch gemeinsam mit Vanessa Eckstädt und Marie Celine Schindler (beide Creaton Großengottern) im 4er Eintrad Vizemeister. Der SV Creaton Großengottern wurde – wenn auch ohne Gegner – Meister im Kunstrad der U15er.
Die Meisterschaft war für alle Teilnehmer ein voller Erfolg. Ein besonderer Dank gilt allen freiwilligen Helfer der Thüringer Kunstradsport Vereine. Vielen Dank auch an die Landessportschule für die gute Unterstützung.

Ergebnisse der Ostdeutschen Meisterschaft im Kunstradfahren

Dörnbach vorn

Eine Woche vor dem Grand Prix von Deutschland in Cottbus war der Sprint der Männer beim 11. Sprint-Cup fest in deutscher Hand. Der Deutsche Meister Maximilian Dörnbach aus Erfurt siegte im Finale mit 2:0 gegen Nik Schröter aus Cottbus. Platz drei belegte der Erfurter Marc Jurczyk. 

Mandrysch wird Vizemeister am Berg

Der Pfälzer Simon Nuber (RV Edelweiß Roschbach) ist neuer Deutscher Bergmeister. Der 28-Jährige gewann den 144 km langen Meisterschaftskampf in Linden vor der gesamten nationalen Konkurrenz. Das Ergebnis war eine Überraschung: Simon Nuber (Team Möbel Ehrmann) sicherte sich völlig unerwartet den Titel des Deutschen Meister im Bergfahren. Der 28 Jahre alte Informatiker überraschte im Zielsprint die gesamte Konkurrenz. Der gebürtige Allgäuer, der seit 2012 für das pfälzische Team Möbel Ehrmann in die Pedale tritt, verwies nach 144,3 Kilometern und einer Fahrzeit von 3:36,220 Stunden, John Mandrysch (Erfurt, P&S Metalltechnik) und Philipp Mamos (Team Dauner Akkon) auf die nachfolgenden Plätze. 

„Meine Aufgabe war es einfach in der Gruppe zu bleiben und wenn wir gemeinsam über die Kuppe kommen, dann war halt alles drin“, sagte der neue Meister. Genau so kam es auch. Als die Spitzengruppe auf der Gerade in Richtung Ziel sprintete, fand Nuber auf der rechten Seite die Lücke und zog mit einer halben Radlänge davon. „Das kam völlig unerwartet, ich kann es kaum fassen“, so Nuber. In der U 23-Wertung hatte zeitgleich Dominik Bauer (Dauner AKKON) vor Jonas Rutsch (Lotto-Kern-Haus) und Jakob Geßner (Erfurt/Heizomat-Rad-net) die Nase vorn.

Bei den gleichzeitig ausgetragenen Meisterschaften der Juniorinnen sicherte sich nach 77,7 Kilometern und 2:05:16 Stunden im Sprint einer neunköpfigen Spitzengruppe, Friederike Stern (RV Elxleben) vor Finja Smekal (Pulheimer SC) und Lea Waldhoff (RIG Vorderpfalz) das Meistertrikot.

 

Thüringenpokale U11 und U15 ausgefahren

Am vergangenen Sonntag (02. Juni) wurden die ersten Thüringenpokale ausgespielt. Beim gastgebenden SV Langenleuba-Niederhain trugen die Sportler der Kategorien U11 und U15 die entsprechenden Turniere aus.

Im Turnier der U11 ging der Thüringenpokal an Leonie Reinicke und Carl Mehnert vom SV Langenleuba-Niederhain. Sie wurden beim Sieg der Reideburger Max Berndt und Oskar Knauth Dritte. Das Turnier der U15 gewannen Paul Seifert und John Dornberg, ebenfalls vom SV Langenleuba-Niederhain.

Ergebnisse:

http://www.radballer.info/2019/Ergebnisse/Deutschland/Cup/Thueringenpokal_U15_19.html

http://www.radballer.info/2019/Ergebnisse/Deutschland/Cup/Thueringenpokal_U13_19.html

Maxx Solar-Lindig weiter Tabellenführer der Bundesliga

Franziska Koch (Mexx-Watersley) hat das Rennen der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» der Frauen und Juniorinnen in Dautphe gewonnen. Die 18-Jährige setzte sich im Sprint einer dreiköpfigen Spitzengruppe vor Carolin Schiff (Maxx Solar-Lindig) und U19-Fahrerin Paula Leonhardt (Team Heuer Brandenburg/SC Berlin) durch.

Die Vorentscheidung fiel in der vorletzten von insgesamt neun Runden (84,6 km), als Franziska Koch zusammen mit Carolin Schiff attackierte. Juniorin Paula Leonhardt schaffte es, das hohe Tempo mitzugehen. Im Endspurt hatte sie keine Chance, dem Antritt Kochs zu folgen, die das Rennen mit deutlichem Vorsprung vor Schiff für sich entschied.

In der Gesamtwertung übernahm Schiff die Spitze in der Frauenklasse und führt nun mit 374 Punkten vor ihrer Teamkollegin Beate Zanner (317) und Lydia Ventker (260). In der Mannschaftswertung führen Maxx Solar Lindig (Frauen) und Heuer Brandenburg/SC Berlin (Juniorinnen). In der Einzelwertung der Juniorinnen übernahm Paula Leonhardt die Führung.

Das Rennen der Junioren (112,8 km) feierte das Team Auto Eder aus Bayern einen weiteren Sieg. Marco Brenner gewann das Duell gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Michel Heßmann (Rose Team NRW). Das Duo konnte sich aus dem Feld absetzen und über eine Minute Vorsprung herausfahren. Den Spurt der verfolger gewann der Hamburger Moritz Plambeck (Team Wipotek).

In der Gesamtwertung liegen jetzt zwei Fahrer des Team Auto Eder, die auch die Mannschaftswertung anführen, vorn: Linus Rosner führt mit 619 Punkten vor Marco Brenner (498).

Weitere Infos und Ergebnisse unter: www.rad-bundesliga.net

Wieder Doppelsieg für P&S Metalltechnik

Beim zweiten Wertungsrennen zur Müller – die lila Logistik Rad-Bundesliga im Erzgebirge gab es wieder einen Doppelsieg für das Team P&S Metalltechnik. John Mandrysch siegte vor seinem Teamkollegen Dominik Röber, Zwölf Sekunden dahinter gewann Jonas Rutsch vom Lotto-Kern Haus Team den Sprint der Verfolger.

Bereits beim Bundesliga-Auftakt in Düren vor vier Wochen hatte P&S Metalltechnik einen Doppelsieg eingefahren. Damals belegte Mandrysch hinter seinem Teamkollegen Robert Jägeler Rang zwei.

Die Erzgebirgs-Rundfahrt in Einsiedel in der Nähe von Chemnitz zählt zu den topographisch anspruchsvollen Strecken im Bundesliga-Kalender. Vier Runden zu je 42,6 km waren zurückzulegen und bereits in der ersten setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe ab. Doch sie wurde wieder eingeholt, so wie auch weitere Attacken immer wieder vereitelt wurden.

Erst in der Schlussrunde gelang es einer größeren Gruppe, sich erfolgreich abzusetzen. An der letzten Steigung setzte sich Dominik Röber ab, wurde von seinem Teamkollegen Mandrysch aufgefahren. Zu zweit fuhr man dem Ziel entgegen und Mandrysch konnte Röber auf Platz zwei verweisen.

Mit seinem Sieg übernahm John Mandrysch nun auch mit 399 Punkten die Führung in der Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga vor Adrian Rips von Bike Market Team, der 228 Punkte gesammelt und und Christian Koch (LKT Team Brandenburg/225).
In der Mannschaftswertung liegt das Team P& S Metalltechnik mit 60 Punkten vor dem Team Sauerland (40) und dem Herrmann Radteam (37).

„P&S Metalltechnik hat heute wieder eine starke Mannschaftsleistung gezeigt, war stets mit mehreren Fahrern vorn,“ sagte BDR-Vize-Präsident Günter Schabel und lobte auch die Veranstaltung. „Das war heute wieder erstklassig organisiert. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr“, so Schabel.

Die nächste Station der Rad-Bundesliga der Männer ist am 16. Juni die Deutsche Bergmeisterschaft in Linden in der Pfalz. Am kommenden Wochenende treffen sich aber bereits die Frauen und die Nachwuchsklassen zum Bundesliga-Rennen in Dautphe in Hessen.

Dreimal donnern die Schrittmachermaschinen dieses Jahr im Andreasried

Das ist wieder ein interessantes Steherprogramm, daß das veranstaltende Team Spirit in diesem Jahr den Fans im Erfurter Andreasried anbietet. Dabei setzt der Geschäftsführer Jörg Werner wieder vor allem auf bewährtes und hat die lukrativen Rennen, wie gewohnt, immer Freitags angesetzt. Die Steher werden bei ihren jeweils drei Starts, wie schon in den letzten Jahren, zweimal 25 km und den letzten Lauf als unbekannte Distanz wo die Sportler nicht wissen ob das Rennen 125, 100 oder noch weniger Runde beträgt, um den Sieg kämpfen. Hier werden die letzten zehn Runden mit Glockenschlägen eingeläutet.

Das beginnt am 10. Mai mit der zum zehnte Male ausgetragenen „NOVASIB Stehernacht“,die wie alle Renntage um 18 Uhr beginnt und cirka 120 Minuten dauern wird. Ehrengast ist dabei die Doppel-Olympiasiegerin und vielfache Weltmeisterin Kristina Vogel(Erfurt) sein, die für Gespräche und Autogramme bereit ist. In den Steherpausen wird es um den Nachwuchscup der Thüringer Betriebskrankenkasse gehen.
Beim „Sparkassen Steher Grand Prix“ am 21. Juni werden schon ab 17 Uhr die „Fetten Reifen Rennen“ für unlizenzierte Kinder bis 12 Jahren ausgefahren, ehe ab 18 Uhr die Steher zu Wort kommen. Auch schon traditionell wird mit dem „Goldenen Rad von Erfurt“ um den Großen Preis der WBG Zukunft, einem der ältesten deutschen Steherrennen, und Nachwuchsrwettbewerben sowie musikalischer Unterhaltung am 6. September wieder ab 18 Uhr die Saison beendet. Danach erfolgt auch die Siegerehrung der Gesamtwertung aller drei Erfurter Steherrennen.
Gleich beim ersten Rennen dürfen sich die Steherfans auf die amtierenden Europameister und Lokalmatadoren Franz Schiewer mit Schrittmacher Gerd Gessler(beide Team Spirit Erfurt) freuen, die sich mit den EM-Medaillengewinner des letzten Jahres in Erfurt Reinier Honig(Niederlande) und Daniel Harnisch(Leipzig) duellieren werden. Außerdem wollen der Ex-Europameister Stefan Schäfer(Cottbus), Christian Kos(Niederlande), Robert Retschke(Chemnitz), Christoph Schweizer(Aachen) und Moritz Kaase(Bielefeld) kräftig mitmischen.


Der TRV sprach mit Team Spirit-Chef Jörg Werner über die neue Saison der Steher:

Herr Werner, Sie richten die Steherrennen in Erfurt nun schon einige Jahre aus. Haben Sie mit Ihrem Team für die diesjährigen Rennen schon alle Organisation erledigt?

Wir haben schon viel geschafft. Richtig fertig ist man ja eigentlich immer erst nach den Renntagen wenn alle Büroarbeiten abgeschlossen sind. Danach beginnen gleich die neuen Vorbereitungen.

Gibt es dieses Jahr bei den Rennen was Neues?
Eigentlich kaum. Wir setzen auf unsere lange Tradition und versuchen, einiges zu aktualisieren.

Was könnte das sein?
Es ist uns Schritt für Schritt gelungen den Altersdurchschnitt unserer Besucher zu verjüngen. Außerdem versuchen wir mit unseren Rennen und der dazugehörigen Werbung noch mehr Fans für den Stehersport zu interessieren.

Wie laufen die Renntage bei Ihnen ab?
Es haben sich drei Läufe der Steher pro Renntag seit Jahren bewährt. Da fahren wir zweimal 25 km und das dritte Rennen über die den Akteuren unbekannte Distanz.

Was heißt das?
Das Kampfgericht legt vor dem Start eine Rundenzahl, die den Stehern und Schrittmachern nicht bekannt ist, fest. Wenn das Rennen läuft werden dann die letzten zehn Runden per Glockenschlägen angezeigt und damit ist die wilde Jagd um den Sieg eröffnet. Außerdem bringt in der Mitte jedes Rennens der „Weltbeste Bratwurst-Sprint“ neue Spurtrunden auf die 250m-Piste.

Wie lange dauern Ihre Renntage ?
Wenn wir um 18 Uhr beginnen laufen die Wettbewerbe bis circa 20.00 Uhr.

Ihre Zuschauerzahlen, immer um die jeweils 2000, gehören ja zu den besten in Deutschland, warum?
Wir versuchen, die Rennen gut zu organisieren und den Zuschauern eine kurzweilige Veranstaltung zu bieten. Neben den hervorragenden sportlichen Leistungen gehört da auch mein fleißiges Team, ein gutes Catering, perfekte Ordnungskräfte, ein extra errichteter Kinderspielplatz und eine gute Infrastruktur für die Zuschauer dazu.

Haben sich die Eintrittspreise erhöht?
Nein. Der Normalpreis ist wie seit langen 10,- Euro. Ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten, Senioren ab 65 Jahren, Frührentner, Erwerbsunfähige, Schwerbehinderte und ALG II-Empfänger kosten 7 Euro. Für Kinder bis zum vollendeten 12 Lebensjahr ist der Eintritt frei.