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WM Traum für Trixi Worrack - Ein fünfter Team-Weltmeistertitel wäre ein Highlight

Nach den Meistertrikots im Einzelzeitfahren in den letzten beiden Jahren musste sich Trixi Worrack diesmal mit der Silbermedaille begnügen.
Volker Brix

Die Erfurter Profi-Straßenfahrerin Trixi Worrack hat die WM als Ziel

Zum letzten Male wird bei der Straßen-Radweltmeisterschaft in Innsbruck Ende September der Titel im Teamzeitfahren vergeben. Trixi Worrack vom deutschen Team Canyon SRAM, die bereits bei der ersten Austragung 2012 erfolgreich war und danach weitere drei WM-Trikots gewann, möchte auch bei diesem Finale mit ihrem Team triumphieren.

Unsere Zeitung sprach mit der 36-Jährigen.

Am Wochenende war wohl für Sie im hessischen Einhausen als noch amtierende Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren 2017 ein erster Saisonhöhepunkt. Wie lief das Rennen?

Der flache 30km-Kurs kam mir nicht so sehr entgegen. Trotzdem lag ich unter fast 80 Fahrerinnen auf den ersten 25 km mit Lisa Brennauer(Kempten) ziemlich gleich an der Spitze. Erst auf den letzten Kilometern habe ich wohl noch 18 Sekunden liegen gelassen wodurch ich diesmal „nur“ Vize-Meisterin wurde und der Thüringen-Rundfahrt-Siegerin den Sieg überlassen musste. Ich bin trotzdem zufrieden.

Wann und wo begann Ihr diesjährige Saison?

Das war beim Klassiker „Het nieuwsblad“ Ende Februar bei eisiger Kälte in Belgien. Da war es so kalt, dass ich mit langer Hose gefahren bin.

Und welche Rennen kamen dann?

Alle Frühjahresklassiker in Belgien und Holland wie die bekanntesten Flandern-Rundfahrt und Amstel-Gold-Race. Neuerdings findet diese berühmten Rennen zeitgleich und auf dem selben Kurs der Männer statt. Nur fahren wir Frauen eben nur 120 km oder etwa 140 km auf denen die Männer ihre Finals ausgetrag.

Gab es erste Erfolge?

Ja. Unser internationales Team hatte immer einen Frau vorn dabei. Ich bin beim Etappenrennen Energiewacht-Tour, jeden Tag auf einer flachen aber sehr windanfälligen Strecke, in der Gesamtwertung Sechste geworden. Dazu feierte wir bei der „Trophäo Alfredo Binda“ in Italien einen Sieg und sind in diesem Frühjahr besser in die Saison gestartet als in den Vorjahren.

Und wie lief die Thüringen-Rundfahrt für Sie?

Nach etwa 20 vorher gefahrenen Rennen fühlt  ich mich eigentlich ganz gut und lag nach vier Etappen unter den besten 15 Fahrerinnen dieses hochklassigen Rennens. Auf der ganz schweren fünften Etappe, auf der wir die 16-protzendige Steigung in Dörtendorf mehrfach bezwingen mussten, wollte ich zum großen Schlag ausholen. Zunächst lag ich mit einer Sechser-Spitzengruppe in Front. Nach einer weiteren Tempoverschärfung war ich mit Corinn Reviera(USA), die auf  dieser Etappe als Gesamtspitzenreiterin das Gelbe Trikot trug, zu Zweit an der Spitze. Leider hatten wir das Pech, dass wir dann einen Kilometer vor dem Ziel von den Verfolgern eingeholt wurden. Schade, über einen Etappensieg hätte ich mich riesig gefreut. Beim Einzelzeitfahren auf der letzten Etappe wurde ich dann nochmal Vierte.

Und was ist Ihr nächster Saisonhöhepunkt?

Fraglos die Straßenweltmeisterschaft im September in Innsbruck. Dort möchte ich mit meinem Team wieder die Team-Mannschaftsweltmeisterschaften im Zeitfahren gewinnen.

Ihr Vertrag bei Canyon SRAM läuft zum Saisonende aus, wissen Sie schon wie Ihr erfolgreiche Laufbahn weiter gehen könnte?

Nein. Zunächst habe ich von Canyon eine Option zur Verlängerung. Außerdem bekam ich aber noch ein weiteres Angebot von einem neuen, in Gründung befindlichen, Rennstall. Nun will ich lange, lange überlegen wie ich mich entscheide und ob ich vielleicht nochmal was Neues anfange. Derzeit ist noch ist alles offen.

08.07.2018 / Volker Brix
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