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Radsport ist die Leidenschaft von Vera Hohlfeld

Hoch hinaus will Vera Hohlfeld mit ihrem Team, aber nur im Spaß, mit diesem Hochrad.
Volker Brix

Als aktive Radsportlerin gehörte die Erfurterin Vera Hohlfeld (FSV Thuringia) fast ein Jahrzehnt zu den besten Deutschen Fahrerinnen. Neben ihrem vierten Olympiaplatz 1996 beim Straßenrennen in Atlanta war sie Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren auf der Straße und dreimal Deutsche Vizemeisterin beim Straßenrennen und dem Punktefahren auf der Bahn. Dazu feierte die heute 47-Jährige den Sieg bei der zum Weltcup gehörenden Mallorca-Rundfahrt und holte Etappensiege bei den Rundfahrten durch Frankreich, Italien und der Schweiz. Ganz besonders lag ihr die Thüringen-Rundfahrt am Herzen bei der sie neben einem zweiten Gesamtplatz auch sieben Etappen gewann. Der TRV befragte Sie zu ihren aktuellen Aktivitäten als Radsport-Funktionär.

Frau Hohlfeld, seit wann sind Sie die Teamchefin von maxx solar Lindig?
Das habe ich 2012 begonnen und immer wieder das Team mit neuen Fahrerinnen, neuen Sponsoren und neuen Rennen weiter aufgebaut.

Wie kann man das verstehen?
So ein Team verändert sich ständig. Ob es bei den vielen Rennen durch Stürze, mit Überbelastungen oder um Verärgerungen geht, alles wird ausgewertet. Trotzdem kann es am Saisonende auf den einen oder anderen Personalwechsel hinauslaufen.

Warum tun Sie sich diese vielen Probleme über viele Monate im Jahr an?
Radsport ist zu meiner Leidenschaft geworden. Nach meiner eigenen Laufbahn hatte ich das dringende Bedürfnis möglichst viel für den Frauenrennsport zu tun.

Wohnen Sie jetzt wieder in Erfurt und was sagte Ihr Mann und die kleine Tochter dazu?
Ja, wir haben unser Haus in Schmerbach verkauft und wohnen jetzt hier in Marbach. Mein Mann Torsten ist auch sehr sportbegeistert, war selbst Radsportler, unterstützt mich wo er kann und läuft jetzt Halbmarathon. Unsere dreijährige Tochter Antonia Charlott wächst bei uns fast automatisch in den Sport hinein und fühlt sich in der Kinderbekleidung von maxx solar Lindig besonders wohl.

Zurück zu Ihrem Team, wie ist die Truppe besetzt?
Wir haben neun Fahrerinnen der Frauenklasse und eine Juniorin. Das sind aus mehreren Gründen weniger als in den Vorjahren.

Welche Gründe sind das?
Wir hatten im Vorjahr 14 Aktive, das war ein bisschen unübersichtlich und wir konnten nicht allen gerecht werden. Wir hatten über 20 Anfragen und haben uns davon die aktuelle Gruppe ausgesucht.

Wissen Sie schon, welche Rennen Ihr Team bestreitet?
In erster Linie setzen wir auf die Bundesliga mit zehn Rennen. Dabei haben wir aus dem Vorjahr den Einzelsieg von Beate Zanner und mit dem Team den Mannschaftstitel zu verteidigen. Absoluter Höhepunkt ist natürlich die Internationale Lotto Thüringen Ladies Tour, dabei treffen wir als eins der wenigen Amateurmannschaften auf die besten Profis der Welt.

Entschuldigung, kommt die Tour wieder über Erfurt?
In diesem Jahr leider nicht. Der nächste Etappenort aus Sicht der Landeshauptstadt ist diesmal Gotha.

Welche Rennen kommen noch?
Neben den Deutschen Meisterschaften und einigen Etappenrennen in Tschechien, Österreich, Frankreich liegen uns weiter Einladungen vor.

Welche sind Ihre hoffnungsvollsten Fahrerinnen?
Neben Beate Zanner wollen sich Anna Knauer und Gudrun Stock für die Welt- und Europameisterschaften sowie die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Tokio mit dem Bahnvierer oder dem Omnium(Mehrkampf) ins Gespräch bringen.

Wie ist Ihr Fazit jetzt?
Ich habe jetzt meinen Job für das Team erledigt, jetzt sind die Fahrerinnen mit guten Ergebnissen gefragt.

Wie lief das erste Bundesligarennen Ende März im hessischen Einhausen?
Das konnte für uns kaum besser laufen. Beate Zanner feierte im ersten großen Rennen unseren ersten Sieg der von Carolin Schiff(3.) und Anna Knauer(15.) komplettiert wurde. Damit gewannen wir auch dei Mannschaftswertung mit 30 Punkten vor der RSG Placeworkers(25) und d. Velop Ladies(21).

15.04.2019 / Volker Brix
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