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Olympiasiegerin Vogel auf dem richtigen Weg zur Heim-EM

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Erfurter Weltklasse-Sprinterin gewinnt drei Titel. Thüringen holt 33 Medaillen und wird stärkster Landesverband

Erfurt. Kristina Vogel hatte keine Mühe, sich als Olympiasiegerin und Weltmeisterin auf nationaler Ebene durchzusetzen. Vor allem aber die schnellen Zeiten stimmen die 26 Jahre alte Weltklasse-Bahnradfahrerin zuversichtlich. "Leider gibt es in Deutschland nicht so die großen Starterfelder bei den Frauen. Die Zeiten, die ich in Frankfurt/Oder gefahren bin, waren aber ganz gut", sagte Vogel, die bei den 131. deutschen Meisterschaften drei Titel abräumte. "Die Meisterschaft hat gezeigt, dass ich mit Blick auf die EM in Berlin auf dem richtigen Weg bin", sagte Vogel über die Titelkämpfe vom 19. bis 22. Oktober.

Die Olympiasiegerin, die für das Chemnitzer Team Erdgas 2012 startet, aber nach wie vor in Erfurt lebt und trainiert, setzte sich im Teamsprint mit Pauline Grabosch in 33,186 Sekunden durch. Beide Frauen trafen sich zum Abschluss der Titelkämpfe im Endlauf der Sprint-Entscheidung wieder. Vogel wurde dabei als Weltmeisterin in dieser Disziplin ihrer Favoritenrolle gerecht und eroberte den 19. nationalen Titel ihrer Karriere.

Vier Talente vor Start bei Junioren-WM

Die Titelkämpfe waren ohnehin eine Erfolgsgeschichte für den Thüringer Radsport-Verband (TRV). Mit 33 Medaillen in den 44 Entscheidungen waren die Athleten aus dem Freistaat der mit Abstand erfolgreichste Landesverband. Zehn Titel, 14 Silbermedaillen und neunmal Bronze lautete die Thüringer Bilanz. "Dass wir uns im Vergleich zum vergangenen Jahr noch einmal steigern konnten und in allen Disziplinen gut aufgestellt sind, ist natürlich sehr erfreulich", sagte Landestrainer Stephan Hauspurg.

Insofern darf der Verband darauf hoffen, dass einige Talente einen ähnlichen Weg wie zum Beispiel Kristina Vogel gehen. Mit Max Gehrmann (RSC Turbine Erfurt), Johannes Banzer (1. RC Jena), Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera) und Emma Götz (Sprintteam Thüringen/RV Elxleben) stehen vier Thüringer vor der Nominierung für die Junioren-WM im italienischen Montichiari (23. bis 27. August).

Bei den Männern aber setzten sich in der Königsdisziplin diesmal noch die Arrivierten durch. Ex-Weltmeister Rene Enders (30) durfte über Silber im Sprint jubeln, nachdem der Erfurter vom Sprintteam Thüringen erst im Finale durch den nach einem Schlüsselbeinbruch zurückgekehrten Maximilian Levy (29) in zwei Läufen gestoppt wurde. Der Cottbuser gewann zudem auch das Keirin-Finale vor Marc Jurczyk vom Sprintteam Thüringen und dem Eichsfelder Maximilian Dörnbach.

Im Madison, das übrigens von den Sommerspielen 2020 an in Tokio wieder olympisch sein wird, eroberte der Erfurter Kersten Thiele vom 1. RSV 1886 Greiz an der Seite von seinem Teamkollegen Theo Reinhardt vom der Rad-Net-Rose-Mannschaft den Titel.

Zu den herausragenden Resultaten im Nachwuchs gehörte der Titelgewinn von Emma Götz (Sprintteam Thüringen/RV Elxleben) und Christina Sperlich (SV Sömmerda) in 35,882 Sekunden im Teamsprint der Juniorinnen, zumal Gerlich eigentlich noch in der Altersklasse der Jugend starten könnte. Götz wurde zudem Sprint-Zweite, Gerlich in der U 17 Zweite im Keirin. In der gleichen Altersklasse gelang Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt) im Kampfsprint sogar der Sieg.

Thüringens Dominanz im Nachwuchs wurde auch im Madison-Rennen der Junioren deutlich. Max Gehrmann, der in Frankfurt/Oder bereits die Einerverfolgung und das Punktefahren gewonnen hatte, holte mit Vereinskollege Jakob Geßner Platz zwei. Mit Bronze durch Michel Aschenbrenner (SV Sömmerda) und Jannis Peter (SSV Gera) komplettierte Thüringen das starke Abschneiden.

12.06.2017 / Axel Lukacsek
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