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Ein Stern am Radsporthimmel

Friederike Stern
Volker Brix

Die Deutsche Juniorenmeisterin Friederike Stern im Straßenrennen wechselt nach NRW.

Wie gut sich doch eine gute Nachwuchsarbeit in jungen Jahren auszahlen kann. . Bei einem „Richard-Beyer-Gedächtnisrennen“, in Erinnerung des Siegers des leider nicht mehr existierenden längsten Hainleiteklassiker´s im Jahr 1925 über 316 Kilometer, in ihrem Heimatdorf Elxleben, erkämpfte sich die damals neunjährige Friederike Stern im Fette Reifen Rennen einen zweiten Platz. Das war der Grund, dass sich Friederike 2011 beim RV Elxleben anmeldete und eine Lizenz beantragte. Bereits in der Klasse U11 feierte das Mädchen mehrere Siege beim „Thüringen-Cup“. In ihrer mit Mädchen und Jungs gemischten Trainingsgruppe hatte sie immer viel Spaß und motivierte sich immer mehr für den harten Radrennsport. Drei Jahre später startete sie bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der U15, wurde in Queidersbach Elfte hinter der heutigen Profisportlerin Franziska Koch(Team Sunweb) und holte als Dritte in der Deutschen Omniummeisterschaft auf der Kölner Radrennbahn ihre erste DM-Medaille.

Vor drei Jahren wechselte Friederike  zum Erfurter Sportgymnasium und eroberte mit zwei Deutschen Meistertitel mit dem Thüringer Bahnvierer der Jugend auf den Ovalen in Cottbus und Frankfurt/Oder den Bundeskader. Im Vorjahr, ihrem ersten Juniorinnenjahr, landete sie mit der Nationalmannschaft mit dem Bahnvierer im schweizerischen Aigle auf einen respektablen Bronzerang hinter dem dominierenden Italienern. Auch bei dem „Nations-Cup“ mit sechs Rennen in Belgien, Italien und den Niederlanden fuhr Friederike im Nationalteam. Dieses Serien wiederholte die 18-Jährige auch in der abgelaufenen Saison und fuhr auch, noch als Juniorin, im Frauennationalteam an der Seite der fünffachen  Weltmeisterin Trixi Worrack(Erfurt) die schwere und erstklassig besetzten Thüringen-Rundfahrt über sechs Etappen bemerkenswert gut durch. Da hatte sie sich wohl die richtige Form für die Deutsche Straßenmeisterschaft in Linden(Rheinland-Pfalz) geholt, die sie im Spurt einer Neunergruppe nach 68 Kilometern gewann. Bei der anschließenden Bahnphase wurde sie in der Mannschaftsverfolgung über 4000m bei der Europameisterschaft in Gent mit dem Nationalteam in neuer Deutschen Rekordzeit von 4:34,6 Minuten(die alte Bestleistung lag bei 4:39,2) erneut Dritte und landete in der 2000m-Einzelverfolgung auf Rang zehn. Bei den nationalen Titelkämpfen im Berliner Velodrom kam im Bahnvierer noch ein Titel mit dem Landesverband Thüringen und eine Bronzemedaille im Einzel dazu. Auch bei der  Junioren-Weltmeisterschaft in Frankfurt/Oder bewies Friederike erneut ihre Klasse und führte den BDR-Vierer auf Rang sieben. „Da war eine tolle Saison bei der ich 15 000 Kilometer im Training und bei Rennen auf dem Rad saß“, bilanzierte sie ihr letztes Juniorinnen-Jahr und ist ihrem Trainer Michael Beckert vom LV Thüringen sehr dankbar.

Nach ihrer gegenwärtigen Saisonpause orientiert sich das Talent bereits auf die kommende Saison und verließ ihr Thüringer Juniorinnnen Team Maxx Solar Lindig. „Ich habe mich für das Team D. Velop in NRW entschieden. Dort hoffe ich, neben meinem Abitur im kommenden Jahr, auf viele große Rennen und vor allem auf UCI-Rennen im nahen Belgien und die Thüringen-Rundfahrt um mich in der Frauenklasse zu etablieren und weiter zu entwickeln“, blickt Friederike voraus.

 

Volker Brix

 

Fotos: Mit ihrem Deutschen Meistertrikot der Juniorinnen bringt Friedrike Stern vom RV Elxleben gute Empfehlungen für die Frauenklasse mit.

30.12.2019 / Volker Brix
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