Aktuelles

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Radsport ist die Leidenschaft von Vera Hohlfeld

Als aktive Radsportlerin gehörte die Erfurterin Vera Hohlfeld (FSV Thuringia) fast ein Jahrzehnt zu den besten Deutschen Fahrerinnen. Neben ihrem vierten Olympiaplatz 1996 beim Straßenrennen in Atlanta war sie Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren auf der Straße und dreimal Deutsche Vizemeisterin beim Straßenrennen und dem Punktefahren auf der Bahn. Dazu feierte die heute 47-Jährige den Sieg bei der zum Weltcup gehörenden Mallorca-Rundfahrt und holte Etappensiege bei den Rundfahrten durch Frankreich, Italien und der Schweiz. Ganz besonders lag ihr die Thüringen-Rundfahrt am Herzen bei der sie neben einem zweiten Gesamtplatz auch sieben Etappen gewann. Der TRV befragte Sie zu ihren aktuellen Aktivitäten als Radsport-Funktionär.

Frau Hohlfeld, seit wann sind Sie die Teamchefin von maxx solar Lindig?
Das habe ich 2012 begonnen und immer wieder das Team mit neuen Fahrerinnen, neuen Sponsoren und neuen Rennen weiter aufgebaut.

Wie kann man das verstehen?
So ein Team verändert sich ständig. Ob es bei den vielen Rennen durch Stürze, mit Überbelastungen oder um Verärgerungen geht, alles wird ausgewertet. Trotzdem kann es am Saisonende auf den einen oder anderen Personalwechsel hinauslaufen.

Warum tun Sie sich diese vielen Probleme über viele Monate im Jahr an?
Radsport ist zu meiner Leidenschaft geworden. Nach meiner eigenen Laufbahn hatte ich das dringende Bedürfnis möglichst viel für den Frauenrennsport zu tun.

Wohnen Sie jetzt wieder in Erfurt und was sagte Ihr Mann und die kleine Tochter dazu?
Ja, wir haben unser Haus in Schmerbach verkauft und wohnen jetzt hier in Marbach. Mein Mann Torsten ist auch sehr sportbegeistert, war selbst Radsportler, unterstützt mich wo er kann und läuft jetzt Halbmarathon. Unsere dreijährige Tochter Antonia Charlott wächst bei uns fast automatisch in den Sport hinein und fühlt sich in der Kinderbekleidung von maxx solar Lindig besonders wohl.

Zurück zu Ihrem Team, wie ist die Truppe besetzt?
Wir haben neun Fahrerinnen der Frauenklasse und eine Juniorin. Das sind aus mehreren Gründen weniger als in den Vorjahren.

Welche Gründe sind das?
Wir hatten im Vorjahr 14 Aktive, das war ein bisschen unübersichtlich und wir konnten nicht allen gerecht werden. Wir hatten über 20 Anfragen und haben uns davon die aktuelle Gruppe ausgesucht.

Wissen Sie schon, welche Rennen Ihr Team bestreitet?
In erster Linie setzen wir auf die Bundesliga mit zehn Rennen. Dabei haben wir aus dem Vorjahr den Einzelsieg von Beate Zanner und mit dem Team den Mannschaftstitel zu verteidigen. Absoluter Höhepunkt ist natürlich die Internationale Lotto Thüringen Ladies Tour, dabei treffen wir als eins der wenigen Amateurmannschaften auf die besten Profis der Welt.

Entschuldigung, kommt die Tour wieder über Erfurt?
In diesem Jahr leider nicht. Der nächste Etappenort aus Sicht der Landeshauptstadt ist diesmal Gotha.

Welche Rennen kommen noch?
Neben den Deutschen Meisterschaften und einigen Etappenrennen in Tschechien, Österreich, Frankreich liegen uns weiter Einladungen vor.

Welche sind Ihre hoffnungsvollsten Fahrerinnen?
Neben Beate Zanner wollen sich Anna Knauer und Gudrun Stock für die Welt- und Europameisterschaften sowie die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Tokio mit dem Bahnvierer oder dem Omnium(Mehrkampf) ins Gespräch bringen.

Wie ist Ihr Fazit jetzt?
Ich habe jetzt meinen Job für das Team erledigt, jetzt sind die Fahrerinnen mit guten Ergebnissen gefragt.

Wie lief das erste Bundesligarennen Ende März im hessischen Einhausen?
Das konnte für uns kaum besser laufen. Beate Zanner feierte im ersten großen Rennen unseren ersten Sieg der von Carolin Schiff(3.) und Anna Knauer(15.) komplettiert wurde. Damit gewannen wir auch dei Mannschaftswertung mit 30 Punkten vor der RSG Placeworkers(25) und d. Velop Ladies(21).

Radsport unter den Thüringer Sportfachverbänden die Nummer eins

Delegierte der Hauptversammlung des Thüringer Radsport-Verbandes in Bad Blankenburg ziehen erfolgreiche Bilanz.

Acht Athleten bei Weltmeisterschaften, drei bei Euro­pa­meis­ter­schaf­ten, zwei bei der U23 WM, neun bei der JWM und sechs bei der JEM – eine beeindruckende Bilanz für den Thüringer Rad­sport, auf die Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des Lan­des­sport­bun­des Thüringen, in seinem Grusswort auf der Ver­bands-Haupt­ver­samm­lung des Thüringer Radsport-Ver­ban­des in der Landessportschule des LSB in Bad Blan­ken­burg verweisen konnte.

„In der Vergangenheit hatten wir immer darauf verwiesen, dass der Radsport in Thüringen mit Abstand die Nummer eins in den Sommersportarten im Freistaat ist. Heute kann ich mit Freude sagen, der Radsport ist unter allen Sportverbänden in Thüringen in­zwi­schen die Nummer eins – zusammen mit dem Bob-& Schlittenverband“, betonte Rolf Beilschmidt.

Schon eingangs der Mitgliederversammlung konnte Knut Wes­ser, der den Bericht des Präsidiums vortrug, von einer er­folg­rei­chen Bilanz im Nachwuchsradsport berichten: 17x Gold, 16x Silber und 18x Bronze. Somit ist Thüringen im Radsport, sei es auf der Straße, der Bahn, in der Halle oder im Gelände, sehr gut aufgestellt und bietet im Leistungs- wie auch im Breitensport beste Bedingungen.

Doch es gab nicht nur Erfolge und Freude, leider auch Schatten, ja Bestürzung. „Der Thüringer Radsport insbesondere, aber auch die gesamte internationale Radsportwelt musste mit Be­stür­zung zur Kenntnis nehmen, dass bei Kristina Vogel nach ihrem verheerenden Unfall am 26. Juni 2018 auf der Rad­renn­bahn in Cottbus, wo sie im Training mit einem anderen Sportler kollidierte, eine Querschnittslähmung zur Gewissheit wurde“, so Knut Wesser.

Kristina Vogel, so der amtierende TRV-Präsident, „die er­folg­reichs­te Thüringer Radsportlerin, die maßgeblichen Einfluss auf die positive Thüringer Erfolgsbilanz hatte, wird uns im Wett­kampf­ge­sche­hen auf den Radrennbahnen dieser Welt fehlen. Gleichwohl glaube ich, glauben wir alle an Kristina, die wir mit Sicherheit irgendwann im aktiven Sport wiedersehen werden.“

Positiv fällt auch die Mitgliederentwicklung gegenüber 2017 im Verband aus. Derzeit sind 2.274 Mitglieder (höchster Wert seit 2006, seitdem +25 %) in 79 Vereinen (+1 Verein) organisiert, da­run­ter 590 Kinder und Jugendliche (+27). Die Grundlage für die Erfolge sieht der Verband unter anderem in den Bemühungen und Investitionen für Bildung. So gab es neun Bildungsveranstaltungen, mit insgesamt 116 Teilnehmern, 139 Lehreinheiten und 13 neu vergebenen Trainer- bzw. Kom­mis­särs­lizenzen!

Beeindruckend ist auch die Bilanz der Thüringer Radsport-Jugend. Vier Maßnahmen mit  155 Teilnehmer wurden dabei mit Unterstützung der Thüringer Sportjugend durchgeführt. Erwähnenswert ist hierbei das Engagement für die Inklusion im Radsport.

Ungelöst weiterhin bleibt die Besetzung der Funktion des TRV-Präsidenten nach dem Rücktritt von Uwe Jahn Ende des Jahres. Die verbleibenden Präsidiumsmitglieder arbeiten motiviert weiter, womit gesichert wurde, dass der TRV immer hand­lungs­fähig, das Präsidium immer beschlussfähig war und auch bis zur Wahl eines neuen Prä­si­den­ten hand­lungs­fähig sein wird. Das Präsidium versteht die Änderung der Personalie aber auch als Chance, Arbeitsabläufe und die Kommunikation zu verändern. Als Beitrag zur Senkung der Kosten für die allgemeine Ver­bands­arbeit werden künftig die Präsidiumssitzungen teilweise im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt.

Zum sensiblen Thema Dr. Mark Schmidt führte Knut Wesser aus: „Seit 2015 wurden unsere D-Kader sporttauglich un­ter­sucht. Es bestanden keine vertraglichen Regelungen zwi­schen dem TRV und der Praxis Frau Dr. Heidrun Schmidt. Das Angebot einer leistungsdiagnostischen Betreuung wurde sei­tens des Verbandes strikt abgelehnt. Dopingprävention heißt im TRV, dass dieses Thema ein fest verankerter Teil in der Trai­ner­aus­bil­dung ist! Dopingprävention ist permanent ein Thema in unseren Jugendbildungsmaßnahmen und dies unabhängig von der Rad­sport­disziplin. Auch die Anti-Doping-Beauftragte Melanie Lenk ist eine kompetente Ansprechpartnerin in der Prä­ven­tions­ar­beit mit Kindern bis zu hin zu den Erwachsenen, aber auch was die Durchführung von Tests angeht.

Harmonisch liefen die Abstimmungen zu den TRV-Finanzen ab. Der positive Jahresabschluss 2018 wurde genehmigt, das Präsidium entlastet und der Haushaltsplan für das Jahr 2019 mit einem Budget von knapp 750 T€ bestätigt.

Im Rahmen der Verbands-Hauptversammlung wurden mehrere Radsportler für ihr ehrenamtliches Wirken geehrt. Die bisher höchst-vergebene Auszeichnung erhielten Brigitte Benkel als Koordinatorin Kunstradfahren im TRV sowie Herbert Diedrichs für seine Arbeit im RSC Waltershausen Gotha und der Organisation der TMP-Tour. Die Ehrenplakette in Bronze erhielten BDR-Kunstradfahr-Kommissärin Anja Eckstädt und TRV-Rennsport-Kommissär Harald Fiebig. Ehrennadeln erhielten Nicole Zierenner, Johanna Seidenbecher und Björn Stiller.

Das Präsidium bedankte sich bei allen Mitgliedern, die sich um die Entwicklung und Förderung des Radsports, ob im Haupt- oder Ehrenamt, verdient gemacht haben. „Organisierter Sport kann nicht nur konsumiert werden. Wer Sport treiben will, muss sich auch mit einbringen!“, heißt es dazu im Bericht. Ein­ge­schlos­sen in den Dank sind auch alle Unterstützer des Thüringer Rad­sports.

Die vielen Erfahrungen erfolgreich weiter gegeben

Der ehemalige Thüringen-Rundfahrtsieger Steffen Uslar ist Trainer beim TRV

Der Thüringer Radsportnachwuchs profitiert von gut ausgebildeten Trainern, die teilweise selbst als Rennfahrer in jüngeren Jahren, bei diesem harten Sport auf der Straße oder der Radrennbahn reichlich Erfahrung gesammelt haben. Einer der erfolgreichen Renner früherer Jahre ist Steffen Uslar (RSC Turbine Erfurt).

Uslar, der in Radsportkreisen nur „Ussi“ gerufen wird, stammt aus Kühnhausen und begann 1977 bei ZBO Elxleben unter dem jahrzehntelangen verdienten Trainer und Funktionär Horst Lehmann mit zehn Jahren seine Radsportlaufbahn. Als mehrfacher Spartakiadesieger und Meister auf Kreis- und Bezirksebene bei Straßen- und Bahnrennen wurde er sechs Jahre später zum SC Turbine Erfurt unter dem späteren Landes- und Bundestrainer Helmut Taudte delegiert. Dort eroberte er bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft in Bulgarien mit dem DDR-Vierer auf der Straße über 70 Kilometer den Sieg vor der starken Sowjetunion und Polen seinen ersten größeren Erfolg. Bei den Junioren war Uslar Prologsieger der Dusika-Tour durch Österreich und wurde Zweiter in der Gesamtwertung. Als DDR-Meister im Punktefahren auf der Winterbahn wurde er auch DDR-Vizemeister auf der Straße beim bergigen „Rund um die Landeskrone“ in Görlitz im Spurt knapp hinter Bert Dietz(Leipzig).
Beim Wechsel in die Männerklasse 1988, dabei fuhren auch die Erfurter Turbine-Clubkameraden Olympiasieger und Weltmeister Mario Kummer und Maik Landsmann, war für „Ussi“ natürlich eine weitere Leistungssteigerung notwendig. Dabei schaffte er mit der DDR-Auswahl zwei Teilnahmen an der Kuba-Rundfahrt und gewann die schwere Erzgebirgsetappe der DDR-Rundfahrt. Nach dritten Plätzen 1993 in der Gesamtwertung der leider nicht mehr existierenden Thüringen-Rundfahrt, damals noch der Eilte, hinter Alexander Kastenhuber(Bayern) und Bert Dietz(Leipzig) und dem Klassiker „Rund um den Henninger Turm“ in Frankfurt/Main schlug ein Jahr später seine große Stunde vor dem Schloss in Gotha: Uslar gewann mit der letzten Etappe auch die Gesamtwertung der längsten Thüringen-Tour der Elite über 1000 Kilometer vor Jens Zemke(Wiesbaden) und Thomas Liese(Leipzig). Mit wiederum einen dritten Rang bei der Bergwertung der Griechenland-Rundfahrt beendete er dann 1998 seinen aktiven Laufbahn.
Nach seiner Ausbildung zum Reha- und Fitnesstrainer arbeitete „Ussi“, ohne seine Rennmaschine jemals zu vernachlässigen, fast 15 Jahre im Studio Fit-in in Elxleben, ehe er 2013 beruflich zum Radsport zurück fand. Beim Thüringer Radsport Verband(TRV) ist er für die U17 und U19, jeweils den weiblichen Bereich, als Trainer verantwortlich und dabei fährt der 49-Jährige beim Straßentraining immer mal wieder eine 40 bis 60 km-Runde auf dem Rad selber mit. Von seinen Schützlingen gehört Friederike Stern(RV Elxleben) als Gesamtsiegerin der Jugendsichtung des BDR auf Straße und Bahn 2017, Vierte der Europäischen Jugendspiele im Einzelzeitfahren in Ungarn, mehrfache Deutsche Jugendmeisterin, Sechste der Junioren-Weltmeisterschaft mit dem 4000m-Bahnvierer in Aigle(Schweiz) und den Bronzemedaillen bei der Junioren-Europameisterschaft im Vierer und dem Omnium zu den Erfolgreichsten. Auch Lena Reißner(SSV Gera) schaffte als Deutsche Meisterin mit dem Vierer und den zweiten DM-Plätzen im Einzelzeitfahren und dem Omnium den Sprung zur Junioren-Weltmeisterschaft und fuhr dort mit dem Vierer mit 4:39,831 Minuten einen neuen Deutschen Rekord auf Platz sechs. Hoffnungsvoll ist auch die aus Magdeburg stammende Dorothea Heitzmann(RSC Turbine Erfurt). Als Deutsche Meisterin mit dem Vierer und DM-Silber im Einzelzeitfahren und im Omnium schaffte sie den Sprung zur Junioren-Weltmeisterschaft auf der Straße in Innsbruck im Vorjahr.

Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga geht in die…

Am kommenden Wochenende (30./31.03.) geht die „Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ in ihre neue Saison. In vier Rennkategorien, Männer, Frauen, Juniorinnen und Junioren kämpfen Deutschlands Top-Fahrer zwischen März und September um den Gesamtsieg dieser prestigeträchtigen Rennserie, die seit Jahren große Rennfahrer hervorbringt. Ob John Degenkolb, Christian Knees oder Tony Martin, sie alle haben ihre ersten Erfolge in der Bundesliga gefeiert.

25 Mannschaften haben in der Eliteklasse der Männer für die Bundesliga 2019 gemeldet. Die Top-Teams aus dem Jahr 2018 sind weiterhin dabei und werden auch wieder die Rennen bestimmen. Das Koblenzer Team Lotto-Kern Haus will erneut nach dem Sieg in der Mannschaftswertung greifen. Aber von Jahr zu Jahr wird das schwieriger, weil Mannschaften wie das Radteam Herrmann, Dauner, Heizomat-rad-net.de oder P&S Metalltechnik stärker geworden sind. In der Einzelwertung hatte P&S im letzten Jahr schon die Nase vorn: Philipp Walsleben siegte 2018 vor dem Koblenzer Jonas Rutsch und Christopher Hatz vom Team Herrmann. Neben den deutschen Teams sorgen Mannschaften aus Luxemburg, den Niederlanden und aus Litauen für internationales Flair und stärkere Konkurrenz.

Bei den Junioren gehört das Team Auto Eder aus Bayern, 2018 souveräner Gesamtsieger der Nachwuchsliga, auch 2019 zu den Favoriten. Wipotech Rheinland-Pfalz, das Schwalbe Team Sachsen, sowie die LV Mannschaften aus Berlin und Thüringen und das Holczer-Team sind die Jäger. Als neues Team präsentiert sich u.a. das von Sky-Profi Christian Knees unterstützte Team Dr. Joseph Billigmann. Bei der Teampräsentation der Mannschaft machte Knees noch einmal deutlich, wie wichtig die Bundesliga und die BDR-Sichtungsrennen für seine persönliche Entwicklung waren. „Ohne diese Rennen wäre ich nicht so weit gekommen“, sagte der Sky-Profi.

Das freute besonders BDR-Vize-Präsident Günter Schabel. „Der Stellenwert der Bundesliga ist ungebrochen. Sie ist das Fundament, auf dem wir den Leistungssport auf der Straße aufbauen,“ sagt Schabel, der wieder ein sehr gutes Meldeergebnis verzeichnen konnte. „Die Meldungen sind nahezu überragend. In Düren (Auftakt zur Männerserie) mussten wie einigen holländischen Mannschaften absagen, weil wir sonst zu viele Fahrer am Start gehabt hätten.“

Den Aufwärtstrend speziell in der Männerklasse sieht Schabel auch in der Deutschland-Tour begründet. Weil die zwei besten Mannschaften ein Startrecht bekommen, ist der Kampf um die Punkte größer geworden. „Die Deutschland Tour hat uns noch einmal einen Schub gegeben.“
Bei den Frauen stehen sieben Mannschaften am Start. Neu hinzugekommen ist das Team Igos um Bahn-Nationalfahrerin Lisa Küllmer, die mit zwölf Fahrerinnen die stärkste Mannschaft stellen. Nur das Team Stuttgart bringt genauso viele Fahrerinnen an den Start, während Belle Stahlbau mit drei Athletinnen die kleinste Mannschaft ist.

Bei den Juniorinnen haben sechs deutsche Teams gemeldet. Das sind zwei mehr als noch vor einem Jahr.

Die Bundesliga 2019 startet am kommenden Wochenende in Einhausen mit dem Traditionsrennen Rund um den Jägersburger Wald. Dort gehen allerdings nur die Junioren, die Frauen und die Juniorinnen an den Start. Für die Männerklasse beginnt die Liga am 7. April beim Eifelklassiker Rund um Düren und endet nach neun Wettbewerben am 22. September in Neheim. Das Abschlussrennen am Bilster Berg fällt 2019 weg.

Die Frauen und Juniorinnen, die erstmals ein identisches Rennprogramm bestreiten, gehen in diesem Jahr neben einigen Traditionsrennen wie Merdingen und Karbach erstmals in Dautphe an den Start und haben wieder einige Bahnrennen in Programm. Neben Oberhausen zählen die Deutsche Bahnmeisterschaft in Berlin und ein Bahnrennen in Darmstadt zur Bundesliga 2019. Für die weiblichen Rennklassen endet die Liga am 15. September mit einem Straßenrennen in Sebnitz.

„Wir konnten überwiegend auf erfahrene und langjährige Veranstalter zurückgreifen. Das gibt uns Planungssicherheit und zeigt auch, dass die Ausrichter mit der Liga zufrieden sind und uns gern unterstützen“, sagt Schabel.

Reinhard Schulze erhält die Silberne Ehrenplakette des TRV

Reinhard Schulze (SSV Gera) erhielt am Rande des Sponsorenabends der Ostthüringen Tour die Ehrenplakette des Thüringer Radsport-Verbandes in Silber – die bisher höchste Ehrung, die im TRV bisher vergeben wurde. Die Ehrung führte Knut Wesser – amtierender Präsident des TRV – durch.

Reinhard Schulze ist seit 1993 Geschäftsführer des SSV Gera 1990 e.V. In dieser Funktion steht der den Mitgliedern, dem Präsidium des Vereins und der Trainerschaft immer fest zur Seite.

Reinhard hat einen wesentlichen Anteil an den Erfolgen des SSV Gera. Er verantwortet die Pressearbeit, koordiniert die Beratungen im Verein, kümmert sich um die Statistiken, und auch um die Lizenzbeantragungen und organisiert die Finanzverwaltung. Kurzum: Er macht das, was eigentlich keiner im Verein gerne machen will. Dazu trifft man ihn täglich auf der Radrennbahn an. Seine kommunikative Art und seine Bereitschaft, jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen aller zu haben, ist dabei Motor für seine Anerkennung und den Erfolg. Seine exakte Arbeitsweise, seine Ausdauer und seine Bereitschaft zu entscheiden, helfen dabei.

Unvergessen bleibt sein Engagement nach dem Elster-Hochwasser 2013, nachdem er in Kleinstarbeit alles überfluteten Dokumente aus der Geschäftsstelle rettete. Auch der Umzug dieser auf die Radrennbahn verlief danach größtenteils unter seiner Regie.

Reinhard Schulze ist stets an einer Zusammenarbeit mit den anderen Radsportvereinen interessiert. So unterstützt er beispielsweise auch die Radfahrer des RFK Solidarität Gera. Darüber hinaus ist Reinhard immer Teamplayer unter den Ehrenamtlern im SSV Gera, er selbst übernimmt dabei gern die Integration junger Menschen in die Sportstrukturen des Vereins.

In seiner Funktion als Geschäftsführer koordinierte er fast 17x die Austragung der OstthüringenTour. Außerdem ist er verantwortlich für die Organisation von mindestens 200 Bahnrad-Veranstaltungen auf der Geraer Piste. Zudem leitete er die Organisation bei unzähligen Landesmeisterschaften auf der Straße.

Klein auf dem Podium

Die deutschen Verfolgerinnen sind Weltklasse: Bei den Weltmeisterschaften in Pruszkow gewannen Lisa Brennauer und Lisa Klein (Erfurt) Silber und Bronze in der 3000-m-Einerverfolgung.

Glücklich jubelte Lisa Klein über ihre Bronzemedaille. Sie gewann das kleine Finale gegen die Neuseeländerin Kirstie James souverän mit fast fünf Sekunden Vorsprung. „Ich bin total glücklich, das ist meine erste Einzelmedaille. Mein Papa hat mir heute Morgen noch gesagt, ich soll einen raushauen“ freute sich die Erfurterin über den Triumph in Pruszkow. „Ich wusste schon nach dem Vierer, dass ich eine gute WM-Form habe, bin super stolz, wie wir da agiert haben, auch wenn wir keine Medaille gewinnen konnten.“
Der Vierer der Frauen – auch mit Lisa Klein – fuhr bei den Weltmeisterschaften in Pruszkow auf den sechsten Platz. „Wir hatten insgeheim gehofft, ins kleine Finale zu kommen, aber auf dem Weg dahin lagen ein paar Stolpersteine,“ meinte die Europameisterin in der Einerverfolgung, Lisa Brennauer. Sie meinte die gesundheitlichen Probleme von Charlotte Becker und Gudrun Stock, die in Polen nicht ihre gewohnte Form abrufen konnten. „Im Vierer müssen halt vier Fahrerinnen hundertprozentige Leistung zeigen, das ging heute nicht“ sagte Brennauer. „Auf dem letzten Kilometer ist es auch mir schwer gefallen, mitzuziehen.“ Auch Lisa Klein hatte vom kleinen Finale geträumt. „Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, deutschen Rekord zu fahren, aber dazu braucht es vier gesunde Fahrerinnen,“ sagte die Erfurterin, die für sich persönlich Fortschritte sieht. „Ich bin sehr stolz, hier bei meiner ersten Elite-WM starten zu können.
Im 1000-Meter-Zeitfahren belegte Marc Jurczyk in einer Zeit von 1:01, 569 Minuten den achten Platz. Pauline Grabosch (beide Erfurt) fuhr im 500-m-Zeitfahren der Frauen auf Platz 15.

Deutscher Meister im Radwandern, zum 2.Mal!

Alljährlich werden vom Bund Deutscher Radfahrer die aktivsten Radwandervereine des ganzen Landes ermittelt. Grundlage dafür sind die von den Sportfreunden der Radvereine gefahrenen Kilometer. Alle Gruppenfahrten mit über 4 Personen werden gezählt. Als Nachweis über durchgeführte Fahrten dienen Teilnehmerlisten mit Durchgangsstempeln von z.B. Geschäften oder Hotels an der Strecke. Die Fahrten werden dazu in einer Wertungskarte eingetragen, die der Wanderfachwart des Vereins führt.

Der Radfahrerklub Solidarität 1895 Gera zählt seit mehreren Jahren zu den aktivsten Vereinen in Deutschland und belegte bei der Jahresauswertung vom BDR stets vordere Plätze. Im Jahre 2016 konnte der Geraer Verein erstmals in der Bestenliste den 1.Platz belegen und so den begehrten Siegerpokal erringen. Anzumerken sei, dass der Radsportverein aus Gera mit seinen Platzierungen der einzige aus Thüringen und Ostdeutschland ist, der gegen die Konkurrenz, vor allem aus Nord- und Westdeutschland bestehen kann.
Nachdem man im Jahr 2017 den 2.Platz belegte und somit Vizemeister wurde, ist es im Jahr 2018 wieder gelungen, alle anderen Vereine hinter sich zu lassen und zum 2.Mal Deutscher Meister zu werden. Dabei wurden bei 222 Fahrten von den 78 Radsportlern und 25 Gastfahrern insgesamt 148.038 nachgewiesene km zurückgelegt. Auf dem 2.Platz mit 129.712 km folgten die Sportfreunde aus Hagen und auf dem 3.Platz mit 121.254 km die Radwanderer aus Kiel. Die Ehrung des Radfahrerklub Solidarität 1895 Gera mit Überreichung des Jade-Pokals wird im Mai diesen Jahres zur Etappe der LOTTO Thüringen Ladies Tour in Gera vorgenommen.

Radmarathon-Kalender 2019 veröffentlicht

Im Januar planen viele Radsportler ihre Saison und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat mit seinem Radmarathon-Cup Deutschland ein dickes Brett zu bieten. 20 Radmarathons der Extra-Klasse fasst der BDR in einer besonderen Serie zusammen, die seit 1990 durchgeführt wird und die Langstreckenfahrer nunmehr in seiner 30. Saison begeistert. BDR-Koordinator Horst Schmidt hat ganze Arbeit geleistet und kann jetzt einen regional und terminlich ausgewogenen Kalender präsentieren. „Wir freuen uns über die Bereitschaft unserer BDR-Vereine, bei dieser bundesweiten Serie mitzuwirken. Dabei können wir auf bewährte Ausrichter zurückgreifen, auf Wiedereinsteiger und auf ganz neue Mitglieder unserer Radmarathon-Familie.“ Bevor die einzelnen Veranstaltungen im Frühjahr 2019 ausführlich präsentiert werden, können sich die Freunde der langen Strecke bereits jetzt die Termine notieren. 5 von 20! Wer fünf dieser Radmarathons fährt, bekommt kostenlos das exklusive BDR-Radmarathon-Cup-Finisher-Trikot. Super-Finisher wird, wer 10 der 20 Radmarathons fährt.

2019 RMCD Grafik
2019 RMCD Übersicht

Jugendfördercup startet in die Saison 2019

Der Radnachwuchs des TRV ist in die neue Wett­kampf­saison gestartet. Am vergangenen Samstag fand der Auftaktwettbewerb des Jugendfördercup der SV SparkassenVersicherung, der Crosslauf im und um das Areal der Geraer Radrennbahn, statt.

Die Begeisterung für die abgesteckte ca. 900m lange Runde hielt sich bei den Aktiven in Grenzen. „Die Strecke hat schon ihre Tücken. Gerade die Treppe bricht den Rhythmus. Diese hoch zu laufen ist schon anstrengend und danach folgte noch ein kleiner Anstieg. Da wird schon jede einzelne Runde zu einer Herausforderung. Und diesen Anstieg müssen die Jungs der U15 gleich vier Mal bewältigen“, erläutert TRV-Trainerin Heike Schramm.

Als erstes am Start waren die Teilnehmer der Altersklasse Anfänger/U9, die Kirstin Oettler von der SV Spar­kas­sen­Ver­si­che­rung General­agentur Kirstin Oettler mit Startschuss auf die Cross-Strecke schickte. 

„Crosslauf, Athletiktest – nicht jeder unter den Radsportlern ist darüber glücklich. Dennoch sind solche Trainingseinheiten eine Art Ausgleich zu einer sonst eher einseitigen Bewegung auf dem Rennrad“, begründet Heike Schramm die trainings­me­tho­di­sche Notwendigkeit solcher Wettbewerbe.
Am Start waren 142 Sportlerinnen aus 16 Vereinen, darunter 13 Thü­rin­ger Radsportvereine. Das größte Starterfeld mit 36 Teil­neh­mern stellte der gastgebende SSV Gera, gefolgt mit 20 vom RSC Turbine Erfurt und jeweils 13 vom RC Jena und vom RSC Waltershausen-Gotha.
Nach dem ersten Crosslauf folgt nun am kommenden Sonntag in der Leichtathletikhalle in Erfurt der erste Athletiktest der neuen Saison.

Ergebnisse gibt es hier:

http://ssv-gera.de/ergebnis2018/20181110-ergebnis.pdf

TRV bildet Kampfrichter aus

Fünf neue Kampfrichter begrüßt der TRV in den Reihen seiner Funktionäre. Nach einer Ausbildung am vergangenen Sonntag warten auf die „Neulinge“ nun in der kommenden Saison auf die ersten Bewährungsproben in den Radrennen Thüringens. Sie können bei allen Radrennen in Thüringen – sogar bis auf internationaler Ebene – mitarbeiten.

Die Ausbildung umfasste „Handwerkstechniken“ der Kampfrichterarbeit, wie das Schreiben von Rundenprotokollen, dem Erstellen von Ergebnissen und dem Backup eines Zeitfahrens. Eingesetzt werden können die neuen Kampfrichter in allen Rennsportdisziplinen. Die Veranstaltung fand auf der Radrennbahn in Gera statt. Der dortige Verein stellte auch einen Großteil der neuen Kampfrichter.