Aktuelles

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Holländische und ägyptische Träume

Das Sprintteam Thüringen kann sich wirklich freuen. Unter Sprinttrainer Sascha Jäger, für die Jugend und Junioren beim Thüringer Radsport Verband verantwortlich, haben es drei seiner Schützlinge geschafft, sich für die Junioren-Europameisterschaften auf der Hallenbahn im niederländischen Apeldoorn (17. bis 21. August) und für die Junioren-Welttitelkämpfe in Kairo (1. bis 5. September) auf einer überdachten Freiluftbahn, jeweils 250m-Pisten, zu qualifizieren.

Ausschlaggebend dafür waren die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Köln. Dabei glänzte Lara-Sophie Jäger mit dem Meistertrikot im Teamsprint und den Silbermedaillen im Sprint, Keirin und 500m, während Stella Müller zu den Teamsprint-Gewinnerinnen gehörte und dazu noch im Sprint Bronze gewann. Leider musste in Köln Willy Weinrich wegen einer Erkrankung pausieren. Das machte das Talent aber zwei Wochen später beim Internationalen Brandenburg-Cup in Cottbus mit Siegen im Sprint und Keirin aber schnell vergessen. Dazu kamen für Lara-Sophie Jäger noch die Siege im Sprint und Keirin sowie der zweite Sprintplatz von Stella Müller dazu.

In Apeldoorn wird Lara-Sophie Jäger bei ihrer ersten Kontinentalmeisterschaft im Sprint, Teamsprint, Keirin und 500m starten, während Stella Müller, ebenfalls bei ihrer EM-Premiere, für den Teamsprint nominiert wurde. Willy Weinrich wurde für Sprint, Teamsprint und 1000m nominiert. Ebenfalls vom Sprintteam Thüringen sind bei der EM der U23 auch Julien Jäger und Christina Sperlich dabei.

Keine Frage, dass ihr Heimtrainer Sascha Jäger, der im Andreasried seinen Sprinter mit dem Derny im Training auf Spitzentempo 75 km/h bringt, bei den Titelkämpfen dabei ist. „Ich würde in Apeldoorn gern sehen, dass Willy Weinrich seine EM-Titel im Sprint und Keirin verteidigt und würde mich in Ägypten über eine Einzelmedaille für ihn sehr freuen“, blickt der 46-Jährige voraus.

Bahn-Vierer mit Lisa Klein „fliegt“ zu Olympia-Gold

Bereits in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass das deutsche Team in der Mannschaftsverfolgung der Frauen auf eine Medaille zusteuert – Lisa Klein, Franziska Brauße, Mieke Kröger und Lisa Brennauer setzten nicht nur die Bestmarke, sondern einen neuen Weltrekord. In nahezu perfekter Harmonie und mit neuer Taktik, die die individuellen Stärken jeder Fahrerin optimal aufeinander abstimmte, distanzierte das Quartett die Konkurrenz von Runde zu Runde deutlicher und unterbot den eigenen Rekord sogar nochmals – bis die Zeit letztlich bei 4:04,242 Minuten stehen blieb.

Lisa Klein, die seit einigen Jahren in Erfurt lebt und trainiert, sorgte damit mit ihren Teamkolleginnen für einen Achtungserfolg in einer Disziplin, die bisher oft von der britischen Mannschaft dominiert wurde. Fast hätte mit Gudrun Stock sogar eine zweite Thüringerin im Aufgebot des BDR gestanden, jedoch musste sie ihre Reise nach Japan leider aufgrund gesundheitlicher Probleme absagen. Nichtsdestotrotz wissen auch ihre Mannschaftskolleginnen um die wichtige Rolle, die Gudrun Stock auf der “Road to Tokyo” gespielt hat und sehen sie als Teil ihres Gold-Erfolges.

35. “Regionem Orlicka” Rundfahrt Lanškroun, Tschechien – 30.07.-01.08.2021

Die 35. Austragung der traditionsreichen Junioren-Rundfahrt lockte das Stevens Junior Team ins tschechische Lanškroun. Mit Kevin Genzmer, Luca Martin, Morice Ostermann (alle RSC Turbine Erfurt e.V.), Jarno Grixa (SV Sömmerda e.V.), Tim Tänzler und Lucas Küfner (beide SSV Gera 1990 e.V.) nahm das Team unter der Leitung von Michael Beckert die dreitägige Rundfahrt in Angriff.

Gleich auf der ersten Etappe, einem Rundstreckenrennen über 77 Kilometer, setzen die Thüringer ein Achtungszeichen: Auf der letzten Abfahrt, etwa 5 Kilometer vor dem Ziel, konnte sich Kevin Genzmer absetzen und fuhr mit einem knappen Vorsprung zum Sieg. Auch Jarno Grixa war auf bestem Weg zu einer starken Top-10-Platzierung, wurde jedoch durch einen Sturz noch in der letzten Kurve um seine Chance gebracht.

Mit dem gelben Trikot des Gesamtführenden auf den Schultern von Kevin Genzmer ging das Stevens Junior Team auf die zweite Etappe – einem kurzen Einzelzeitfahren über 9,2 Kilometer. Auch hier zeigte der Erfurter seine starke Form und beendete das Einzelzeitfahren knapp außerhalb der Top 10, auf dem 12. Rang. Morice Ostermann (25.), Jarno Grixa (57.), Lucas Küfner (65.), Luca Martin (79.) und Tim Tänzler (105.) folgten.

Auch auf der dritten Etappe, die am noch am Nachmittag stattfand, gehörte ein Wertungstrikot (Führender der Punktewertung, Kevin Genzmer) dem Thüringer Team. Als bester Thüringer verpasste Luca Martin auf Rang 13 ein Top-10-Ergebnis nur knapp, dicht gefolgt von Kevin Genzmer auf Platz 18. Der Rest des Teams kam mit dem zweiten Feld ins Ziel.

Von ursprünglich 142 Fahrern, die die erste Etappe antraten, erreichten lediglich 116 das Ziel der Rundfahrt. Auf der vierten und letzten Etappe, die mit 85 Kilometern rund um Lanškroun führte, platzierte das Team mit Kevin Genzmer auf Rang 8 einen Thüringer in den Top 10 und kam vollständig durch die schwere, international stark besetzte Rundfahrt.


Der Stand des Stevens Junior Teams in der Gesamtwertung:

3. Kevin Genzmer

17. Luca Martin

57. Jarno Grixa

104. Morice Ostermann

109. Tim Tänzler

110. Lucas Küfner

Junioren-Rundfahrt in Dubnica, Slowakei 16.-18.07.2021

Auch vom Stevens Junioren-Team Thüringen gibt es Neuigkeiten: Mit Philipp Gebhardt, Johannes Reißmann, Kevin Genzmer, Morice Ostermann, Jarno Grixa und Luca Martin im Aufgebot, reiste die Mannschaft von U19-Trainer Michael Beckert in die Slowakei.

Auf dem Plan stand ein dreitägiges Etappenrennen, beginnend mit einem Einzelzeitfahren über 10 Kilometer in Teplice, bei dem Philipp Gebhardt (SV Sömmerda e.V.) in 12:44,79 Minuten zunächst auf den Bronzerang fuhr. Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) platzierte sich auf Rang 13 und Kevin Genzmer (RSC Turbine Erfurt e.V.), der im strömenden Regen starten musste, kam auf Platz 20 ins Ziel.

Die zweite Etappe verlangte den Fahrern mit 120 bergigen Kilometern einiges ab – das anspruchsvolle Terrain und das Zeitlimit reduzierten das Peloton merklich. Mit Platz 13 konnte sich Luca Martin (RSC Turbine Erfurt e.V.) beachtlich im internationalen Feld behaupten, dicht gefolgt von Jarno Grixa (SV Sömmerda e.V.) auf Rang 15. Philipp Gebhardt (35.), Johannes Reißmann (36.) und Kevin Genzmer (53.) platzierten sich im Hauptfeld.

Im Nachgang gab es, zur Freude der Thüringer, noch eine Korrektur am Ergebnis des Auftaktzeitfahrens: Der Sieger aus Litauen war bereits vor dem regulären Wendepunkt umgekehrt und fuhr somit eine Zeit, die für Sprachlosigkeit sorgte. Durch seine Distanzierung auf den vorletzten Platz, rückte Philipp Gebhardt mit seiner Leistung im EZF noch auf den Silberrang vor.

Mit einer Länge von 130 Kilometern und einem anspruchsvollen Streckenprofil ähnelte die Schlussetappe der zweiten. Das Thüringer Team legte eine offensive Fahrweise an den Tag, wodurch sich Kevin Genzmer eine Bergwertung sicherte, Philipp Gebhardt zahlreiche Attacken setzte und somit mit Luca Martin ein Vertreter in der Spitzengruppe platziert werden konnte. Auf den letzten Kilometern reichte jedoch das Glück nicht ganz aus – er verlor ca. eine Minute und auch Jarno Grixa wurde in der entscheidenden Rennphase durch einen Defekt ausgebremst.

Von insgesamt 127 Startern, die sich der Rundfahrt stellten, erreichten lediglich 50 das Ziel der letzten Etappe – darunter 3 Fahrer des Stevens Junior Teams Thüringen. Eine beachtliche Leistung und gute Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren sowie die Lanskroun-Rundfahrt Ende Juli.

XCO Bike-Cup/ Mitteldt. Meisterschaften XCO – 10.-11.07.2021 in Weißenfels

Ein Nachtrag aus dem Bereich Mountainbike: Im Rahmen des XCO BikeCups am Wochenende des 10.-11.07. wurden neben MTB-Bundesliga und Bundesnachwuchssichtung auch die Mitteldeutschen Meister*innen ermittelt. Insgesamt mehr als 400 Starter*innen aller Altersklassen beteiligten sich am Top-Event, das vom White Rock e.V. Weißenfels organisiert und ausgerichtet wurde.

In der Altersklasse U11w konnte sich Frieda Hornschuh (RSC Waltershausen-Gotha e.V.) trotz am Start heruntergefallener Kette gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen und darf sich nun Mitteldeutsche Meisterin nennen.

Ihre Vereinskollegin Amandine Jakob musste im Rennen der U13w nur einer Fahrerin aus Dresden den Vortritt lassen und brachte für den RSC Waltershausen-Gotha e.V. die Silbermedaille mit nach Thüringen.

Deutsche Meisterschaften Bahn U15-U19 in Köln, 07.-11.07.2021

Vier Mal Gold, acht Mal Silber, fünf Mal Bronze – so die Bilanz der Thüringer Sportler*innen nach den Deutschen Meisterschaften U15-U19 auf der Albert-Richter-Bahn in Köln. 

Gleich zu Beginn der fünftägigen Meisterschaften sorgten die Juniorinnen im Teamsprint für ein Highlight. Als Favoritinnen ins Rennen gegangen, fuhren Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) und Tanita Knorr (RSC Turbine Erfurt e.V.) souverän zum Meistertitel.

Ähnlich die Situation in der 2000m-Einerverfolgung: Bereits in der Qualifikation setzte Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.) ein Achtungszeichen, verwies im Finale mit 2:26,100 Minuten – mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung – ihre Konkurrentinnen auf die Plätze und durfte sich das Trikot der Deutschen Meisterin überstreifen.

Trotz leichter gesundheitlicher Probleme setzte Benjamin Boos in der 3000m-Einerverfolgung der Junioren in der Vorrunde die Bestzeit und sicherte sich später im Finale die Silbermedaille. In der U17-Klasse wurde der Deutsche Rekord über die 2000 Meter gleich zweifach gebrochen. Jakob Vogt (TSV 1891 Breitenworbis e.V.) fuhr in 2:17.980 Minuten auf einen beachtlichen Bronzerang und komplettierte somit den Medaillensatz für Thüringen am ersten Wettkampftag.

 

Am zweiten Tag waren zunächst die Sieger*innen in der Mannschaftsverfolgung zu küren. Die Mannschaft der Thüringer Juniorinnen, bestehend aus Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.), Tasia Ballhaus (SV Sömmerda e.V.), Miriam Zeise (1. RC Jena e.V.) und Lara Röhricht (SSV Gera 1990 e.V.) fuhr mit einer Zeit von 4:14,360 Min. – ca. eine Sekunde schneller als die Zweitplatzierten – zu den Goldmedaillen und in die Meistertrikots.

Der Vierer der Junioren mit Benjamin Boos, Philipp Gebhardt, Kevin Genzmer (alle RSC Turbine Erfurt e.V,) und Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) musste sich nur den Teams aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen geschlagen geben und landete auf einem beachtlichen Bronzerang.

In der Altersklasse Jugend U17m schrammte das Vierer-Team mit Jakob Vogt (TSV Breitenworbis e.V.), Eric Meinberg (RFV Die Löwen Weimar e.V.), Louis Gentzik, Artur Maul und Ben Burkhardt (alle SSV Gera 1190 e.V.) um nur eine Zehntelsekunde am Podium vorbei und trug sich auf Platz 4 im Ergebnis ein.

Nachdem die Verfolgungsdisziplinen ausgefahren waren, stand der Nachmittag im Zeichen des Sprints. Bei den Juniorinnen dominierte Clara Schneider aus Finsterwalde das Turnier, jedoch konnten sich Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.) als Zweite und Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) als Dritte die weiteren Podiumsplätze für das Sprintteam Thüringen sichern. Tanita Knorr (RSC Turbine Erfurt e.V.) sprintete in der Altersklasse U17w ebenfalls zur Silbermedaille.


Das Programm am dritten Tag der Deutschen Meisterschaften bestand aus einer Vielzahl an Disziplinen – gesucht wurden die neuen Titelträger*innen im Punktefahren, 500m- bzw. 1000m-Zeitfahren, Madison und Keirin.

Mit 14 Zählern fuhr Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.) im Punktefahren der Juniorinnen auf den zweiten Platz und somit zu ihrer (bis zu diesem Zeitpunkt) dritten Medaille des Meisterschaftswochenendes. Im anschließenden Zweiermannschaftsfahren, welches sie mit Fabienne Jährig (BRC Zugvogel Berlin 1901 e.V.) bestritt, sicherte sie sich eine weitere Bronzemedaille.

Das Podium im 500m-Zeitfahren der Juniorinnen bot das gleiche Bild wie nach dem Sprintturnier am Vortag. Auch in dieser Disziplin durfte sich Clara Schneider vom RSV Finsterwalde e.V. das Trikot der Deutschen Meisterin überstreifen, während Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V., Sprintteam Thüringen) auf Platz 2 und Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) auf Platz 3 das Podium vervollständigten. Ähnlich sah es auch nach dem Keirin-Turnier aus: Erneut setzte sich die Brandenburgerin durch – wieder dicht gefolgt von Lara-Sophie Jäger auf Rang zwei.

 

Am vierten Tag der Bahn-Meisterschaften in Köln gingen die Junioren im Madison-Rennen, Keirin sowie die U15 im Omnium auf Medaillenjagd. Das Thüringer Madison-Team, bestehend aus Kevin Genzmer (RSC Turbine Erfurt e.V.) und Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg e.V.) trug sich auf Rang 7 im Ergebnis ein.

Enzo Albersdörfer vom SSV Gera 1990 e.V. darf sich nun Deutscher Vizemeister im Omnium der U15-Klasse nennen. Mit einem gut gefüllten Punktekonto (140 Pkt.) setzte er sich gegen Attila Höfig vom RSC AV Leipzig e.V. (126 Pkt.) durch und musste einzig dem Schwarzwälder Benedikt Benz den Vortritt lassen.

 

Für den letzten Renntag standen in der Altersklasse U17 noch die Entscheidungen im Abschlussrennen des Omniums auf dem Programm. Bereits eine Woche zuvor beim trainalyzed-wahoo Nachwuchs-BahnCup optimal auf einander eingespielt, fuhren die Thüringer Madison-Teams am letzten Tag der Deutschen Meisterschaften noch einmal zu Gold und Silber. Hugo Esch (RSC Waltershausen-Gotha e.V.) und Enzo Albersdörfer (SSV Gera 1990 e.V.) setzten sich in der U15 an die Spitze und beendeten das Rennen überlegen mit 27 Punkten als neue Deutsche Meister. Mit 12 Punkten auf dem zweiten Rang, durfte eine weitere Thüringer Mannschaft auf dem Podium stehen – Bruno Geißler (SV Jena-Zwätzen e.V.) und Benjamin Bock (SSV Gera 1990 e.V.). Die Geraerinnen Gwen Böttcher und Isabelle Gentzik (beide SSV Gera 1990 e.V.) errangen in der Altersklasse U15w den vierten Platz.

Bundesstützpunktleiter Stephan Hauspurg blickt zufrieden auf das Wochenende zurück – trotz des Ausfalls von Willy Weinrich sowie des vorzeitigen Ausstiegs von Benjamin Boos konnten sich die Thüringer*innen behaupten und ihre starke Form beweisen. Auch die Vornominierungen für anstehende internationale Höhepunkte (Junioren-Europa- sowie Junioren-Weltmeisterschaften) lassen auf weitere Medaillen und Top-Platzierungen hoffen.

Auswertung_Medaillenspiegel TRV DM Bahn 2021

Thüringer Landesrekorde Bahnradsport (Stand: 14.07.2021)

Die Datei enthält den aktuellen Stand der Thüringer Landesrekorde Bahnradsport. Als Rekord anerkannt wird eine Leistung, die in einem ausgeschriebenen Wettkampf von berufenen Kampfrichtern festgestellt und veröffentlicht wird.

Alle interessierten Sportler, Trainer und Betreuer und natürlich auch alle anderen am Bahnradsport interessierte Personen sind aufgerufen, an einer Aktualisierung mitzuarbeiten.

Th. Landesrekorde Bahn_14072021

Nationen-Cup der Bahnradsportler in St. Petersburg – 08.-11.07.2021

Auch in St. Petersburg sind die Thüringer Radsportler*innen auf Erfolgskurs! Marc Jurczyk vom Sprintteam Thüringen konnte beim Nationencup seinen ersten Weltcup-Sieg einfahren.

Im 1000m-Zeitfahren setzte sich der 25-Jährige mit einer Zeit von 1:00,552 Minuten knapp gegen den Weltmeister Quentin Lafargue (1:00,827 Min.) aus Frankreich durch und fuhr zur Goldmedaille. Auf Rang drei landete Alexander Sharapov (1:00,929 Min.).

Bereits am Tag zuvor erkämpfte sich Christina Sperlich, zusammen mit Alessa Pröpster und Katharina Albers, die Bronzemedaille im Teamsprint. Bereits in der Qualifikation lagen sie als Dritte auf Medaillenkurs und gewannen später im Kleinen Finale deutlich gegen Litauen. 

Das Männer-Team mit Julien Jäger, Marc Jurczyk und Anton Höhne fuhr eine starke Zeit in der Qualifikation, konnte sich jedoch später nicht gegen die Fahrer aus Russland durchsetzen und verpasste auf Platz 4 nur knapp die Medaillenränge. 

Auf den Spuren des Vaters

Wie so oft in anderen Familien und auch in anderen Sportarten, wurde Lara-Sophie Jäger der Bahnradsprint wohl mit in die Wiege gelegt. Bereits ihr Vater Sascha Jäger, der unter seinem Trainer, dem „Sprintprofessor“ Jochen Wilhelm, bereits 1992 auf der Bahn in Dudenhofen neuer Deutscher Juniorenmeister auf dem Tandem wurde und ein Jahr danach in Solingen „Tandem-Silber“ kassierte, war später ein Spitzenfahrer und heute ein erfolgreicher Sprinttrainer beim Thüringer Radsport-Verband.

Keine Frage deshalb, dass Lara-Sophie bereits mit sechs Jahren mit Straßenrennen begann. Auch ein Sturz, der ihr erstes Rennen in Elxleben vorzeitig beendete, konnte ihre Begeisterung nicht bremsen. „Obwohl ich anfangs meist hinterher fuhr, gelang mir bei „Rund um das Schwanseebad in Weimar“ mit dem zweiten Platz in der Klasse U11 ein erster kleiner Erfolg“, erinnerte sich die heute 17-Jährige. Dazu kamen ein Dutzend Thüringer Landesmeistertitel in den verschiedensten Disziplinen auf Bahn und Straße. In die U13 aufgestiegen, triumphierte sie zweimal mit dem Gesamtsieg beim Etappenrennen Ostthüringen-Tour rund um Gera und belegte bei der Internationalen Kids-Tour, einem Etappenrennen im Berliner Raum, im Mannschaftszeitfahren einen bemerkenswerten dritten Platz.

Mit 14 Jahren wechselte Lara-Sophie dann zum Bahnradsprint und gehört seitdem zum Bundeskader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). In die U17 gewechselt, glänzte sie bei der Deutschen Meisterschaft im Berliner Velodrom mit der Silbermedaille im Sprint und eroberte im Keirin und 500m jeweils einen bemerkenswerten dritten Rang. Auf der Hallenbahn in Frankfurt/Oder holte die Erfurterin bei einer BDR-Überprüfung über 200m und 500m jeweils Medaillen und freute sich beim Sprintertag in Augsburg über die Siege im Sprint und Keirin. In diesem Jahr war sie beim internationalen Cottbuser Sprintertag, nun in der U19, mit guten Plätzen im Sprint (2.) und Keirin (3.) auch gegen ausländische Konkurrenz erfolgreich. Beim letzten BDR-Überprüfungsrennen in Dudenhofen bewies Lara-Sophie mit Platz drei im Sprint hinter der Doppel-Weltmeisterin Alessa Pröpster (Kaiserslautern) erneut ihre Klasse.

Was hat die Schülerin der 11. Klasse im Sportgymnasium nun dieses Jahr für Ziele? Zuerst möchte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Köln vom 7. bis 10. Juli möglichst die Meistertrikots im Sprint, Teamsprint, Keirin und 500m erobern „und damit möchte ich mich für die Junioren-Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn (17.-22.8.) und die Junioren-Welttitelkämpfe in Kairo qualifizieren“.