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Schachmann siegt vor Burghardt und Schillinger

Schachmann, der in Gera "groß" gewordene Schilinger (re)
BDR

Bora-Triumph bei Deutscher Straßenmeisterschaft auf dem Sachsenring

Das war der Tag des deutschen Rennstalls Bora-hansgrohe: Maximilian Schachmann gewann die Hitzeschlacht auf dem legendären Sachsenring. Nach 181,1 Kilometern fuhr der Berliner zum Deutschen Meistertitel und bezwang im Finale seine beiden Teamkollegen Marcus Burghardt und Andreas Schillinger. Es war der vierte Meistertitel für Bora-hansgrohe in fünf Jahren.

1:32 Minuten hinter dem Spitzentrio, das die 181,1 Kilometer in 4:24:17 Stunden zurücklegte, landete der Kölner Nils Politt vom Team Katusha-Alpecin auf dem vierten Platz, gefolgt von Georg Zimmermann (Tirol-KTM), der 1:50 Minuten zurücklag.

„Das war heute von der ersten Runde an ein Ausscheidungsfahren. Es war eine insgesamt starke Teamleistung, und es ist uns gelungen, das Rennen sauber auszufahren. Das schwerste überhaupt war, den Abstand herauszufahren. Aber wir haben super als Team harmoniert. Das war am Ende ein Mannschaftszeitfahren“, sagte Schachmann nach dem Titelgewinn und freut sich, im Meistertrikot zur Tour de France zu fahren. "Das ist ein tolles Gefühl, dieses Trikot jetzt ein Jahr tragen zu dürfen."

Sehr früh schrumpfte das Feld der Akteure unter der senkenden Sonne zusammen. Temperaturen um 38 Grad machten aus der Meisterschaft ein Ausscheidungsfahren, bei dem am Ende nur noch 15 Fahrer von 190 Gestarteten das Ziel erreichten. Aufgeben musste unter anderem auch der Titelverteidiger Pascal Ackermann.

Trotz der Hitze herrschte am Badberg Volkfeststimmung. Die Fanclubs vor allem der Bora-Fahrer um Titelverteidiger Pascal Ackermann, Max Schachmann und Lokalmatador Marcus Burghardt, der aus Chemnitz stammt, sorgten für viel Stimmung und Tour-Atmosphäre. Musik spielte auf, die Straßen waren mit Anfeuerungsrufen beschriftet.

Frühe Spitzengruppen wurden schnell wieder eingeholt, denn die Favoriten konnten sich keinen großen Abstand erlauben. Wer zu weit zurücklag, wurde aus dem Rennen genommen, weil die Streckenführung keine andere Möglichkeit zu ließ, um eine Begegnung der Spitze mit weit zurückliegenden Verfolgern zu vermeiden. Das beeinflusste die Taktik dieser Meisterschaft. Ausreißergruppen, die mit mehr als zehn Minuten vor dem Feld fahren, gab es in diesem Jahr nicht.

In der vorletzten Runde waren nur noch 15 Fahrer im Rennen: An der Spitze fuhren die drei Bora-Fahrer Schillinger, Burghardt und Schachmann, dahinter lagen Nils Politt (Katusha), Georg Zimmermann (Tirol KTM), gefolgt von Simon Geschke (CCC/3:23 Min. zurück), Philipp Walsleben (Corendon-Circus), und Roger Kluge (beide 3:55 Min.).

Den Schluss bildete eine Siebener-Gruppe mit Johannes Fröhlinger (Team Sunweb), John Degenkolb (Trek - Segafredo), Nico Denz (AG2R), Marcel Meisen (Corendon-Circus), Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus), Jonas Koch (CCC) und Frederik Dombrowski (BL Team Embrace The World Cycling). Sie erreichten auch in dieser Reihenfolge das Ziel, mehr als vier Minuten hinter dem neuen Deutschen Meister Maximilian Schachmann.

02.07.2019 / BDR
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