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Erst Europameisterin, jetzt Weltmeisterin

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Volker Brix

Das Erfurter Talent Lara-Sophie Jäger raste im Bahnrad-Teamsprint in deutscher Rekordzeit zur Goldmedaille.

War das eine abenteuerliche Reise nach Israel. Nachdem das Deutsche Radsport-Aufgebot in Tel Aviv zur Junioren-Weltmeisterschaft, einen Monat nach den Kontinentalen Titelkämpfen in Anadia (Portugal), auf der Bahn angekommen war, fehlten ihre Rennräder. „Wir mussten drei Maschinen unter zehn Sportlern tauschen um überhaupt trainieren zu können“, sagte Lara-Sophie Jäger. Zwei Tage vor den ersten Rennen wurde das Problem dann gelöst.

Zu Beginn der Rennen mit etwa 3000 Akteure aus 40 Ländern auf der windanfälligen überdachten 250m-Holzbahn bei 32 Grad Wärme war auch die 18-jährige Erfurterin vom Sprintteam Thüringen im Teamsprint am Start. Gemeinsam mit Stella Müller (Gera), Clara Schröder (Finsterwalde) und Beate Lürmann aus Cottbus schlug sie im Finale über drei Runden gleich 750m in neuer Deutscher Rekordzeit von 49,888 Sekunden das Team von Australien (50,933). Im kleinen Finale triumphierte Tschechien über Korea. Das war umso erfreulicher, weil Lara-Sophie vor den Titelkämpfen eineinhalb Wochen wegen einer Erkältung nicht trainieren durfte. Mit einem vierten Platz im Keirin und Rang sieben über 500m rundete das Talent ihre bisher erfolgreichste Saison ab.

05.09.2022 / Volker Brix
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