nfdmbq_1304429912.jpg7eoasl_1304429914.jpgchssis_1371254924.jpgcmire4_1304429914.jpg

Europameisterschaften Bahn U19/U23 - 17.-22.08.2021 Apeldoorn (NL)

thumb_qutflo_1629656147.jpg
Frank Mölders

Im Trikot der Nationalmannschaft des BDR stellten sich Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.),  Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt e.V.), Benjamin Boos (RSC Turbine Erfurt e.V.), Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.), Christina Sperlich (SV Sömmerda e.V.), Anna-Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt e.V.), Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera 1990 e.V.) und Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt e.V.) im niederländischen Apeldoorn den Besten der internationalen Konkurrenz. Bereits ab dem ersten Tag der Bahn-Europameisterschaften U19/U23 zeigten sich die Thüringer*innen von ihrer besten Seite.

thumb_29zakn_1629656425.jpg
thumb_r9aqzh_1629656425.jpg
thumb_tdktsz_1629656194.jpg
thumb_1sgbpe_1629656194.jpg
thumb_wy3pu3_1629656194.jpg

Stella Müller und Lara-Sophie Jäger mussten sich im Teamsprint der Juniorinnen mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) lediglich den Mannschaften aus Großbritannien und Russland geschlagen geben und sicherten sich im Duell gegen die Italienerinnen souverän die Bronzemedaille.

Das Teamsprint-Trio der Junioren um Willy Weinrich qualifizierte sich nahezu problemlos für das Finale. Im Kampf um den EM-Titel trafen sie dort auf die Mannschaft aus Großbritannien, verpassten den Sieg jedoch knapp um sechs Zehntelsekunden und dürfen sich nun Vize-Europameister nennen.

Lena-Charlotte Reißner fuhr in der Einerverfolgung mit einer Zeit von 3:45,081 Minuten auf einen beachtlichen zehnten Platz. Später beendete sie das Madison-Rennen der Frauen U23, zusammen mit Hanna Dopjans,  auf dem sechsten Rang.

“Rekordjägerin” Franzi Arendt und ihre Verfolgermannschaft konnten ihre bereits in der Qualifikation starke Leistung später noch einmal steigern: in 4:30,291 Minuten verbesserten sie zunächst den bisherigen Deutschen Rekord um ca. vier Sekunden und rauschten später auf Platz 3.

Im 1000m-Zeitfahren der Junioren dominierte Willy Weinrich deutlich das Geschehen - mit einer halben Sekunde Vorsprung verwies er den Briten Harry Ledingham-Horn auf den zweiten Platz. “Es ist wahnsinnig für mich. Bei den deutschen Meisterschaften musste ich leider passen, deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich es trotzdem noch geschafft habe. Die ersten beiden Runden haben sich super angefühlt, dann kam das Laktat sehr schnell und hart. Die letzte Runde war eine Qual. Ich habe nicht mit dieser Zeit gerechnet», so der Europameister Weinrich nach seinem Gold-Rennen im Interview. (rad-net.de)

Eine weitere Medaille holte Julien Jäger im Teamsprint der U23, zusammen mit Anton Höhne und Paul Schippert: sie sprinteten ins Finale, konnten sich dort leider nicht ganz gegen das Trikot aus Großbritannien durchsetzen, freuen sich nun jedoch über den Titel der Vize-Europameister und die Silbermedaille.

Christina Sperlich, Katharina Albers und Alessa Pröpster verpassten im Teamsprint der Frauen U23 die Medaillenränge nur knapp - sie erreichten mit starken Läufen das kleine Finale und mussten sich dort leider den Polinnen geschlagen geben und trugen sich letztlich auf Platz 4 im Ergebnis ein.

Auch im Sprint zeigte Willy Weinrich, dass er zu den Stärksten Europas gehört und erreichte souverän das Finale, nachdem er zuvor wieder Harry Ledingham-Horn besiegte. Im Finale traf Weinrich auf den Russen Nikita Kalachnik, welchem er dann den Vortritt lassen musste, somit sammelte Willy Weinrich eine weitere Silbermedaille.

Im Keirin- und Sprintturnier der U19 belegte Lara-Sophie Jäger die Plätze 8 bzw. 7. Ihr Bruder Julien Jäger landete im Keirin der Männer U23 auf Rang fünf.

Die U23-Verfolgerinnen um Anna-Dorothea Heitzmann und Lena-Charlotte Reißner konnte sich in der ersten Runde mit 4:33,594 Minuten gegen das Quartett aus Polen durchsetzen und landeten letztlich auf dem fünften Platz.

Mit einer etwas unüblichen Taktik ging Benjamin Boos in das Finale der 1000m-Einerverfolgung: der 18-Jährige, der in der Qualifikation die Bestzeit gefahren war, versuchte, seinen Gegner aus Italien einzuholen. Dies gelang ihm fast - bis der Italiener etwa 10 Meter vor der Einholung ebenfalls noch einmal beschleunigte und ihn nicht mehr herankommen ließ. Das bedeutete die Silbermedaille für Boos, der mit seiner Zwischenzeit nach einem Kilometer (1:01,212 Minuten) sogar im 1000m-Wettbewerb der U23 Europameister geworden wäre.

Nach Platz 4 im Scratch und ebenfalls beachtlichen Platzierungen in den weiteren Disziplinen, konnte sich Benjamin Boos im Omnium der Junioren als Vierter (114 Punkte) noch einmal auf den vorderen Rängen platzieren.

Alle Ergebnisse im Detail sind zu finden auf: http://cis.veloresults.com/


22.08.2021 / JS
zur Liste
© THÜRINGER RADSPORT-VERBAND e.V. 2021