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Bahn-Weltmeisterschaften U19 - 01.09.-05.09.2021, Kairo

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Frank Mölders

Nach den erfolgreichen Europameisterschaften gingen Franzi Arendt, Lara-Sophie Jäger, Benjamin Boos (alle RSC Turbine Erfurt e.V.), Stella Müller (SSV Gera 1990 e.V.) und Willy Weinrich (TSV 1891 Breitenworbis e.V.) auch bei den Bahn-Weltmeisterschaften der Junior*innen im ägyptischen Kairo ins Rennen um die WM-Titel.

Bereits an den ersten beiden Tagen bewiesen die Thüringer*innen erneut, dass sie zu den Besten der Welt gehören. Wie vor einigen Wochen bei den Europameisterschaften in den Niederlanden, kämpften sich Lara-Sophie Jäger und Stella Müller mit Clara Schneider (RSV Finsterwalde e.V.) als eingespieltes Trio souverän ins Teamsprint-Finale wo sie auf die Russinnen trafen, die bereits im Vorfeld als Favoritinnen gehandelt wurden. Dieser Favoritenrolle wurden sie gerecht, somit landeten die deutschen Teamsprinterinnen auf einem starken Silberrang.

Die Dominanz der russischen Sportler*innen wurde ebenfalls im Teamsprint der Junioren deutlich - das Trio um Willy Weinrich musste ebenfalls der russischen Mannschaft den Vortritt lassen und krönte sich, wie zuvor das Team der Juniorinnen, zu Vize-Weltmeistern.

“Regenbogen-Trikots und Sturzpech” hieß die kontrastreiche Kurzbilanz des zweiten Wettkampftages der Weltmeisterschaften. Für das Vierer-Team um Benjamin Boos lief alles optimal nach Plan. Die Qualifikationsrunden absolvierten sie in beachtlicher Manier und standen letztlich im Finale gegen die italienische Mannschaft. Dort lagen sie von Beginn an in Führung, zwischenzeitlich mit beachtlichen zweieinhalb Sekunden - nur auf dem letzten Kilometer konnten die Italiener noch einmal zulegen. Das deutsche Quartett ließ sich jedoch den Sieg nicht mehr nehmen und durfte sich über eine knappe Sekunde Vorsprung sowie den Weltmeistertitel und die Regenbogen-Trikots freuen.

Franzi Arendt und ihre Teamkolleginnen lagen auf ähnlich gutem Kurs, bis drei Fahrerinnen im Lauf gegen Italien zu Fall kamen - lediglich die Erfurterin blieb verschont. Leider bedeutete das für die deutsche Mannschaft das Aus für die Träume vom Finale, für das die Chancen von Beginn an gut standen.

Ebenfalls erfasst von einem Sturz wurde Willy Weinrich im Keirin-Wettbewerb. Im Halbfinallauf stürzten er sowie drei weitere Fahrer und schieden somit leider aus.

Für weitere Medaillen sorgten Franzi Arendt und Willy Weinrich: Nachdem Arendt in der Qualifikation noch hinter ihrer späteren Gegnerin im kleinen Finale lag, konnte sie die Polin im Rennen um Bronze um ca. drei Sekunden distanzieren und landete als Dritte auf dem Podium.

Im Sprint brachte der Finallauf ein Déja-Vu für Willy Weinrich mit sich: wie bei den kürzlich ausgefahrenen Europameisterschaften, traf er im Finale auf Nikita Kalachnik aus Russland. Auch hier zeigte sich die Übermacht der russischen Sportler*innen und Kalachnik verwies den Thüringer nach zwei Läufen wieder auf den Silberrang.

Im Omnium erreichte Benjamin Boos auf Platz 7 noch eine weitere starke Platzierung.

Der letzte Tag brachte noch eine kleine Sensation mit sich: Willy Weinrich und sein russischer Kontrahent Grigorii Skorniakov legten die 1000 Meter beide in 1:03,339 Minuten zurück, sodass die Zeit der letzten Runde ausschlaggebend war - mit einem Ergebnis zugunsten von Skorniakov, während Weinrich Vize-Weltmeister wurde.

Mit Nicolas Zippan (RSV Königswusterhausen e.V.) ins Zweiermannschaftsfahren gestartet, füllte Benjamin Boos in den Wertungssprints zuverlässig Punktekonto, bis das Duo auf gutem Kurs in Richtung Weltmeistertitel lag. Beim Stand von 44 Punkten, der ihnen zu diesem Zeitpunkt die Führung einbrachte, brachte ein Sturz die beiden zu Boden und Boos verletzte sich am Ellbogen, sodass sie das Rennen aufgeben mussten.

Viele der Thüringer Sportler*innen haben bereits in ihrem ersten Jahr in der Junior*innenklasse beachtliche Leistungen gezeigt und wollen ihre Chance nutzen, diese im nächsten Jahr noch einmal zu steigern.


12.09.2021 / JS
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